Tourismus: Regierung stellt weitere Steuererleichterungen in Aussicht

01.März 2018

Die Regierung hat beschlossen, die erst mit Mai 2016 angehobene Umsatzsteuer auf Hotel-Übernachtungen wieder zurückzunehmen. FP-Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs sagte der Tourismusbranche weitere Steuererleichterungen zu.

Finanzstaatssekretär Fuchs stellte im Vorfeld der Regierungssitzung weitere Steuererleichterungen für die Tourismus-Branche in Aussicht. So kritisierte er die Grunderwerbssteuer als „versteckte Vermögenssteuer“ und kündigte einen höheren Freibetrag für Betriebsübergaben an. Ansonsten müssten Hoteliers in guter Lage Grunderwerbssteuer bezahlen.

Kürzere Abschreibungszeiten

Außerdem plädierte Fuchs für Erleichterungen bei der Abschreibung von Investitionen in Hotels und Zimmer, denn die derzeitige Abschreibungsfrist von 40 Jahren sei zu lange: „Keiner von uns will in einem Hotel wohnen, das derart abgewohnt ist.“ Das alles werde man im Rahmen der nächsten großen Steuerreform angehen – inklusive der Abschaffung von „Bagatellsteuern“ wie der Schaumweinsteuer.

Korrektur einer „falschen Maßnahme“

Wie die für Tourismus zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) nach dem Ministerrat sagte, werde mit der Rückführung des Umsatzsteuersatzen von 13 auf zehn Prozent eine „falsche Maßnahme der Steuerreform 2016“ korrigiert. Die Mehrwertsteuer-Senkung von 13 auf zehn Prozent soll 120 Mio. Euro kosten und ab November gelten. Damit sorge man rechtzeitig für die Wintersaison für „Chancengleichheit“ im internationalen Wettbewerb, wie Köstinger meinte. Der Nationalrat soll das Gesetz voraussichtlich noch vor der Sommerpause beschließen. Eine Begutachtung ist nicht vorgesehen. (APA)