MEDIENINFORMATION
02. März 2021
Finanzrealität der Frauen: Nach wie vor starke Abhängigkeiten
· 36 Prozent der Frauen sind in Salzburg auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen
· Für fast neun von zehn Frauen Salzburgs (87%) ist finanzielle Unabhängigkeit ein sehr großes Anliegen
· 27 Prozent der Frauen würden eher in Wertpapiere investieren, wenn sie mehr Wissen dazu hätten
Traurige Finanzrealität: Mit den Finanzen der Frauen steht es in Österreich nicht zum Besten. Im Vergleich zu Männern verdienen Frauen um 20,4 Prozent weniger, ihre Teilzeitquote beträgt 47,7 Prozent und die durchschnittliche Alterspension der Österreicherinnen liegt nur bei 1.064 Euro im Monat – das liegt deutlich unterhalb der Armutsgrenze von derzeit 1.259 Euro pro Monat.
„Die vielen Faktoren, die Frauen schlechter stellen als Männer, führen leider dazu, dass man sich hierzulande um die finanzielle Gesundheit der Frauen wirklich sorgen muss. Es ist nicht einzusehen, dass vornehmlich Frauen die Kindererziehung in Österreich übernehmen, aber die Versicherungsverläufe dadurch Lücken aufweisen und sich das in niedrigeren Pensionen und in einem höheren Armutsrisiko niederschlagen.“, meint Markus Sattel, Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse, dazu.
87 Prozent der Frauen wollen finanzielle Unabhängigkeit
Laut einer aktuellen Studie von IMAS im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen mit 1.350 Österreicherinnen und Österreichern (150 Befragte pro Bundesland im Jänner 2021) ist im Bundesland Salzburg 87 Prozent der Frauen eine finanzielle Unabhängigkeit von ihrem Partner, Eltern sowie Kindern „sehr wichtig“. Bei den Männern sehen dies nur 67 Prozent so. Sattel ergänzt: „Gleichzeitig sind Frauen deutlich häufiger auf eine finanzielle Unterstützung durch ihre Familie angewiesen. Während bei den Salzburger Frauen 36 Prozent auf eine finanzielle Unterstützung durch ihre Familie angewiesen sind, sind es bei den Männern nur 14 Prozent.“
Wird die Pension einmal ausreichen?
54 Prozent der Salzburger Frauen glauben, dass ihre Pension einmal ausreichen wird, um sich im Alter den angestrebten Lebensstandard leisten zu können. Bei den Männern sind dies 71 Prozent, die fest davon überzeugt sind, dass ihre Pension „ja, sicher“ oder „ja, wahrscheinlich“ ausreichen wird. Frauen denken daher auch häufiger über eine Absicherung durch eine Pensionsvorsorge nach – 33 Prozent der Salzburgerinnen versus 27 Prozent der Salzburger.
Sparen hat für Frauen eine höhere Wichtigkeit
Sparen ist für Frauen in Salzburg deutlich wichtiger als für Männer. So geben 57 Prozent der Frauen an, dass es ihnen „sehr wichtig“ ist, aber nur 48 Prozent der Männer sind dieser Meinung. Personenbezogen sparen beide Geschlechter in erster Linie für sich selbst (90%) oder für die Kinder (60%). Jeder zweite Mann (53%) legt auch noch Geld für seine Partnerin zur Seite, während Frauen dies durch die häufigere finanzielle Angewiesenheit nicht in dem Ausmaß tun können und nur jede Dritte Geld für den Partner spart (34%). Corona-bedingt ist auch die Sparquote in den letzten zwölf Monaten deutlich angestiegen.
Frauen setzen auf Sicherheit
Markus Sattel: „Sparen ist im Kerncharakter aller Menschen verankert, aber bei der Produktauswahl zeigt sich ein Geschlechterunterschied. Frauen bevorzugen mehr Sicherheit bei der Geldanlage, während Männer risikoreicher unterwegs sind. Das zeigt sich am deutlichsten bei den Wertpapieren, wo laut Studienergebnissen zwar immerhin bereits 36 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer in Wertpapieren veranlagen. Erfreulich ist, dass 27 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer mehr in Wertpapiere investieren würden, wenn sie mehr Wissen dazu hätten. Hier gibt es mittlerweile ein großes Umdenken und die Österreicherinnen und Österreicher erkennen, dass in einer Niedrigzinsphase wie wir sie seit Jahren erleben, mit dem Sparbuch wertvolles Geld verpufft wird.”
Beide Geschlechter sehen Finanzbildung als ein Muss
Für 82 Prozent der Frauen und 79 Prozent der Männer steht jedenfalls fest, dass ein besseres Finanzwissen heute ein absolutes Muss ist. 92 Prozent wollen Finanzbildung in Pflicht- und weiterführenden Schulen, 83 Prozent auf den Universitäten. 61 Prozent wünschen, dass Banken und Sparkassen dieses Wissen vermitteln. Sattel: „Diese Bildungsverantwortung nehmen Erste Bank und Sparkassen mit unterschiedlichen Angeboten wahr, denn finanzielles Unwissen behindert das soziale, ökonomische und kulturelle Leben”, so Sattel abschließend.
Disclaimer: Bitte beachten Sie: Das Veranlagen in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.

Markus Sattel, Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse
Die Salzburger Sparkasse Bank AG betreut mit rund 630 Mitarbeitern an 54 Filial- und 14 SB-Standorten sowie neun regionalen Beratungszentren für Firmenkunden, Freie Berufe oder Wohnbau & Kommunen über 230.000 Kunden. Sie ist Teil der Erste Bank-Gruppe, einem der führenden Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa.