Studie zum Weltfrauentag am 8. März:

Die Finanzrealität der Frauen und ihr Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit.

·       Jede vierte Frau auf finanzielle Unterstützung angewiesen

·       Inflation schränkt Frauen stärker ein

·       „She invests“ fördert finanzielle Unabhängigkeit 

 

Die Finanz-Realität der Frau – sie bleibt auch weiterhin trist. So verdienten im abgelaufenen Jahr Frauen in Vollzeit im Schnitt um 16,9 Prozent[1] weniger als ihr männlicher Gegenpart. Anders betrachtet heißt das, dass jede Frau 62 Tage pro Jahr[2] unbezahlt arbeitet – oder jedes ganze 6. Jahr[3]. Auch in Zeiten von Homeoffice gehen Frauen weiterhin öfters in Teilzeit (Frauen: 49,6% vs. Männer: 11,6%). Das bedeutet nicht nur kurzfristig ein geringeres Einkommen, sondern auch langfristig eine geringere Pension. So sind 26 Prozent aller Frauen dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt. Dass sich Frauen dieser Tatsache jedoch bewusst sind und etwas dagegen tun wollen, zeigt die aktuelle IMAS-Studie von Erste Bank und Sparkassen anlässlich des Weltfrauentags am 8. März.

Nur 18 Prozent der Frauen, aber 38 Prozent der Männer in Niederösterreich (österreichweit 23% der Frauen|31% der Männer) glauben, dass ihre Pension ausreichen wird, um sich ihren im Alter angestrebten Lebensstandard leisten zu können. 24 Prozent der Frauen wie auch der Männer in NÖ machen sich Gedanken über die Alters- und Pensionsvorsorge (österreichweit sind es 25% der Frauen und nur 18% der Männer). Durch die aktuell hohe Inflation bereits eingeschränkt fühlen sich 30 Prozent der Frauen und Männer in NÖ (Frauen 29%|Männer 32%). Dieser Wert liegt damit leicht über dem Ergebnis für Gesamtösterreich (25%).
 

Finanzielle Unabhängikeit stärker im Blick

Dass den Frauen in Österreich diese Lage bewusst ist und sie etwas dagegen tun wollen, zeigt ein Trend in den Studienergebnissen der letzten Jahre, denn der Stellenwert der finanziellen Unabhängigkeit ist für Frauen in den letzten Jahren signifikant gestiegen. So geben 79 Prozent der Frauen in NÖ (84% österreichweit) an, dass es ihnen „sehr wichtig“ sei, von anderen Personen finanziell unabhängig zu sein. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch österreichweit bei 63 Prozent. Dass der Status der finanziellen Unabhängigkeit für viele Frauen jedoch noch weit entfernt ist, zeigt eine andere Zahl der IMAS-Studie: 37 Prozent der Frauen in NÖ (österreichweit jede vierte Frau) geben an, finanziell von der Familie abhängig zu sein, während es bei den Männern in NÖ 15 Prozent (österreichweit nur 12%) sind.

Ursächlich dafür sind neben Gender Pay Gap, Teilzeitquote, Karenzzeiten und Co. auch Nachholbedarf beim Interesse und der Informiertheit in Sachen Finanzthemen. Während sich fast die Hälfte der Männer (44% in NÖ|46% österreichweit) dafür „sehr“ oder „eher“ interessieren, sind es bei den Frauen nur 37 Prozent in NÖ (35% österreichweit). Im Vergleich fühlen sich österreichweit Männer mit 49 Prozent häufiger gut über Finanzthemen informiert. Frauen sind hier in der Eigenbewertung etwas kritischer, 36 Prozent österreichweit fühlen sich zumindest „gut“ informiert. In NÖ ist der Wert annähernd gleich (41% bei den Männern|39% bei den Frauen).
 

Frauen vorsichtiger in der Veranlagung

Der Sicherheitsaspekt beim Sparen steht für Frauen (92% in NÖ – ident mit Österreichwert) deutlich mehr im Fokus als bei ihrem männlichen Gegenpart (76% in NÖ|81% österreichweit). Frauen setzen im Vergleich zu Männern auf das Sparbuch und Bausparer und haben seltener ein Wertpapierdepot oder einen Investmentplan.

She invests: Finanzbildung von Frauen, für Frauen

Die IMAS-Befragung gibt auch Aufschluss zu den favorisierten Information- und Beratungsquellen der Geschlechter: Männer stützen sich bei Finanzthemen im Vergleich zu Frauen eher auf Nachrichten in Zeitungen und Informationen aus Internet und Social Media Frauen hingegen bevorzugen den persönlichen Kontakt und beziehen ihre Informationen über Familie und Freunde. Die überwiegende Mehrheit beider Geschlechter hingegen schätzt die Expertise ihrer Bank. Doch auch hier suchen Frauen (77% in NÖ|78% österreichweit) deutlich stärker als Männer (70% in NÖ|66% österreichweit) den persönlichen Kontakt zu Finanzexpert:innen.

Mit der Finanzbildungs-Initiative „she invests“ trägt Erste Bank und Sparkassen dem stark gestiegenen Bewusstsein der finanziellen Unabhängigkeit sowie dem Wunsch nach persönlichem Kontakt vieler Frauen Rechnung. In Keynotes renommierter Expertinnen und interaktiven Workshops, die explizit auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind, wird das Finanzwissen nachhaltig gestärkt und Themen, wie die eigene finanzielle Sicherheit, Vorsorge und der langfristige Vermögensaufbau mit vielen praktischen Tipps vermittelt – unabhängig ob Kundin oder nicht. Die ersten beiden Online-Events verzeichneten rund 2.000 Teilnehmer:innen und ebenso viele Ansichten der Webinar-Aufzeichnungen. Das nächste „she invests“-Online-Event findet am 29. März statt.

Unterlagen zur Studie

PDF (1 MB) 8.3.2023

Mehr Informationen zu she invests unter: www.sparkasse.at/sheinvests

Zum Studiendesign: Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Meinungsforschungsinsitut IMAS für folgende Umfrage: In der, von 05. bis 22. Dezember 2022 und 02. bis 09. Jänner 2023, durchgeführten Telefon-Befragung wurden die geschlechtsspezifischen Unterschiede rund um Finanzthemen erhoben. Insgesamt wurden 1.350 Interviews in ganz Österreich durchgeführt. Pro Bundesland wurden 150 Personen befragt. Für die Gesamtbetrachtung wurden die Bundesländerergebnisse entsprechend ihrer Größe gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.
 

Helge Haslinger
Vorstandsdirektor Sparkasse Niederösterreich Mitte West und Obmann Stv. des Landesverbandes der Niederösterreichischen Sparkassen

Jessica Kralowetz
Leiterin Private Banking, Sparkasse Niederösterreich Mitte West

Lucia Hasler
Leiterin Personal, Sparkasse Niederösterreich Mitte West

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Florian Haiderer, MSc

Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG
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