Photovoltaik-Budget massiv reduziert: So kommen Sie noch zu Förderungen

06.Juni 2018

Das Förderbudget für Photovoltaik-Anlagen wurde 2018 deutlich von 8 auf 4,5 Mio. Euro reduziert. Die Nachfrage ist aber unverändert hoch: Die PV-Förderung des Klimafonds für Kleinanlagen (bis 5 kWp) – sie gilt auch für Unternehmen – wurde an den ersten vier Werktagen nach der Ausschreibung in Höhe von einer Million Euro in Anspruch genommen. Das habe 2017 noch einen ganzen Monat gedauert, teilte der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) mit.

Die Fördervergaben erfolgen nach dem First Come-First Serve-Prinzip. Dabei kann der Förderantrag von natürlichen und juristischen Personen gestellt werden. Das bedeutet: Neben Privatpersonen sind auch Betriebe, Vereine, konfessionelle Einrichtungen etc. antragsberechtigt. Die Fördersätze sind mittlerweile gleich. Es gibt keine Beschränkung hinsichtlich der Größe der Photovoltaik-Anlage, gefördert werden allerdings  maximal 5 kWpeak.

Förderungen für Einzelanlagen

  • Für freistehende Anlagen/Aufdachanlagenbis zur  Obergrenze von 5 kWpeak gilt die Förderpauschale von 275 Euro/kWpeak.
  • Für gebäudeintegrierte  Photovoltaik-Anlagen (GIPV) bis zur Obergrenze von 5 kWpeak gilt die  Förder pauschale von 375 Euro/kWpeak.

Förderungen für Gemeinschaftsanlagen

  • Für Aufdachanlagen bis zur Obergrenze von kWpeak pro Antrag gilt die  Förderpauschale  von 200 Euro/kWpeak.
  • Für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen (GIPV) bis zur Obergrenze von 5 kWpeak pro Antrag gilt die Förderpauschale von 300 Euro/kWpeak.

Nicht alles ist „gebäudeintegriert“

Unter gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen versteht man Anlagen, bei denen das photovoltaische Element neben seiner üblichen Funktion der Stromerzeugung auch die Funktion von Bauelementen des Gebäudes übernimmt (doppelte Funktion). Der Begriff „Bauelement“ umfasst Teile der Bauwerkhülle (Dachbedeckung, Fassaden- und Beschattungselemente, Glasoberflächen). Ausdrücklich keine gebäudeintegrierten Photovoltaik- Anlagen (GIPV) sind somit PV-Module, die zusätzlich an der Gebäudehülle angebracht werden und keine  Funktion von Bauelementen übernehmen. Zu diesen nicht gebäudeintegrierten Anlagen zählen weiters  Anlagen, welche die Funktion des Daches eines Carports, Eingangsbereichs, Balkons, Gartenhauses oder einer Terrasse übernehmen.

Zwei Stufen bis zur PV-Förderung

Die für die Abwicklunjg der Förderung zuständige Kommunalkredit Public Conszlting KPC gibt auf ihrer Homepage einen detaillierten Einreichungsprozess vor.

Zeitpunkt der Registrierung

Die Einreichung für die Förderaktion Photovoltaik-Anlagen verläuft in einem 2-stufigen Verfahren mitRegistrierung und Antragstellung. Um einen Antrag auf Förderung stellen zu können, müssen Antragsteller das baureife oder bereits umgesetzte Projekt registrieren. Die Registrierung (Schritt 1) erfolgt ausschließlich online auf www.pv.klimafonds.gv.at bzw. über einen Registrierungslink auf der KPC-Homepage. Anträge sind so lange möglich wie Budgetmittel zur Verfügung stehen, jedoch längstens bis 30.11.2018.

Umsetzung binnen 12 Wochen nach Anmeldung

Nach erfolgter Registrierung sind die Förderungsmittel für das Projekt reserviert. In einem Bestätigungs-E-Mail erhalten Unternehmen und Private einen individuellen Link für die Antragstellung auf der dafür vorgesehenen Online-Plattform. Der Link ist 12 Wochen ab Registrierung gültig. Zum Zeitpunkt der Registrierung muss daher sichergestellt haben, dass Ihre Photovoltaik-Anlage innerhalb dieses Zeitraumes fertiggestellt und abgerechnet werden kann.

Förderantrag nach Umsetzung

Die Antragstellung ist erst nach Umsetzung der Photovoltaik-Anlage möglich. Ist die Photovoltaik-Anlage bereits errichtet und Sie haben alle Unterlagen vorbereitet, können Sie die Registrierung und Antragstellung auch unmittelbar nacheinander durchführen.

Diese Unterlagen braucht es zur Antragstellung

  • das vollständig ausgefüllte Formular „Förderungsabrechnung Photovoltaik (Private)“ oder das vollständig ausgefüllte Formular „Förderungsabrechnung Photovoltaik (Betriebe)“
  • das 7-seitige Prüfprotokoll nach OVE/ÖNORM E-8001
  • alle Rechnungen für das Projekt
  • einen Nachweis der Zählpunktnummer
  • den Meldezettel des Antragstellers/der Antragstellerin (nur bei Anträgen von Privatpersonen)

Die Anlage muss zum Zeitpunkt der Antragstellung fertig installiert und abgerechnet sein. Die Antragstellung muss spätestens 12 Wochen nach Registrierung auf der Online-Plattform durchgeführt werden.

 

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