Cyberkriminalität in Österreich: So schützen Sie sich vor Netzbetrügern

31.August 2017

Die  Kanzlei LBG Österreich erinnert in ihrem Newsletter, dass die diesjährigen Einreichungen im Rahmen des aws Kreativwirtschaftsschecks bis 7. September erfolgen müssen. Durch das Programm erhalten KMU einen Zuschuss, wenn sie Leistungen der Kreativwirtschaft für die Entwicklung, die Umsetzung oder die Vermarktung ihrer innovativen Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren in Anspruch nehmen. Warum Einreichungen immer noch lohnen? Das Prinzip „first come, first serve“ gilt nicht mehr. Es wird gelost.

Auswahl nach Zufallsprinzip

Aus den Erfahrungen der vergangenen Durchgänge ist zu erwarten, dass mehr Anträge eingebracht werden als Budgetmittel zur Verfügung stehen. Daher wird für alle bis 7. September 2017 vollständig eingebrachten Anträge ein notariell durchgeführtes Ziehungsverfahren zur Anwendung kommen, dass die Auftragsreihung nach dem Zufallsprinzip durchführt.

Innovationen von KMU

Gefördert wird die Inanspruchnahme von kreativwirtschaftlichen Leistungen im Rahmen eines Innovationsvorhabens bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit einem Zuschuss von bis zu 100% der förderbaren Kosten, max. 5.000 Euro. Die kreativwirtschaftlichen Leistungen können dabei aus den Kernbereichen Design, Architektur, Multimedia/Spiele, Mode, Musikwirtschaft/Musikverwertung, Audiovision und Film/Filmverwertung, Medien- und Verlagswesen, Grafik, Werbewirtschaft oder Kunstmarkt in Anspruch genommen werden. Für den Kreativwirtschaftsscheck 2017 steht ein Förderungsbudget von EUR 1,5 Millionen zur Verfügung.

Die Zulosung

Um das bisher übliche, von den Autoren der LBG Austria nach den letzten Erfahrungen als „Windhundrennen“ („first come, first serve“) bezeichnete Verfahren zu entschärfen, wurde eine Art der Reihung der Anträge entwickelt, die nun das vierte Mal zur Anwendung gelangt: Innerhalb des definierten Einreichzeitraums (Samstag, 1.  Juli 2017, 8.00 Uhr – Donnerstag, 7.  September 2017, 17.00 Uhr) können über den aws Fördermanager Anträge eingereicht werden.

Jeder nur einen Stein

Es ist max. ein Antrag pro Einreicherin bzw. Einreicher erlaubt – sollte eine Antragstellerin bzw. ein Antragsteller mehrere Anträge in derselben Ausschreibungsrunde einreichen, so wird keiner der Anträge im Ziehungsverfahren berücksichtigt, d. h. bereits im Vorfeld ausgeschlossen. Werden innerhalb dieses Zeitraums mehr vollständige Anträge eingebracht als Budgetmittel zur Verfügung stehen, kommt ein zweistufiges Auswahlverfahren zur Anwendung:

  1. Mittels eines notariell durchgeführten Ziehungsverfahrens erfolgt per Zufallsprinzip eine Reihung der Anträge.
  2. Die Anträge werden basierend auf der zufälligen Reihenfolge der notariellen Ziehung auf Richtlinienkonformität geprüft und entsprechende Förderungszu- oder -absagen erteilt.
  3. Dabei wird die Reihenfolge der Bearbeitung der eingegangenen Anträge  durch die notariell durchgeführte Zufallsziehung bestimmt, was eine höhere Verteilungsgerechtigkeit bewirkt. Einreichungen sind wie üblich ausschließlich über den aws Fördermanager möglich.

Der Handelsplatz des Cyberspace kennt keine Grenzen. Der Fiskus und die Steuergesetzgebung schon – zumindest geografisch. Das Problem der Rechnungslegung – Voraussetzung für ordnungsgemäße Geschäfte und Verbuchung – ist im Online-Handel unübersichtlich.

Keine USt bei Auslandslieferung an Unternehmer

Die Wiener Steuerberatungskanzlei Hübner & Hübner hat die wichtigsten Regeln zusammengetragen. Beim Warenverkauf an Unternehmer muss die Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer ausgestellt werden, wenn die Ware innerhalb Österreichs ausgeliefert wird. Wird der Liefergegenstand jedoch von Österreich ins Ausland (EU oder Drittland) verkauft, ist auf der Rechnung zwar keine Umsatzsteuer auszuweisen, jedoch ist sie mit einem Hinweis auf die Steuerfreiheit zu versehen, da entweder eine innergemeinschaftliche Lieferung (EU) oder eine Ausfuhrlieferung (Drittland) vorliegt. Hierbei ist insbesondere darauf zu achten, dass die erforderlichen Ausfuhr- und Buchnachweise vorliegen.

Privatkunden: Unterscheidung EU und Drittland

Beim elektronischen Warenverkauf an einen Privatkunden ist bei Lieferungen im Inland die Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer auszustellen. Erfolgt eine grenzüberschreitende Lieferung ins Ausland, ist zwischen EU und Drittland zu unterscheiden:

  • Bei einer Warenlieferung in die EU an einen Privatkunden oder eine so genannten Schwellenerwerber (z.B. Kleinunternehmer, der die Erwerbsschwelle nicht überschritten oder darauf verzichtet hat) ist die Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer auszustellen, sofern die Lieferschwelle im jeweiligen Mitgliedstaat (z.B. für Deutschland € 100.000) noch nicht überschritten wurde. Ausgenommen von dieser Regelung sind neue Fahrzeuge und verbrauchsteuerpflichtige Waren. Wird jedoch die Lieferschwelle überschritten, muss sich der Unternehmer im jeweiligen Mitgliedstaat registrieren lassen und eine Rechnung mit der Umsatzsteuer des jeweiligen Mitgliedstaates ausstellen. Werden die Waren vom EU-Bürger direkt beim österreichischen Verkäufer abgeholt, muss die Rechnung mit österreichischer Umsatzsteuer ausgestellt werden – unabhängig von einer Lieferschwelle.
  • Sofern Warenlieferungen in das Drittland an Privatkunden erfolgen, wird die Rechnung ohne Umsatzsteuer, aber mit einem Hinweis auf die Steuerfreiheit ausgestellt. Dies gilt auch für Touristenexporte, wenn der Rechnungsbetrag € 75 übersteigt. Zu beachten ist, dass die Ausfuhr- und Buchnachweise vorliegen müssen.