Dynamo Digitalisierung: Rekorde für Beratungs- und IT-Branche

03.August 2018

Die Digitalisierung sorgt in der Beratungs- und IT-Branche für satte Umsätze. Die Unternehmen des WKO-Fachverbands Ubit steigerten ihre Erlöse auf ein Rekordniveau von 31,23 Mrd. Euro. 

Seit 2008 verzeichnet der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) steigende Umsatzzahlen. Diese haben sich seither mehr als verdoppelt. Der Fachverband umfasst 8.223 Arbeitgeberbetriebe und 81.922 Beschäftigte. Dem nominellen österreichischen Wirtschaftswachstum von 4,6 Prozent für das Jahr 2017 steht ein Umsatzwachstum von 13 Prozent beim Fachverband UBIT gegenüber.

Rekordumsatz

2017 stieg der Branchenumsatz um 13 Prozent auf erstmalig 31,23 Mrd. Euro an. Das stärkste Wachstum verzeichnen die Informationstechnologiebetriebe (IT) mit einem Umsatzanstieg von 13,4 Prozent auf 23,98 Mrd. Euro, gefolgt von den UnternehmensberaterInnen (UB) mit einem Plus von 12,3 Prozent auf 5,03 Mrd. Euro und den Buchhaltungsberufen (BH) mit einem Wachstum von 9,9 Prozent auf 2,22 Mrd. Euro.

Exportumsätze nehmen zu

Die höchste Exportquote erreichen die Informationstechnologen mit 24,9 Prozent (2016: 18,9 Prozent). Auf Platz zwei beim Exportanteil liegt die Berufsgruppe der Unternehmensberatung mit 22,8 Prozent (2016: 20,7 Prozent). In der Berufsgruppe Buchhaltung spielen Exporte mit 0,2 Prozent dagegen eine eher kleine Rolle. Das „Exportprodukt“ wissensbasierte Dienstleistung aus Österreich erfreut sich aber insgesamt ungebrochener Beliebtheit. Im Vergleich zu 2016 sind die Exporterlöse der UBIT-Mitglieder im Bereich Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT im Jahr 2017 in Summe um 70,4 Prozent (3,64 Mrd. Euro) von 5,17 Mrd. Euro auf 8,81 Mrd. Euro gestiegen.

Mehr Betriebe mit Beschäftigten

Auch 2017 haben die Arbeitgeberbetriebe, wie die letzten Jahre über, wieder ordentlich zugelegt. Ihre Zahl ist im Jahresvergleich um 5,6 Prozent von 7.790 auf 8.223 Betriebe angestiegen. Rund 16 Prozent davon beschäftigen zehn oder mehr Arbeitskräfte in ihren Unternehmen. Die größte Anzahl an Arbeitgeberbetrieben stellten 2017 die Informationstechnologen mit 4.931 Betrieben, gefolgt von den Unternehmensberatern mit 2.601 Betrieben. Der Großteil der Mitglieder des Fachverbands UBIT, nämlich mehr als 80 Prozent, gehört aber weiterhin zur Gruppe der Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Und rund 84 Prozent der Arbeitgeberbetriebe, konkret 6.871, beschäftigen weniger als zehn MitarbeiterInnen. Mehr als die Hälfte dieser Betriebe, nämlich 3.876, gehört zur IT-Sparte.

Fast zehn Prozent mehr Jobs

Der Fachverband verzeichnet einen deutlichen Zuwachs an Mitarbeitern . Mit einem Plus von 9,2 Prozent oder plus 6.913 Personen hat sich die Zahl der unselbstständig Beschäftigten von 75.009 auf 81.922 erhöht. Zusätzlich sehen alle Berufsgruppen die weiteren Personalplanungen für 2018 sehr positiv. Im Durchschnitt ergibt sich in der Informationstechnologie eine geplante Erhöhung des Personalstandes um 13,6 Prozent und in der Unternehmensberatung um 8,7 Prozent. UBIT-Mitgliedsbetriebe sind daher wichtige Arbeitgeber.

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