Gaming Aktien

Virtuelle Realität auf dem Vormarsch

Gaming Aktien

Virtuelle Realität auf dem Vormarsch

Dass die Welt in Zeiten von Corona digitaler wurde, ist für viele Anleger:innen nichts Neues. Besonders interessant ist dabei die Gaming-Industrie, die als typischer Gewinner der Lockdown-Zeit gilt. Sie umfasst Video- und Computerspiele, die über Konsolen, Tablets, Smartphones oder am PC verfügbar sind. Dank wachsender Nutzerzahlen erreichte der Markt im Jahr 2021 mit knapp 200 Milliarden US-Dollar ein erstaunliches Volumen.1  In Relation zum globalen Videostreaming-Markt, der im gleichen Jahr mit knapp 60 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, wird die Größenordnung noch deutlicher.2 Demnach ist der Gaming-Markt mehr als 3-Mal so groß.

Wachstumsaussichten

Man könnte meinen, dass der Markt nach Corona eher abebbt. Doch aktuelle Schätzungen gehen vom Gegenteil aus. In den kommenden fünf Jahren ist mit einem durchschnittlichen Zuwachs von rund neun Prozent pro Jahr zu rechnen. Getrieben wird dies von Wachstum in Asien und im pazifischen Raum, neuen Entwicklungen wie Virtual-Reality-Headsets sowie mobil über Smartphones verfügbaren Spielen.3  Während Corona haben die Gaming-Plattformen viele Menschen angezogen, die nun scheinbar dank schnellem Internet und zunehmend realistischer virtueller Erlebnisse dauerhaft dabeibleiben könnten. Zugleich besteht aber auch das Risiko, dass sich die Wachstumserwartungen als zu ambitioniert erweisen.

Bekannte Einzelaktien

Eigentlich ist das von Spielen wie „Call of Duty“ bekannte US-Unternehmen Activision Blizzard einer der größten Player im Gaming-Markt. Doch nachdem Microsoft dessen Übernahme ankündigte, die noch nicht ganz sicher ist, wäre das der neue Gigant. Der Xbox-Konzern hatte bereits in den letzten Jahren viel zugekauft und sich damit selbst verjüngt.4  Ungleich kleiner als Microsoft, aber unter Gamern weltweit bekannt sind die Unternehmen Electronic Arts und Take-Two Interactive. Electronic Arts strebt mit dem Fokus auf Sportspiele wie die FIFA-Serie ein Geschäftsmodell an, das nicht von neuen Titeln abhängt, sondern fortlaufend von Live-Diensten getragene Umsätze erzeugt. Dabei diversifiziert der Konzern über Regionen, Plattformen und Genres hinweg, um sich stabil aufzustellen.5 Take-Two Interactive wurde unter Gamern über die Tochter Rockstar Games und deren Spielserie Grand Theft Auto bekannt. Heute ist man breit aufgestellt und verkauft Spiele für alle Geräte im Einzelhandel, auf Online-Plattformen und über Streaming-Dienste.6

Investment mit Teilschutz

Für Anleger:innen, die angesichts potenziell hoher Wachstums­erwartungen mit Teilschutz in die Gaming-Branche investieren möchten, könnte die neue Protect-Anleihe auf die drei genannten Unternehmen interessant sein. Die Anleihe hat eine Laufzeit von zwölf Monaten, einen fixen Zins von 9,00 Prozent sowie eine Rückzahlung zum Nennbetrag, die von der Kursentwicklung der Aktien abhängt. Zu 100 Prozent wird getilgt, wenn keiner der Basiswerte während der Laufzeit 40 Prozent oder mehr nachgibt. Berührt dagegen eine der Aktien während der Laufzeit die Barriere auf Schlusskursbasis und liegt auch nur ein Basiswert am Bewertungstag unter dem Ausübungspreis, erfolgt die Rückzahlung durch Lieferung der Aktie mit der schwächsten Wertentwicklung.  Dadurch kann es zu Kursverlusten kommen, denn Anlerg:innen sind dann eins zu eins dem Aktienrisiko ausgesetzt.

1 Quelle: Mordorintelligence, Stand: 26.04.2022
2 Quelle: Grandviewresearch, Stand: 26.04.2022
3 Quelle: Mordorintelligence, Stand: 26.04.2022
4 Quelle: Börse Frankfurt, Stand: 21.04.2022
5 Quelle: Investor Relations Electronic Arts, Stand: 27.04.2022
6 Quelle: Investor Relations Take Two Interactive, Stand: 27.04.2022

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