„Sanierungsscheck“ soll thermische Gebäudedämmung wieder anschieben

04.Mai 2018

Der vor knapp zwei Jahren in seiner früheren Form eingestellte Sanierungsscheck zur Förderung thermischer Gebäudesanierungen soll wiederbelebt werden. Angesichts der Klima- und Energieziele bis 2030 wird dem Energieverbrauch der Gebäude mehr Augenmerk geschenkt.

Das Ministerium für Nachhaltigkeit hat daher den Entwurf einer Novelle zum Umweltförderungsgesetz (UFG) in Begutachtung geschickt. Zur Höhe des Fördervolumens ist aber noch mit dem Finanzressort Einvernehmen herzustellen, in der früheren Form waren es zuletzt gut 43 Mio. Euro gewesen.

Neue Anträge werden möglich

Auf Basis der UFG-Novelle 2018 können die beiden Ministerien den Zusagerahmen für die Förderung thermischer Sanierungen für zwei weitere Jahre – 2019 und 2020 – geben, bisher reichte die rechtliche Erlaubnis nur bis 2018.

Schrumpfendes Budget

Ursprünglich hatte der „Sanierungsscheck“ ein jährliches Fördervolumen von 100 Mio. Euro umfasst, die aber in der Regel gar nicht zur Gänze ausgeschöpft wurden. Zuletzt – 2016 – waren es 43 Mio. Euro gewesen. Im Jahr 2017 war laut einer Ministeriumsmitteilung von vorigem Mai nur noch eine einstellige Millionen-Summe ausgezahlt worden.

Weniger Emissionen und mehr Jobs

Aktuell wird davon ausgegangen, dass jeweils 10 Mio. Euro Zusagevolumen pro Jahr zu einer CO2-Einsparung von circa 11.000 Tonnen bzw. zu einer Endenergie-Einsparung von rund 36 GWh jährlich und der Schaffung bzw. Sicherung von etwa 1.100 Arbeitsplätzen führen können, heißt es in den Erläuternden Bemerkungen zur Novelle.

Über 10.000 Sanierungen

Mit der „Sanierungsoffensive 2016“, bei der 43,5 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung gestanden sind, sollte laut den damals zuständigen Ministerium (für Umwelt sowie für Wirtschaft) ein Investitionsvolumen im Ausmaß von ca. 370 Millionen Euro bei Handwerkern, Gewerbetreibenden und der Industrie ausgelöst werden. 10.100 der 10.400 Anträge kamen aus dem privaten Wohnbau, etwas mehr als 300 aus dem betrieblichen Sektor. (APA)