Silicon Valley: Das Tal der unbegrenzten Möglichkeiten

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Silicon Valley: Dynamisch und erfinderisch

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Technologieaktien sind in aller Munde. Wer eine Vielzahl von Charts betrachtet, wird feststellen, dass Aktien aus diesem Segment zu den großen Gewinnern der letzten Jahre zählen. Ein Begriff rückt dabei besonders in den Fokus: Das Silicon Valley, in dem viele namhafte US-Technologieunternehmen ihren Sitz haben. Schon seit Jahrzehnten wird dort geforscht und entwickelt, was das Zeug hält. Nicht umsonst stammen viele Tech-Giganten von dort. Doch woher kommt eigentlich dieser seltsame Begriff? Und was steckt hinter der Erfolgsgeschichte dieses Ortes, der südlich von San Francisco im Bundesstaat Kalifornien liegt?

Das „Silikon-Tal“

Die Ursprünge liegen schon in den 1940er und 1950er Jahren. Damals begann Frederick Terman, der legendäre Dekan der Stanford Engineering School mit der Tradition, dass die Fakultäten der Universität eigene Unternehmen gründen. Eines davon ist Hewlett Packard, das heute noch besteht.1 Den Grundstein für den später fulminanten Aufstieg der ganzen Region legte dann der Chipproduzent Fairchild: Als die NASA im Jahr 1958 ihren Sitz auf dem Moffett Field bei San Jose eröffnete2, war es das einzige Unternehmen, das Elektronik für die Raumkapsel bauen konnte, um das damalige „Wettrennen ins All“ zu befeuern.3 Und da für die Chips von Fairchild und anderen Herstellern unter anderem Silikon verwendet wurde und sie in einem ansonsten landwirtschaftlich genutzten Tal (englisch: valley) angesiedelt waren, kam der Kunstbegriff des Silicon Valley aus diesen Wörtern zustande. Geprägt wurde dieser aber erst im Jahr 1971 vom Journalisten Don Hoefler, der einen Artikel über Computerchip-Unternehmen schrieb.4

Die acht Gründer von Fairchild inspirierten im Lauf der Jahre einige ihrer Mitarbeiter:innen, ebenfalls Firmen zu gründen. In vielen Fällen waren bei diesen Unternehmen auch wieder einzelne Gründer von Fairchild als Berater und Kapitalgeber zur Stelle. So entstand der Anfang eines immer weiter wachsenden Netzes innovativer Startups und eines ganzen Ökosystems, schon lange bevor die große Welle der Computerisierung über die breite Gesellschaft hereinbrach. Noch heute lassen sich beinahe 70 Prozent der börsennotierten Unternehmen des Silicon Valley auf die Fairchild-Gründer zurückführen.5

Beständiger Wandel

Die beste Erklärung für den Aufstieg und den Erfolg des Silicon Valley sind also die besonderen Menschen, die all das überhaupt erst möglich machten. Der Programmierer und Gründer des Startup-Finanzierers Y Combinator, Paul Graham, sagte es wie folgt: Wenn man die richtigen 10.000 Leute dazu bringen könnte, vom Silicon Valley nach Buffalo zu ziehen, würde Buffalo zum Silicon Valley werden.6 Den Ingenieuren ging es dabei weniger ums Geld, sondern vielmehr darum, Dinge wie die Raumfahrt möglich zu machen, die vorher unmöglich waren. Heute haben tausende Unternehmen ihren Sitz im Silicon Valley, darunter weltweit bekannte Marken wie Adobe, Apple, eBay, Google, Intel, Netflix und Tesla. Auch europäische Unternehmen haben dort Niederlassungen errichtet, darunter Infineon, Nokia, Philips, SAP und Siemens.7 Die Innovationskraft dieser vielen Unternehmen führte dazu, dass allein der Bundesstaat Kalifornien, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020, die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt darstellte und damit auf dem Niveau von Großbritannien lag. Nimmt man dagegen das BIP pro Kopf als Maßstab, was eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Ländern und Regionen erlaubt, rangierte Kalifornien mit rund 76.000 Dollar im zurückliegenden Jahr sogar auf Platz vier, wenn Stadtstaaten und Inseln in der Betrachtung außen vor bleiben.8

Beständiger Wandel

Die beste Erklärung für den Aufstieg und den Erfolg des Silicon Valley sind also die besonderen Menschen, die all das überhaupt erst möglich machten. Der Programmierer und Gründer des Startup-Finanzierers Y Combinator, Paul Graham, sagte es wie folgt: Wenn man die richtigen 10.000 Leute dazu bringen könnte, vom Silicon Valley nach Buffalo zu ziehen, würde Buffalo zum Silicon Valley werden.6 Den Ingenieuren ging es dabei weniger ums Geld, sondern vielmehr darum, Dinge wie die Raumfahrt möglich zu machen, die vorher unmöglich waren. Heute haben tausende Unternehmen ihren Sitz im Silicon Valley, darunter weltweit bekannte Marken wie Adobe, Apple, eBay, Google, Intel, Netflix und Tesla. Auch europäische Unternehmen haben dort Niederlassungen errichtet, darunter Infineon, Nokia, Philips, SAP und Siemens.7 Die Innovationskraft dieser vielen Unternehmen führte dazu, dass allein der Bundesstaat Kalifornien, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020, die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt darstellte und damit auf dem Niveau von Großbritannien lag. Nimmt man dagegen das BIP pro Kopf als Maßstab, was eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Ländern und Regionen erlaubt, rangierte Kalifornien mit rund 76.000 Dollar im zurückliegenden Jahr sogar auf Platz vier, wenn Stadtstaaten und Inseln in der Betrachtung außen vor bleiben.8


Doch nichts ist beständiger als der Wandel. Während einige Unternehmen scheiterten, wurden andere übernommen, und manche wuchsen sprichwörtlich beinahe in den Himmel. Dabei steckte noch vor einer Dekade so manches heute etablierte Unternehmen wie Uber noch in den Kinderschuhen. Andererseits beeinflusst der Wandel neben den Unternehmen auch die Rahmenbedingungen – und das selbst im Silicon Valley nicht nur zum Positiven. Tatsächlich hat sich die gesamte Bay Area von San Francisco im letzten Jahrzehnt dramatisch verändert: Die Gehälter im Technologiesektor schnellten in die Höhe, die Lebenshaltungskosten stiegen deutlich an und die Zahl der Obdachlosen nahm zu.9


Doch nichts ist beständiger als der Wandel. Während einige Unternehmen scheiterten, wurden andere übernommen, und manche wuchsen sprichwörtlich beinahe in den Himmel. Dabei steckte noch vor einer Dekade so manches heute etablierte Unternehmen wie Uber noch in den Kinderschuhen. Andererseits beeinflusst der Wandel neben den Unternehmen auch die Rahmenbedingungen – und das selbst im Silicon Valley nicht nur zum Positiven. Tatsächlich hat sich die gesamte Bay Area von San Francisco im letzten Jahrzehnt dramatisch verändert: Die Gehälter im Technologiesektor schnellten in die Höhe, die Lebenshaltungskosten stiegen deutlich an und die Zahl der Obdachlosen nahm zu.9

Begrenzte Wachstumsfantasie

Nach der rasanten Entwicklung der letzten Dekade scheint es unrealistisch, eine direkte Fortsetzung dessen zu erwarten. Mit anderen Worten: Das Aufwärtspotenzial könnte in Zukunft begrenzt sein. Zum einen hat das Silicon Valley mit hausgemachten strukturellen Problemen wie der zunehmenden Ungleichverteilung des Wohlstands zu kämpfen. Zum anderen bestehen politische Risiken insbesondere in Bezug auf China, sowohl als Standort für bisher günstige und zuverlässige Produktion als auch als Absatzmarkt. Zudem bieten moderne digitale Geschäftsmodelle eine weitgehende Unabhängigkeit vom Standort, was konkurrierenden „Valley-Kopien“ einen relativen Wettbewerbsvorteil verschafft. Und schließlich könnten auch dauerhaft höhere Inflationsraten oder ein Anstieg der Zinsen potenziellen Gegenwind bedeuten.

Insgesamt sind etablierte Unternehmen aus dem Silicon Valley zwar weiterhin interessant, aber vorsichtige Anleger könnten Produkte mit Risikopuffer bevorzugen. Eine Möglichkeit dafür bietet die neue Protect-Anleihe mit fixer Verzinsung von 8,5 Prozent, die auf den Aktien von drei bekannten Unternehmen mit Hauptsitz im Silicon Valley basiert.

Valley-Werte mit Teilschutz

Die drei Titel sind der Hard- und Softwareentwickler Apple, global etabliert durch das iPhone und derzeit nach Börsenwert das größte Unternehmen der Welt, der Streaming-Anbieter Netflix, der mithilfe seines Abomodells in der letzten Dekade ein rasantes Wachstum hinlegte und der Softwarehersteller Adobe, der für eine ganze Reihe von Standardprogrammen bekannt ist, die Millionen Menschen weltweit nutzen.

Die Protect-Anleihe hat eine Laufzeit von zwölf Monaten und eine Rückzahlung zum Nennbetrag, die von der Kursentwicklung der Aktien abhängt. Zu 100 Prozent wird getilgt, wenn keine der drei Aktien während der Laufzeit 40 Prozent oder mehr nachgibt. Sollte eine der Aktien die Barriere im Beobachtungszeitraum berühren oder unterschreiten und auch nur ein Basiswert am Bewertungstag unter dem Ausübungspreis liegen, erfolgt die Tilgung der Anleihe durch die Lieferung der Aktie mit der schlechtesten Wertentwicklung aus­gehend vom Ausübungspreis. Dadurch kann es zum teilweisen Verlust des eingesetzten Kapitals bis hin zum Totalverlust kommen.

1 Quelle: https://press.rebus.community; Stand: 27.12.2021

2 Quelle: https://earthobservatory.nasa.gov; Stand: 03.05.2008

3 Quelle: https://endeavornigeria.medium.com; Stand: 27.07.2020

4 Quelle: https://www.quora.com; Stand: 27.12.2021

5 Quelle: https://de.wikipedia.org; Stand: 28.12.2021

6 Quelle:  https://data.worldbank.org; Stand: 27.12.2021

7 Quelle: https://www.statista.com; Stand: 27.12.2021

8 Quelle: https://www.census.gov; Stand: 27.12.2021

9 Quelle: https://www.businessinsider.com; Stand: 29.10.2019

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