Smart Pay: Kontaktloses Zahlen erobert die Kassen

07.Mai 2018

Kontaktloses Zahlen wird in Österreich immer häufiger genutzt. Mittlerweile wird fast jede zweite Zahlung an den heimischen Bankomatkassen mit NFC bezahlt. Die aktuelle Spar- und Kreditprognose Q1 2018 im Auftrag von Erste Bank und Sparkasse ergab außerdem, dass Österreicher und Österreicherinnen heuer deutlich mehr auf die hohe Kante legen wollen.

Alleine im Vorjahr wurden Rechnungen in Höhe von knapp 6 Mrd. Euro über kontaktlose Bezahlung beglichen. Kunden der Erste Bank und Sparkassen zeigen dabei eine höhere Bereitschaft für kontaktloses Bezahlen höher ist als im Österreichschnitt. Möglicher Grund dafür: Vor rund zwei Jahren haben Erste Bank und Sparkassen die kleinste Debitkarte 
der Welt in einem Armand sowie einen NFC-Sticker eingeführt und damit neue Maßstäbe beim Bezahlen gesetzt.

70 Prozent aller Terminals sind NFC-fähig

Fast jeder zweite Österreicher kann sich laut Umfrage vorstellen, kontaktloses Bezahlen in Zukunft auch noch stärker zu nutzen, 10% sind noch unschlüssig. 17% sind bislang noch eher skeptisch und nur rund ein Viertel kann es sich zurzeit gar nicht vorstellen. Kontaktloses Bezahlen wurde in Österreich ab 2013 großflächig eingeführt. Mittlerweile ist die Verbreitung weit fortgeschritten, immerhin sind bereits 70% aller Bezahlterminals NFC-fähig und immer mehr Bankomaten bieten kontaktlose Bargeldbehebung an.

Deutlich steigende Sparpotentiale

Laut der Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen wollen acht von zehn ÖsterreicherInnen in den kommenden zwölf Monaten Geld zur Seite legen. Durchschnittlich sollen 6.400 Euro gespart bzw. veranlagt werden. Das sind € 900 mehr als im Vergleichszeitrum 2017. Das Sparbuch legt dabei wieder zu und kommt auf 62% (+7) der Bausparvertrag liegt bei 45% (-3) und eine Lebensversicherung wollen 34% (-6) abschließen. Zugelegt haben Wertpapierinvestments, die von  24% auf 27% steigen. Besonders stark ist der Anstieg bei Aktien: 15% wollen Geld damit anlegen, vor genau einem Jahr waren es noch 11%.

Mehr Österreicher planen größere Anschaffungen

Aktuell wollen 37% (+5) der ÖsterreicherInnen eine größere Anschaffung wie z.B. eine Renovierung oder einen Wohnungskauf investieren. Acht von zehn finanzieren das über eigene Ersparnisse, 14% wollen dafür einen Kredit oder ein Darlehen aufnehmen. Die durchschnittliche Kreditsumme ist dabei marginal geringer als im Vorjahr und beträgt 69.900 Euro (-6%). Immerhin wollen 29% aller Kreditwilligen eine Summe über 100.000 Euro aufnehmen.

Zum Studiendesign: Integral hat 1.000 ÖsterreicherInnen (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren) mittels telefonischen Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt. Die Befragung fand im 1. Quartal im Zeitraum von 1. bis 27. März 2018 statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.

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