Auslandsgeschäfte: So holen Sie sich die Vorsteuer aus der EU zurück

19.Februar 2018

Österreichische Unternehmer, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, können sich Vorsteuern erstatten lassen, die in einem anderen EU-Land angefallen sind.  Die Anträge werden elektronisch über FinanzOnline abgewickelt.

Damit ein Antrag gestellt werden kann, muss ein gewisser jährlicher Mindestbetrag erreicht worden sein. Bezieht sich der Erstattungsantrag auf einen Erstattungszeitraum von weniger als einem Kalenderjahr, aber auf mindestens drei Monate, muss der Erstattungsbetrag zumindest 400 Euro betragen. Bezieht sich der Erstattungsantrag auf einen Erstattungszeitraum von einem Kalenderjahr oder den Rest eines Kalenderjahres, darf der Mindesterstattungsbetrag nicht niedriger als 50 Euro sein. Nach elektronischer Übermittlung der Datensätze erhält der Antragsteller eine erste elektronische Bestätigung und eine  weitere, nachdem der Antrag im Erstattungsmitgliedsstaat eingelangt ist. Der Erstattungsmitgliedsstaat übermittelt dann den Bescheid elektronisch an den Antragsteller und das Finanzamt des Ansässigkeitsstaates.

Bis zu acht Monate

Die einheitlichen Fristen zur Erledigung des Antrages und zur Vornahme der Erstattung betragen vier Monate, bei Anforderung von zusätzlichen Informationen bis zu acht Monate. Sollte der Erstattungsstaat die Fristen nicht eingehalten haben, so stehen dem Antragsteller Zinsen zu, wenn er seinerseits die für ihn vorgesehenen Fristen eingehalten hat. Innerhalb der EU ist der Antrag bis 30.9. des Folgejahres zu stellen.

 

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