Streaming bleibt auf dem Vormarsch

Schwerpunkt Streaming

Die Anfang April vorgestellte Jahresbilanz des Internationalen Musikverbands International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) lässt keine Zweifel offen: Musik-Streamen wird immer beliebter. 8,9 Mrd. Dollar setzte die Musikindustrie 2018 mit Streaming um – ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erlöse stehen damit inzwischen für fast die Hälfte des weltweiten Branchenumsatzes. Zum Vergleich: 2013 betrug der Anteil mit 1,4 Mrd. Dollar gerade einmal zehn Prozent. 37 Prozent der Einnahmen entfielen laut IFPI dabei allein auf die Vermarktung der inzwischen rund 255 Mio. kostenpflichtigen Musikabonnements; in diesem Bereich ging es im Vergleich zum Vorjahr um 32,9 Prozent nach oben. Die Einnahmen aus dem Verkauf physischer Tonträger waren dagegen erneut rückläufig (-10,1 Prozent) – ein Trend, der sich auch beim Musikstreaming-Marktführer Spotify widerspiegelt: Die Firma aus Schweden hat Anfang 2019 erstmals die Marke von 100 Mio. zahlenden Abo-Kunden geknackt. Zusammen mit der Gratis-Version kommt Spotify damit inzwischen auf 217 Mio. monatlich aktive Nutzer – Tendenz weiter steigend.

Streaming liegt im Trend – überall

Aber nicht nur in der Musikindustrie, auch in vielen anderen Bereichen verschiebt sich das Gewicht mit jedem Jahr weiter zugunsten von Online-Angeboten. Vor allem das klassische Fernsehen bekommt die Konkurrenz aus dem Netz immer deutlicher zu spüren. Mehr und mehr Zuschauer wandern wegen des schnellen, einfachen und zudem zeit- und ortsunab-hängigen Zugangs zu Tausenden von Filmen, Serien und anderen medialen Inhalten zu Streamingangeboten und Videoplattformen ab. Allen voran Googles (Alphabet) Plattform Youtube hat sich als ernstzunehmender Gegner im Kampf um die Zusehergunst und die Werbegelder etabliert. Die im Februar 2005 in den USA ins Leben gerufene Plattform bringt es inzwischen auf über 1,9 Mrd. monatlich aktive User. Das ist fast die Hälfte der Internet-Nutzer weltweit.

Im Video-Streaming-Geschäft dagegen geben die Tech-Konzerne Amazon und Netflix den Ton an. Letzterer konnte allein im ersten Quartal 7,86 Mio. Neukunden zu sich locken. Insgesamt bringt es der US-Streaming-Dienst damit inzwischen auf rund 150 Mio. bezahlte Mitgliedschaften. Das Geheimnis des Erfolgs sind die aufwändigen und teuren Eigenproduktionen. Jahr für Jahr erweitert Netflix sein Angebot um beinahe unzählige neue Serien, Filme und Dokumentationen. Hinzu kommen Fremdproduktionen aller möglichen Genres und Formate, um die nötige Vielfalt zu gewährleisten.

Der Konkurrenzdruck steigt

Der Erfolg von Netflix & Co weckt natürlich Begehrlichkeiten. Nach Walt Disney und Facebook ist in diesem Jahr auch noch der Gigant Apple mit einem eigenen Streaming-Dienst in den Markt eingetreten – der Konkurrenzkampf in dem Wachstumsmarkt dürfte also zunehmen. Wer daher einen gepufferten Einstieg in die Branche sucht, könnte die neue Protect Multi Streaming Dienstleister Anleihe von Erste Group auf die Aktien von Amazon, Netflix und Spotify interessant finden. Das Papier hat eine feste Laufzeit von einem Jahr und bietet einen fixen Zins in Höhe von 10,50 Prozent p.a. Die Rückzahlung der Anleihe zum Nominalbetrag hängt von der Kursentwicklung der Aktien während der Laufzeit ab. Zu 100 Prozent getilgt wird, wenn keiner der Basiswerte während der Laufzeit 40 Prozent oder mehr nachgegeben hat. Falls jedoch die Barriere von einer der Aktien berührt bzw. unterschritten wird, so kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust kommen.

Produktprofil: ERSTE Protect Multi Streaming

Emittentin Erste Group Bank AG
ISINs AT0000A28DA0
Begebungstag 28.06.2019
Bewertungstag 22.06.2020
Fälligkeit 28.06.2020
Nennbetrag 1.000 Euro
Basiswerte Amazon.com
Netflix
Spotify
Ausübungspreis Schlusskurse Basiswerte am 27.06.2019
Barriere 60,00% des Ausübungspreises
Zinssatz p.a. 10,50 % fix
Ausgabekurs  100 %, laufende Marktanpassung

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