KMU: Spürbare Erleichterungen bei Entgeltfortzahlung und Krankengeld

17.Oktober 2017

Ab 1. Juli 2018 gibt es für alle Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine spürbare Entlastung: Der Zuschuss für Betriebe bei der Entgeltfortzahlung wird von 50 Prozent auf 75 Prozent erhöht. Auch werden Ansprüche auf Krankengeld für Unternehmer früher erworben und die Auflösungsabgabe abgeschafft. Dies wurde in der letzten Sitzung des Nationalrates der laufenden Legislaturperiode beschlossen, berichtet die Wirtschaftskammer Österreich.

Erleichterung bei Entgeltfortzahlung

Fallen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter wegen einer Erkrankung aus, so bedeutet das vor allem für kleine Betriebe hohe Aufwendungen. Gerade KMU können sich die gleichzeitige Beschäftigung einer Ersatzarbeitskraft nicht leisten. Mit der Ausweitung des Zuschusses – wie bisher ab dem elften Tag des Erkrankungsfalls – werden gerade die kleinen Betriebe unterstützt. Von dieser zusätzlichen finanziellen Unterstützung profitieren aber auch Arbeitnehmer, da ihr Arbeitsplatz abgesichert wird.

Leistungsausweitung für Krankengeld

Vernesserungen gibt es auch beim Krankengeld für KMU und EPU:  Ab 1.7.2018 wird das Krankengeld für Selbständige mit weniger als 25 Beschäftigten rückwirkend schon ab dem vierten Tag der Krankheit ausbezahlt, wenn der Krankenstand mindestens 43 Tage anhält. Von diesen beschlossenen Maßnahmen profitieren vor allem EPU und KMU.

Auflösungsabgabe abgeschafft

Ebenfalls eine erfreuliche Nachricht für die Betriebe: Die – ausschließlich von Arbeitgebern zu zahlende – ungeliebte Auflösungsabgabe bei Beendigung von Dienstverhältnissen wird abgeschafft, wie ebenfalls in der letzten NR-Sitzung beschlossen wurde.

 

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