Oberösterreich: Förderung für neue Webseiten von Bauernhöfen

15.Februar 2018

Jeder bäuerliche Betrieb – nicht nur die Direktvermarkter – kann einen eigenen Schritt in Richtung Öffentlichkeitsarbeit gehen. Mit einer Landes-Initiative unterstützt das oberösterreichische Agrarressort den Internet-Auftritt für bäuerliche Betriebe. Ein Jahr lang werden Agrarunternehmen ob der Enns in ihrem Online- Auftritt begleitet und gefördert.

Zwei von drei Österreicherinnen und Österreichern ab 15 Jahren besitzen ein Smartphone, 42 Prozent suchen damit Waren im Internet und 21 Prozent kaufen via Smartphone ein. Tendenz steigend (Quelle: Statista-Daten Juni 2017). Doch nur 2700 Höfe sind österreichweit mit ihren Informationen und Produkten online. Mit einer Förderaktion sollen so viele oberösterreichische Betriebe wie möglich im Internet sichtbar werden.

Website-Förderung bis 31. 10. 2018

Aus dem Agrarbudget des Landes wird eine Förderung für individuelles Agrarmarketing zur Verfügung gestellt: 1000 Euro oder maximal 50 Prozent der Nettokosten bekommen bäuerliche Betriebe für eine neue Website. Die Website-Förderung gilt für bäuerliche Betriebe, firmenmäßige Rechnungen werden bis 31.10.2018 für die Förderung anerkannt.

Was wird gefördert?

  • Gestaltung einer neuen Website für bäuerliche Betriebe

Wer wird gefördert?

  • Bäuerliche Betriebe mit Standort in OÖ

Förderintensität

  • 50 % der Nettokosten (max. 1000 Euro) einmalig pro Betrieb
  • Beträge unter 300 Euro werden nicht ausbezahlt.

Wie bekomme ich die Förderung?

  • Vorlage des ausgefüllten Antrags und einer firmenmäßigen Rechnung samt Zahlungsbeleg (in Kopie)
  • Förderbetrag wird auf Konto überwiesen.

Abwicklung

  • Die Förderaktion gilt bis 31. Oktober 2018 (Rechnungsdatum).
  • Das Antragsformular und die Richtlinie sind auf der Homepage des Landes OÖ / Abteilung Land- und Forstwirtschaft abrufbar.

Nutzen von Facebook & Co

Durch die sozialen Medien können Landwirtinnen und Landwirte erstmals neben dem persönlichen Gespräch viele Konsumentinnen und Konsumenten direkt ansprechen. Die Menschen kaufen am Bauernhof nicht nur wegen der Qualität, der Frische und dem überragenden Geschmack ein, sondern auch weil sie Interesse an den Menschen haben und den sozialen Kontakt suchen. „Das heißt sie suchen das Echte, das Authentische“, heißt es in einer Aussendung des Landes Oberösterreich.

Ich-Botschaften ernten „Likes“

Das Institut für Marketing & Innovation der Universität für Bodenkultur Wien hat verschiedene Studien zur Verwendung sozialer Medien in der Landwirtschaft und zu Motiven für den Einkauf beim Direktvermarkter durchgeführt. Sie analysierten die Inhalte, die von den Landwirtinnen und Landwirten auf ihren Facebookseiten gepostet wurden und ermittelten welche besonders viel Feedback bei den Konsumentinnen und Konsumenten erhalten haben. Postings mit Ich-Botschaft erhalten demzufolge am meisten Feedback, wenn sie dem Betrieb ein Gesicht geben oder den Betrieb durch Informationen über die Produktion, den Hof oder die Landschaft transparenter machen. Postings mit Du-Botschaft erhalten am meisten Feedback, wenn diese entweder direkt eine positive Emotion vermitteln oder aber zur Wissenserweiterung der Konsumentinnen und Konsumenten beitragen.

 

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