Wifo und IHS sehen weiter starkes Wachstum in Österreich

03.Juli 2018

Österreichs Wirtschaft wächst heuer in einem flotten Tempo, rund drei Prozent real, auch wenn der Konjunkturhöhepunkt schon überschritten ist. 2019 dürfte sich das Wachstum auf etwa zwei Prozent abbremsen, nehmen Wifo und IHS an. Verstärkte Prognose-Abwärtsrisiken sehen die Institute aber wegen des zunehmenden Protektionismus im internationalen Handel.

Für 2018 und 2019 veränderten die Experten ihre Erwartungen kaum. Nach 3,0 Prozent 2017 rechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) für heuer mit 3,2 Prozent realem BIP-Plus, für 2019 mit 2,2 Prozent Anstieg – beides unverändert gegenüber März. Das Institut für Höhere Studien (IHS) erwartet für heuer 2,9 Prozent Plus (etwas mehr) und für 2019 dann 1,7 Prozent Wachstum, etwas weniger als zuletzt.

Handelsstreit belastet Prognosen

Getragen wird die Expansion von der Binnennachfrage und dem Außenhandel, auch wenn dieser etwas an Dynamik verliert – entsprechend der Wirtschaftsentwicklung in Eurozone und EU. „Handelspolitische Risiken belasten die Konjunktur zusätzlich“, erklärte das IHS und nannte als „merklich abwärtsgerichtete Prognoserisiken“ neben protektionistischen Tendenzen auch die Ausgestaltung des Brexit. Auch das Wifo sieht „erhöhte Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Ausland“ und dadurch mehr Abwärtsrisiken als noch im März.

Steigerung bei Arbeitskräfteangebot

Am Arbeitsmarkt dürfte die positive Entwicklung weitergehen – die Arbeitslosigkeit wird aber durch den weiter starken Anstieg des Arbeitskräfteangebots nur verhalten sinken. (APA)