Volkswagen

Volle Fahrt Richtung Elektromobilität

Der Volkswagen-Konzern hat das Geschäftsjahr 2020 vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie besser als erwartet abgeschlossen. Wichtige strategische Weichenstellungen beschleunigten gleichzeitig die Transformation zum Tech-Unternehmen. „Ausschlaggebend waren das gute Krisenmanagement des Unternehmens, die schnelle Erholung des größten Einzelmarkts China sowie insbesondere das stabilere Premium- und Financial Services-Geschäft“, teilte das Unternehmen in einer Presseaussendung mit.

Europas größter Autokonzern rechnet für 2021 mit einem bedeutenden Umsatzplus, nachdem es 2020 um zwölf Prozent auf 223 Mrd. Euro abwärtsgegangen war. Auch die Profitabilität soll zulegen: Schnellstmöglich soll das Ergebnis im laufenden Geschäft wieder auf sieben bis acht Prozent des Umsatzes steigen und zwar schon bis zum Jahr 2022. 2020 hatte es wegen der schwächeren Verkäufe einen Rückgang auf 4,8 Prozent gegeben. Für 2021 peilt das Management 5,0 bis 6,5 Prozent an.

Für Hochspannung sorgen die E-Auto-Pläne des Konzerns: Volkswagen baut in den kommenden Jahren ein Netz eigener Batteriezellfabriken auf. Neben der derzeit entstehenden Produktion in Salzgitter sollen fünf weitere Werke für eine Selbstversorgung mit der zentralen E-Technologie hinzukommen, wie das Unternehmen Mitte März 2021 auf dem eigens veranstalteten „Power Day“ ankündigte. Zudem will das Unternehmen gemeinsam mit Energiekonzernen ein europaweites Schnellladenetz für Elektroautos aufbauen. Dabei sollen bis 2025 rund 18.000 Ladepunkte installiert sein. Das entspricht rund einem Drittel des für diesen Zeitpunkt prognostizierten Gesamtbedarfs auf dem europäischen Kontinent.1

Neue Teilschutz-Anleihe

Die E-Auto-Pläne sorgten an der Börse für gute Stimmung. Seit Jahresanfang 2021 präsentiert sich die Aktie als eine der stärksten im deutschen Leitindex DAX. Für vorsichtigere Anleger könnte daher eine neue Memory Express Anleihe auf die Aktie von Volkswagen der Erste Group interessant sein. Mit dem Papier können sich Anleger vor Kursverlusten der Aktie von bis zu 35 Prozent schützen und dennoch die Chance auf einen jährlichen Zinskupon von 7,25 Prozent p.a. sichern – das alles verbunden mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung. Dafür muss die Aktie an einem der jährlichen Beobachtungstage auf oder über ihrem Ausübungspreis notieren. Liegt sie darunter, aber auf oder oberhalb der Kupon Barriere, dann wird nur der Zinskupon ausgezahlt, die Laufzeit verlängert sich jedoch zumindest um ein Jahr. Bei noch tieferen Aktienkursen entfällt die Kuponzahlung zunächst. Sie wird allerdings nachgereicht, wenn an einem der folgenden Stichtage die Bedingungen wieder erfüllt sind. Dieses Prozedere wiederholt sich bis zum finalen Bewertungstag. Dann entscheidet die Finale-Rückzahlungs-Barriere darüber, ob die Anleihe zur Nominale inklusive aller eventuell ausstehenden Zinszahlungen getilgt wird oder Volkswagen-Vorzugsaktien geliefert werden. In letzterem Fall kann ein Verlust bis hin zum Totalverlust entstehen.

1 Quelle: Volkswagen AG, März 2021

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