Multi Fix Kupon Express Anleihe Goldminen

Anlageprodukt im Fokus

Der Goldpreis kennt seit Monaten nur eine Richtung: aufwärts. Anfang August kletterte das gelbe Edelmetall sogar zum ersten Mal über 2.000 Dollar je Feinunze, korrigierte aber seitdem wieder etwas. Ein Grund für die rasante Verteuerung des auch als Krisenwährung bekannten Edelmetalls ist die Corona-Pandemie und deren ungewisser Fortgang. Hinzu kommen die global niedrigen Realzinsen. Denn hohe Realzinsen sind eher ein großer Nachteil des Edelmetalls gegenüber verzinsten Wertpapieren, da Gold keine Zinsen erwirtschaftet. Zudem wächst angesichts der milliarden-schweren Hilfsprogramme und der extrem lockeren Geldpolitik vieler Zentralbanken die Furcht vor einem Anstieg des Preisniveaus und somit einem Wertverfall des Geldes.

Wie stark die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall zuletzt zugenommen hat, zeigt auch ein Blick auf das Anlagevolumen des größten notierten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares. Per Ende August 2020 hortete der hauptsächlich von Großanlegern genutzte Fonds mehr als 1.250 Tonnen in seinen Tresoren – das sind rund 350 Tonnen mehr als noch zu Jahresbeginn.1 Ob die Klettertour weitergeht, kann niemand vorhersagen. US-Star­inves­tor Warren Buffett jedenfalls sieht den Zenit der Gold-Rallye offenbar noch nicht erreicht. Denn das „Orakel von Omaha“ kaufte Mitte August über seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway zwölf Mio. Anteilsscheine von Barrick Gold und hält damit nun knapp 1,2 Prozent am weltgrößten Goldförderer.2 Eine echte Neuheit. Denn der Börsen-Altmeister galt bislang vorsichtig ausgedrückt als kein großer Freund von Gold-Investments. In einem Aktionärsbrief nannte er das gelbe Edelmetall einmal eine „unproduktive Wertanlage“, die nur herumliege und zu nichts zu gebrauchen sei.3

1 Quelle: SPDR Gold Shares; Stand: 25. August 2020

2 Quelle: CNN; Stand: 17. August 2020

3 Quelle: Berkshire Hathaway; Stand: 25. Februar 2012

Neue Express Anleihe auf Goldminen-Aktien

Der stark gestiegene Goldpreis, hat in den letzten Monaten auch Goldminen-Aktien angetrieben, die deutliche Kursgewinne erzielen konnten. Wer anstatt eines Direktinvestments in Gold, eine Veranlagung in Goldminen-Werte erwägt, dabei aber etwas vorsichtiger agieren möchte, könnte einen Blick auf eine neue Fix Kupon Express-Anleihe von Erste Group auf die Anteilsscheine von Barrick Gold und Kinross Gold werfen. Das Papier zahlt unabhängig von der Kursentwicklung der beiden Gold-Aktien einen fixen Zinskupon in Höhe von 7,75 Prozent p.a. Darüber hinaus wird die Anleihe am Laufzeitende bereits dann zum Nominalbetrag getilgt, wenn beide Werte am finalen Bewertungstag nicht mehr als 50 Prozent im Minus liegen. Dank der Expressfunktion kann die Anleihe auch vorzeitig zurückgezahlt werden. Dazu müssen die Aktien an einem der jährlichen Bewertungstage auf oder über ihrem Ausübungspreis notieren. Kommt es jedoch zu keiner vorzeitigen Tilgung und weist einer der Aktienkurse am Laufzeitende ein Minus von über 50 Prozent aus, kann ein Verlust bis hin zum Totalverlust entstehen. Denn in diesem Fall richtet sich die Rückzahlung der Anleihe nach dem Basiswert mit der schlechtesten Wertentwicklung im Vergleich zum Startwert. 

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