Volkswagen

Allen Widrigkeiten zum Trotz

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Allen Widrigkeiten zum Trotz

Chipmangel, Ukraine-Krieg, Corona-Lockdowns in China, dazu die Inflation – das Geschäftsumfeld ist alles andere als einfach. Dennoch hat Europas größter Autobauer Volkswagen seinen Gewinn im ersten Quartal nahezu verdoppelt. Verantwortlich dafür waren in erster Linie Absicherungsgeschäfte, deren Wert angesichts anziehender Rohmaterial- und Energiepreise bilanziell anzog. Aber auch im eigentlichen Geschäft lief es dank höherer Verkaufspreise gut. Obwohl die VW-Gruppe aufgrund der Halbleiterkrise gut ein Fünftel weniger Fahrzeuge auslieferte und knapp 12 Prozent weniger Autos fertigte, erhöhte sich der Umsatz leicht um 0,6 Prozent auf 62,7 Milliarden Euro. Vor allem die Oberklasse-Töchter, die besonders profitabel sind und innerhalb des Konzerns derzeit daher vorrangig mit den knappen Computerchips und Kabelbäumen versorgt werden, verbuchten zum Jahresbeginn starke Zahlen. So stieg das operative Ergebnis der Markengruppe Audi, Bentley und Lamborghini von 1,5 auf 3,5 Milliarden Euro, während das Massengeschäft mit der Kernmarke Volkswagen wegen der schwierigeren Geschäftslage deutliche Rückgänge verbuchte. Und auch Porsche verdiente im abgelaufenen Quartal mehr als im Vorjahreszeitraum.

Ungeachtet der steigenden Kosten sowie anhaltender Lieferengpässe sieht sich der Konzern auch auf einem guten Weg, den Umsatz 2022 wie geplant um acht bis 13 Prozent zu steigern und dabei eine operative Rendite von sieben bis 8,5 Prozent zu erwirtschaften. Außerdem ließ Volkswagen wissen, dass man auch in einer durch den Krieg „zunehmend polarisierten Welt“ weiter fest entschlossen ist, die weltweite Präsenz auszubauen und die Transformation zu einem nachhaltigen und vollständig digitalen Mobilitätsanbieter voranzutreiben.1

Ehrgeizige Ziele

Bis spätestens 2050 will Volkswagen bilanziell klimaneutral sein. Als Zwischenziel sollen die CO2-Emissionen pro Fahrzeug in Europa bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 2018 sinken. Einen zentralen Beitrag dazu soll die klare Ausrichtung auf die Elektromobilität leisten. Bis 2030 will Volkswagen über alle Marken hinweg 70 reine E-Modelle auf den Markt bringen – dazu kommen etwa 60 Hybridfahrzeuge. Die Planungen sehen vor, in den kommenden zehn Jahren rund 26 Millionen Fahrzeuge auf den Elektro-Plattformen des Unternehmens zu bauen. Zusätzlich will Volkswagen in dem Zeitraum sieben Millionen Hybridfahrzeuge absetzen.2

Gleichzeitig räumte das Management jedoch ein, dass sich die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg und den Einschränkungen bei der Pandemiebekämpfung in China auf das Geschäft noch nicht abschließend beurteilen lassen.

Mit Teilschutz investieren

Wer daher etwas defensiver an die Aktie herantreten möchte, könnte einen Blick auf eine neue Fix Kupon Express Anlei­he von Erste Group werfen. Das Papier zahlt unabhängig von der Kursentwicklung einen fixen Zinskupon in Höhe von 5,75 Prozent p.a. Dank der Expressfunktion kann die Anleihe zudem vorzeitig getilgt werden. Kommt es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung und weist der Aktienkurs am Laufzeitende ein Minus von mehr als 50 Prozent auf, erfolgt die Tilgung durch Lieferung der Aktie. Dadurch kann es zu Kursverlusten kommen, da Anleger:innen dann eins zu eins dem Aktienrisiko ausgesetzt sind.

1 Quelle: Tagesschau; Stand: 4. Mai 2022
2 Quelle: Volkswagen AG; Stand: 2. März 2021

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