Bank testet digitale Assistenten in der Vermögensverwaltung

30.Juli 2018

Eine Schweizer Großbank testet den Einsatz von digitalen Assistenten in der Vermögensverwaltung. Bei Kundengesprächen können die Bankberater etwa Börsenkurse oder das Kreditkarten-Angebot der Bank abfragen, der digitale Helfer liest die Antwort vor und präsentiert sie auf einem Bildschirm.

Die Kreditkarte kann dann auch gleich bestellt werden. Ein zweiter sogenannter Avatar, ein digitales Abbild eines bekannten Ökonomen der Bank, beantwortet Fragen zur Entwicklung der Weltwirtschaft.

Kooperation mit IT-Konzern

Mit dem Versuch, an dem unter anderen auch der US-Technologiekonzern IBM mitarbeitet, will die UBS herausfinden, ob und wie digitale Assistenten bei der Beratung von vermögenden Privatkunden eingesetzt werden können. Möglicherweise könnten die Assistenten Laptops und Tablets in Beratungsgesprächen ersetzen, weil das Abrufen von Informationen per Stimme schneller sei als das Tippen auf einer Computer-Tastatur, sagte UBS-Manager Anton Simonet.

Einstweilen ein Pilotprojekt

An dem Test sollen 100 UBS-Kunden in der Schweiz teilnehmen, im vierten Quartal will das Institut Bilanz ziehen. Ob das Angebot in Zukunft breit eingesetzt werde, sei noch nicht entschieden. Falls die Bank das Projekt vorantreibt, könnten in einem nächsten Schritt individuellen Kundendepots etwa mit Anlageempfehlungen der Bank verknüpft werden.

Finanznachrichten über Alexa

Die UBS ist nicht die erste Bank, die auf sprachgesteuerte Helfer setzt. Kunden einer deutschen Direktbank können mit Hilfe des digitalen Assistenten Alexa von Amazon  Börsenkurse oder Finanznachrichten abfragen. (APA)