1. Schritt: Vorselektion
Im Selektionsprozess „Best of Fonds" werden monatlich fast alle in Österreich registrierten internationalen Aktienfonds in Vergleichsgruppen nach Region/Anlagestil und Themen/Branchen gereiht und auf ihre steuerliche Vertretung in Österreich überprüft. Diese Aufstellung bildet die Basis für unsere Empfehlungen, welche jedes Quartal in der Broschüre „Best of Fonds – Internationale Fonds“ veröffentlicht werden. Die Listung eines Investmentfonds alleine stellt jedoch noch keine Empfehlung dar.

Bei der Zuordnung zu den regionalen Vergleichsgruppen wird auf den Investmentstil der Fondsmanager viel Wert gelegt und daher nach Growth/Value/Blend und Mid/Small Caps unterschieden. Es macht einen großen Unterschied, ob ein Fonds in Aktien mit großem Gewinnpotential investiert (Growth- oder Wachstums-Werte) oder ob in der gleichen Anlageregion vornehmlich günstig bewertete Titel ausgewählt werden (Value-Aktien). In verschiedenen Marktsituationen werden diese Fonds unterschiedlich reagieren.

Im Bereich der Themen und Branchen werden grundsätzlich global veranlagende Aktienfonds beobachtet. Für den systematischen Vergleich erfolgt hier ebenso eine Einteilung in ausgewählte Vergleichsgruppen. Die Zusammensetzung einer Listung in der Kategorie Themen/Branchen kann auch recht gemischt sein (z. B. „Alternativenergie-Spezialthemen“). Dies entsteht durch das breite Universum von Spezialthemen und Nischenbereichen, für welche es oft keine eigene Vergleichs-gruppe gibt. Aufgrund dieser unterschiedlichen Zusammensetzungen kann es auch vorkommen, dass sich ein in der Broschüre „Best of Fonds – Internationale Fonds empfohlener Fonds (insbesondere aus dem Bereich der Themen/Branchen) nicht unter den besten 10 im Ranking findet.   


2. Schritt: Technische Analyse
Insgesamt 15 Ertrags- und Risikofaktoren wurden in ausführlichen Tests zu einem aussagekräftigen Analysemodell zusammengeführt. Z. B. Performance, Jensen‘s Alpha, Sharpe-Ratio, Volatilität, maximaler Verlust über mehrere Perioden. Die Gewichtung erfolgt nach einem eigenen Schlüssel. Aus dem Ergebnis der technischen Analyse werden die Top Ten Listen erstellt.


3. Schritt: Qualitative Analyse
Neben vergangenheitsbezogenen Risiko-Ertragsziffern (wie z. B. Performance, Sharpe-Ratio etc.) fließt auch eine Analyse des Umfeldes der Fondsgesellschaften und der handelnden Personen in die Bewertung ein. Wir untersuchen dabei die Struktur und Konsistenz des Fondsmanagements, hausinternes Controlling, Informationspolitik und ähnliche Faktoren. Diese können für Zukunftsprognosen aussagekräftiger sein als rein statistische Auswertungen. Als Ergebnis von technischer Analyse und qualitativer Analyse erfolgen die Empfehlungen in der Broschüre „Best of Fonds – Internationale Fonds“.