Börsenentwicklung um 9/11

Investment Kompass

Börsenentwicklung um 9/11

Investment Kompass

Dienstag, der 11. September 2001. Der Handel ist ruhig, nachdem die Kurse in den letzten drei Tagen deutlich gefallen sind. Viele rechnen damit, dass eine Erholung einsetzt. Doch es soll alles ganz anders kommen.

Um 14:46 Uhr österreichischer Zeit bzw. 08:46 Uhr Ortszeit in New York kracht ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers. Die Medien glauben zunächst an einen Unfall. Doch als um 09:03 Uhr ein zweites Flugzeug den Südturm der Twin Towers trifft, wird offensichtlich, dass es sich um einen beispiellosen Terrorakt handelt. Das Ganze wird weltweit live im Fernsehen übertragen. Beide Türme stürzen noch am Vormittag ein, nachdem anhaltende Brände die tragenden Strukturen schwächten. Ein drittes Flugzeug trifft das Pentagon, ein viertes stürzt im Bundesstaat Pennsylvania ab. Insgesamt fordern die Anschläge das Leben von fast 3000 Menschen aus 92 Ländern.1

Die Kurse stürzen ab

Mit dem zweiten Einschlag ins World Trade Center stürzten die Kurse an den Märkten ab. Während der ATX vorübergehend 2,5 Prozent einbüßte und nur mit einem moderaten Minus von knapp über einem Prozent den Handel beendete2, verlor der DAX zwischenzeitlich bis zu zehn Prozent, bevor der Handel vorzeitig beendet wurde. Lufthansa-Aktien brachen um 20 Prozent ein. Versicherungen und Rückversicherer gerieten heftig unter Druck.3 In den USA eröffneten die Börsen an diesem Tag gar nicht erst und blieben auch für den Rest der Woche geschlossen, da man mit massiven Kursverlusten und Panik rechnete. Es war die längste Handelsunterbrechung seit der Weltwirtschaftskrise 1933.4 Und erst im Laufe der Tage wurde vielen bewusst, was hier wirklich passiert ist: Die Terroranschläge, die heute auch als 9/11 bezeichnet werden, waren ein Angriff auf alles, wofür die westliche Welt steht – auf ihre Handelszentren, die Börse, die Kultur.

Erst am Montag, den 17. September 2001, wurde der US-Handel wieder aufgenommen. Kurz zuvor hatten die Notenbanken überraschend die Leitzinsen gesenkt. Fed-Chef Alan Greenspan kündigte an, unbegrenzt Geld zur Verfügung zu stellen, um die Märkte zu beruhigen. Trotzdem gaben die Kurse zunächst weiter nach. Es war die Angst vor einem großen Krieg, die an den Handelsplätzen weltweit für Unruhe sorgte. Und auch die US-Märkte selbst mussten bis Ende der Handelswoche prozentual zweistellige Kursverluste hinnehmen.

Erste Erholung

Doch am Montag, den 24. September, begann eine breite Erholungsbewegung. Die Angst vor einem offenen Krieg nahm jetzt kontinuierlich ab, und Anfang Oktober senkte die US-Notenbank auch die Leitzinsen nochmals um einen halben Prozentpunkt.5

Die ganz große Panik, die viele befürchtet hatten, blieb also aus. Schon im November war der Absturz an den US-Märkten und in Europa ausgebügelt und Ende des Jahres standen die Kurse sogar höher als zum Zeitpunkt der Anschläge.

Allerdings folgte ein verlustreicher, teurer und zäher Krieg gegen den Terror, der noch lange anhalten sollte. Und auch strukturell waren die Märkte nach ihrem vorherigen Hoch der Dotcom-Blase vom März 2000 noch nicht bereinigt. Deshalb ging es im Jahr 2002 und bis zum Frühjahr 2003 erneut bergab, bevor ein langersehnter Bullenmarkt startete.

Dienstag, der 11. September 2001. Der Handel ist ruhig, nachdem die Kurse in den letzten drei Tagen deutlich gefallen sind. Viele rechnen damit, dass eine Erholung einsetzt. Doch es soll alles ganz anders kommen.

Um 14:46 Uhr österreichischer Zeit bzw. 08:46 Uhr Ortszeit in New York kracht ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers. Die Medien glauben zunächst an einen Unfall. Doch als um 09:03 Uhr ein zweites Flugzeug den Südturm der Twin Towers trifft, wird offensichtlich, dass es sich um einen beispiellosen Terrorakt handelt. Das Ganze wird weltweit live im Fernsehen übertragen. Beide Türme stürzen noch am Vormittag ein, nachdem anhaltende Brände die tragenden Strukturen schwächten. Ein drittes Flugzeug trifft das Pentagon, ein viertes stürzt im Bundesstaat Pennsylvania ab. Insgesamt fordern die Anschläge das Leben von fast 3000 Menschen aus 92 Ländern.1

Die Kurse stürzen ab

Mit dem zweiten Einschlag ins World Trade Center stürzten die Kurse an den Märkten ab. Während der ATX vorübergehend 2,5 Prozent einbüßte und nur mit einem moderaten Minus von knapp über einem Prozent den Handel beendete2, verlor der DAX zwischenzeitlich bis zu zehn Prozent, bevor der Handel vorzeitig beendet wurde. Lufthansa-Aktien brachen um 20 Prozent ein. Versicherungen und Rückversicherer gerieten heftig unter Druck.3 In den USA eröffneten die Börsen an diesem Tag gar nicht erst und blieben auch für den Rest der Woche geschlossen, da man mit massiven Kursverlusten und Panik rechnete. Es war die längste Handelsunterbrechung seit der Weltwirtschaftskrise 1933.4 Und erst im Laufe der Tage wurde vielen bewusst, was hier wirklich passiert ist: Die Terroranschläge, die heute auch als 9/11 bezeichnet werden, waren ein Angriff auf alles, wofür die westliche Welt steht – auf ihre Handelszentren, die Börse, die Kultur.

Erst am Montag, den 17. September 2001, wurde der US-Handel wieder aufgenommen. Kurz zuvor hatten die Notenbanken überraschend die Leitzinsen gesenkt. Fed-Chef Alan Greenspan kündigte an, unbegrenzt Geld zur Verfügung zu stellen, um die Märkte zu beruhigen. Trotzdem gaben die Kurse zunächst weiter nach. Es war die Angst vor einem großen Krieg, die an den Handelsplätzen weltweit für Unruhe sorgte. Und auch die US-Märkte selbst mussten bis Ende der Handelswoche prozentual zweistellige Kursverluste hinnehmen.

Erste Erholung

Doch am Montag, den 24. September, begann eine breite Erholungsbewegung. Die Angst vor einem offenen Krieg nahm jetzt kontinuierlich ab, und Anfang Oktober senkte die US-Notenbank auch die Leitzinsen nochmals um einen halben Prozentpunkt.5

Die ganz große Panik, die viele befürchtet hatten, blieb also aus. Schon im November war der Absturz an den US-Märkten und in Europa ausgebügelt und Ende des Jahres standen die Kurse sogar höher als zum Zeitpunkt der Anschläge.

Allerdings folgte ein verlustreicher, teurer und zäher Krieg gegen den Terror, der noch lange anhalten sollte. Und auch strukturell waren die Märkte nach ihrem vorherigen Hoch der Dotcom-Blase vom März 2000 noch nicht bereinigt. Deshalb ging es im Jahr 2002 und bis zum Frühjahr 2003 erneut bergab, bevor ein langersehnter Bullenmarkt startete.

1 Quelle: Wikipedia, Terroranschläge am 11. September 2001, Zugriff am 22.12.2021, https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschl%C3%A4ge_am_11._September_2001

2 Quelle: Wiener Börse – Historische Daten,
https://www.wienerborse.at/indizes/aktuelle-indexwerte/historische-daten/?ISIN=AT0000999982&ID_NOTATION=92866&cHash=0eec6bc4fcfb5efc4f01c4596c576fa1

3 Quelle: Tagesschau, Wie die Anschläge die Wirtschaft trafen, Zugriff am 22.12.2021, https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/9-11-finanzmaerkte-101.html

4, 5  Quelle: Handelsblatt, DAX-Chronik: Achterbahnfahrt im Schatten des Terrors (4. Oktober 2001, archiviert vom Original am 25. Januar 2013), Zugriff am 22.12.2021, http://www.handelsblatt.com/archiv/rueckblick-dax-chronik-achterbahnfahrt-im-schatten-des-terrors/2104838.html

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