Investmentfonds:
Abruf von Fondsprospekten und Hinweise

Abruf von Investmentfondsprospekten

Ihr Kundenbetreuer in Ihrer Filiale der Erste Bank oder Sparkasse stellt Ihnen gerne die Wesentlichen Anlegerinformationen (das Kundeninformationsdokument, "KID") - bei inländischen Investmentfonds gem.§ 50 InvFG und bei ausländischen Investmentfonds gemäß § 140 InvFG - kostenlos auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung.

Detailinfos zu Bildung von Rechenwerten bei Investmentfonds

Bildung Rechenwert

Die folgende Vorgangsweise zur Bildung des Rechenwertes von Investmentfonds wird – mit Ausnahme von Exchange-Traded-Funds mit laufender Kursbildung – weltweit von vielen Fondsgesellschaften praktiziert und dient dem Anlegerschutz.
Bei einem Fonds wird einmal täglich zu einer bestimmten Uhrzeit (je nach Fonds unterschiedlich) der Rechenwert gebildet. Dabei werden alle Wertpapiere die sich im Inventar des Fonds befinden mit den aktuellen Kursen bewertet und durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile geteilt. Dieser Rechenwert wird meist am darauf folgenden Werktag veröffentlicht.

Abrechnung Kauf- und Verkaufsaufträge
Zum Schutz der Anleger wird der Rechenwert eines im Prospekt genau definierten, dem Kauf- bzw. Verkaufstag folgenden Werktages herangezogen, welcher auf Basis der Kurse am Kauf- bzw. Verkaufstag berechnet wurde. Details zu den Abrechnungsmodalitäten können Sie beim jeweiligen Wertpapier im netbanking nachlesen.

Annahmeschluss: Den internationalen Gepflogenheiten entsprechend werden Aufträge, die nach einem bestimmten Zeitpunkt erteilt werden (z. B. 15.45 Uhr bei der ERSTE SPARINVEST), mit dem Rechenwert des übernächsten Werktages abgerechnet. Da es jedoch, abhängig von der jeweiligen Fondsgesellschaft bzw. vom jeweiligen Fondssegment, zu abweichenden Abrechnungspraktiken kommen kann, empfehlen wir Ihnen vor Kauf eines Fonds sich in den entsprechenden Prospektbedingungen zu informieren.

Bei einem Dachfonds erfolgt die Rechenwertberechnung auf Basis der veröffentlichten Rechenwerte der "Zielfonds", die wiederum mit den Wertpapierkursen des Vortags berechnet wurden. Daher müssen hier in der Regel mehrere Werktage ab Ordererteilung  berücksichtigt werden, um den Kauf/Verkauf mit den dem Kauf-/Verkaufstag entsprechenden Wertpapierkursen abzurechnen und die im Fonds befindlichen Anleger vor Schaden zu schützen (z.B. T +2 bedeutet 2 Werktage nach Auftragserteilung bzw. 3 Werktage, wenn der Auftrag nach Annahmeschluss erteilt wurde).

Würde eine andere Vorgangsweise gewählt werden, könnten einzelne Investoren zum Schaden aller im Fonds investierten Anleger zu Kursen kaufen/verkaufen, die vom Vortag stammen, denn auf diesen Vortagskursen basiert der Rechenwert, der am Kauftag/Verkaufstag veröffentlicht wurde. Der Fondsmanager kann aber zufließendes Kapital (beim Kauf von Fondsanteilen) nur zu den heutigen Wertpapierkursen im Fonds anlegen, bzw. er kann (beim Verkauf von Fondsanteilen) die Wertpapiere im Fonds nur zu den heutigen Kursen verkaufen, um Bargeld für den Verkäufer zu generieren.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel unter der Annahme einer Abrechnung am übernächsten Tag:

Am Dienstag um 14.00 Uhr bildet der Fonds einen Rechenwert, der auf den Wertpapierkursen vom Dienstag beruht. Dieser Rechenwert wird am Mittwoch Morgen veröffentlicht und gilt bis zur Bildung des neuen Rechenwertes (wieder um 14.00 Uhr), der dann am Donnerstag veröffentlicht wird.

Auswirkung:
Ein am Mittwoch vor Annahmeschluss gekaufter Fonds wird mit Rechenwert vom Donnerstag (der mit den Wertpapierkursen des Mittwochs - also mit den Kursen des Kaufstags - berechnet wurde) abgerechnet. Würde der Fonds "taggleich" - also mit Rechenwert vom Mittwoch basierend auf den Dienstag-Kursen - abgerechnet werden, wäre das ein unerlaubter "after trading" Kauf zum Schaden aller anderen in diesem Fonds investierten Anleger.