Aufforst-Initiative für einen auch in Zukunft widerstandsfähigen Quellschutz-Wald im Kaisertal. Im Bild (v.l.) Daniel Gruber (GF Technik, Stadtwerke Kufstein), Stadtförster Philipp Weninger, Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel und Vorstandsdirektor Klaus Felderer (Sparkasse Kufstein). Foto: Marco Pircher

Sparkasse Kufstein unterstützt die Aufforstinitiative für Kufsteins Wälder

KUFSTEIN. Der Forstbetrieb der Stadtgemeinde Kufstein begann 2021 eine große Aufforstungsinitiative, um den Wald rund um die Festungsstadt besonders klimafit für die Zukunft zu machen. Ein Teil dieser Strategie ist es Bäume zu pflanzen, von denen man erwartet, dass sie an das Klima in 100 Jahren angepasst sind. Die Aufforstung findet immer im Frühjahr und im Herbst statt. Durchdachtes Konzept Durch den Klimawandel sind die zahlreichen Funktionen des Waldes, u. a. die Nutz- und Schutzfunktion, gefährdet. Deshalb unternimmt der städtische Forstbetrieb große Anstrengungen, um die Kufsteiner Wälder klimafit zu machen. Stadtförster Philipp Weninger über die Vorgehensweise bei der Aufforstung: „Um die Anpassung an das Klima zu gewährleisten, geht man von jenen Waldgesellschaften aus, die von Natur aus heute heimisch wären und verschiebt diese Waldgesellschaften entsprechend wissenschaftlicher Modelle nach oben. In groben Zügen kann man davon ausgehen, dass im Inntal in 100 Jahren Bäume angepasst sein werden, die heute im Burgenland vorkommen und dass dort, wo heute die Baumgrenze ist, in 100 Jahren Bäume wachsen werden, die heute in 800 bis 1.000 Metern Seehöhe heimisch sind.“ Bäume wurden an 14 Standorten gesetzt Im Jahr 2023 setzte der städtische Forstbetrieb über 8.700 Bäume, die vom Landesforstgarten in Bad Häring bezogen wurden und den strengen Richtlinien des forstlichen Vermehrungsgutgesetzes entsprechen. Besonders Bergahorn, Lärchen und Tannen wurden in diesem Jahr gepflanzt, aber etwa auch Bergulmen, Edelkastanien, Purpurweide oder Stieleiche. Die Zusammensetzung der neu gepflanzten Bäume ist genau an die jeweiligen Standorte angepasst. Diese Bäume wurden an insgesamt 14 Standorten im städtischen Forstbetrieb von Fachkräften gesetzt. Ziel ist, den hohen Fichtenbestand in den Wäldern auf einen geringen Prozentsatz zu reduzieren „Ein großes Problem für Aufforstungen ist der Verbiss durch Wild, weshalb 7.700 Bäume aufwendig mit nachhaltigen Methoden wie naturverträglichem, auf Schafwollfett basiertem Spritzmittel, Schafwolle und wiederverwendbaren Verbissschutzklammern geschützt wurden“, erklärt der Stadtförster.

Sparkasse Kufstein: Bereits 2.000 Bäume für den Quellwald im Kaisertal gesponsert

Bürgermeister und Sponsoren vor Ort im Kaisertal:Jeweils 1.000 Stück wurden auch heuer wieder seitens der Sparkasse Kufstein und der Stadtwerke Kufstein für die Aufforstung im besonders wichtigen Quellwald im Kaisertal gesponsert, wodurch die Wasserversorgung Kufsteins langfristig abgesichert wird. Nach Beendigung der Herbstaufforstung machten sich Klaus Felderer (Vorstandsdirektor Sparkasse Kufstein), Daniel Gruber (Technischer Geschäftsführer Stadtwerke Kufstein) und Bürgermeister Martin Krumschnabel in Begleitung von Stadtförster Philipp Weninger im Kaisertal ein Bild von den umgesetzten Arbeiten und pflanzten selbst ein paar Bergahorne. Bürgermeister Martin Krumschnabel betont die Wichtigkeit dieser Aktion: „Mit der Aufforstungsinitiative leisten wir einen entscheidenden Beitrag für eine gesunde Zukunft unserer Wälder. Insbesondere der Schutz des Quellwalds ist von höchstem Interesse und ich bedanke mich bei allen Beteiligten und den Sponsoren für ihre Unterstützung.“ Nächstes Jahr im Frühjahr und Herbst wird die Aufforstung durch Philipp Weninger und sein Team fortgesetzt.

Jeweils im Herbst und Frühjahr werden die Bäume im steilen Gelände des Quellschutzgebietes im Kaisertal gepflanzt. Im Bild v.l. Stadtförster Philipp Weninger, GF Daniel Gruber (Stadtwerke), Vst-Dir. Klaus Felderer und Bgm. Mag. Martin Krumschnabel. Foto: Marco Pircher