
Weltmeister gesucht, Umsatzrekorde erwartet
adidas und Puma mischen kräftig mit
InvestStory 11. Juni 2026, Kurt Prattes
Anpfiff zur sechsten Jahreszeit, die zwar nur alle vier Jahre ausgerufen wird, aber kaum weniger närrisch ist als die reguläre Faschingszeit. Vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 wird sich für verzückte Fußballenthusiasten die Welt ausschließlich um die runde Lederkugel drehen und mittendrin unsere Burschen, die erstmals seit 1998 wieder mit dabei sind. Nach deren Auftakt gegen Jordanien am 17. Juni, wartet in der zweiten Gruppenpartie am darauffolgenden Montag mit Argentinien gleich ein absoluter Kracher auf unser Nationalteam – bleibt zu hoffen, dass Andi Herzog mit seiner Prognose recht behält und man dem amtierenden Weltmeister durchaus „ein Haxerl“ stellen kann.1
Für Gesprächsstoff und Superlative ist aber auch so gesorgt: Erstmals nehmen 48 Mannschaften, die in zwölf Gruppen à vier Teams eingeteilt werden, an dieser Mammutveranstaltung teil, die mit den USA, Mexiko und Kanada gleich drei Gastgeberländer aufwarten kann.2 Zudem beginnt die Finalrunde aufgrund der erweiterten Teilnehmerzahl erstmals in ihrer Geschichte mit einem Sechzehntelfinale und auch was die Umsätze betrifft, rechnet der Weltfußballverband FIFA mit einem neuen Rekordwert von rund 11 Milliarden US-Dollar.3 Mit mehr als 150 Millionen Ticketanfragen in der Verkaufsphase verzeichneten die Organisatoren zudem die höchste Nachfrage in der Geschichte der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft.4 Nur verständlich, dass sich auch WM-Ausrüster gute Geschäfte erhoffen und sich ihren Teil des WM-Kuchens abschneiden wollen.

Hinweis: Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen
WM-Fieber lässt Kasse klingeln
Welch einen Nachfrageschub eine Weltmeisterschaft auslösen kann, erfuhr das Unternehmen adidas bei der WM 2022 in Katar. Bereits auf dem Weg ins Finale war das Trikot des argentinischen Superstars Lionel Messi in fast allen Größen und Ausführungen ausverkauft und konnte auch trotz Produktionssonderschichten beim deutschen Trikot-Ausrüster nicht nachgeliefert werden. Weltweit mussten Fans monatelang auf ihre bestellten Trikots warten – mit dem nötigen Kleingeld konnte man zumindest beim Auktionshaus Sotheby’s noch sechs Trikots, die allerdings auch wirklich von Messi während der WM getragen worden sind, ersteigern. Der Zuschlag erging zu schlappen 7,8 Millionen US-Dollar.5 Bei der WM 2026 hat adidas als Ausrüster von insgesamt 14 Nationalmannschaften die meisten Eisen im Feuer im Kampf um den Turniersieger und die damit verbundene Umsätze – neben Argentinien und dem Gastgeber Mexiko zählen unter anderem auch Spanien, Schweden, Deutschland und Belgien dazu. Bereits im ersten Quartal 2026 konnte adidas rund 250 Millionen Euro WM-bezogene Bestellungen vermelden – neben Trikots diverser WM-Teilnehmer ist adidas auch offizieller Lieferant des Spielballs „Trionda“.6 Kein Wunder, dass adidas-Vorstandschef Bjørn Gulden im Zusammenhang mit der WM von einer „großen, großen Sache mit einer enormen Sichtbarkeit für unsere Marke“ spricht. In konkreten Zahlen soll der Umsatz im Jahr 2026, nicht zuletzt aufgrund der WM, währungsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, was in absoluten Zahlen etwa zwei Milliarden Euro zusätzlich bedeuten würde.7
Rot-Weiß-Rote Fans
Wer mit der österreichischen Nationalmannschaft mitfiebert, drückt automatisch Ausrüster Puma die Daumen. Die Herzogenauracher, deren Firmensitz nur wenige Gehminuten neben dem von adidas entfernt liegt, rüsten mit insgesamt 11 Nationalmannschaften ebenfalls eine stattliche Anzahl an Teams aus und gehen dadurch mit so vielen Mannschaften wie seit 20 Jahren nicht mehr ins Turnier.8 Neben Österreich sind dies unter anderem die europäischen Mannschaften Portugal, Schweiz und Tschechien. Besonders stark ist zudem die Präsenz von Puma auf dem afrikanischen Kontinent, wo das Unternehmen mit Marokko, Ägypten, Ghana, Elfenbeinküste und Senegal mehr Verbände ausrüstet als jede andere Marke.9 Puma-CEO Arthur Hoeld konnte im ersten Quartal 2026 erhöhte Bekleidungsumsätze vermelden, wobei insbesondere der Verkauf von Trikots der portugiesischen Nationalmannschaft im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft genannt wurde.10 Gleichwohl kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Puma nach einem herausfordernden Vorjahr im Jahr 2026 in einer Übergangsphase befindet. Erste Fortschritte bei Lagerabbau und Effizienzsteigerungen unterstreichen die laufende Stabilisierung.11 Zusätzlichen Rückenwind könnte dabei auch ein sportlicher Erfolg auf großer Bühne liefern. Der Titel als „Ausrüster des Fußballweltmeisters 2026“ käme daher gerade recht. Einen kleinen psychologischen Sieg konnte man gegen adidas bereits im Vorfeld der WM erringen. So war Puma von 2004 bis 2022 Ausrüster der italienischen Fußballnationalmannschaft und konnte in diesem Zeitraum gemeinsam mit den Tifosi eine Weltmeisterschaft und eine Europameisterschaft gewinnen. 2023 übernahm adidas als neuer Sponsor,12 was sich im Hinblick auf die wiederholte Nichtteilnahme der Azzurri an einer WM bisher nicht als großer Verlust für Puma herausgestellt hat.
Wer macht das Rennen?
Für kleine Ausrüster wie 7Saber, Majid, Tempo und Saeta, die mit Usbekistan, Iran, Kap Verde und Haiti jeweils nur ein Team beliefern, dürfte die Fußball-WM ungeachtet des weiteren Abschneidens ihrer Mannschaft ein Erfolgserlebnis sein. Bei adidas und Puma hingegen wird viel davon abhängen, wie sich deren Teams schlagen und wie lange sie sich im Turnier halten. Laut einer Goldman Sachs Studie, die auf das ELO-System als mathematische Methode zur Analyse von Spielstärke zurückgreift, gilt Spanien vor Frankreich, Argentinien, Brasilien und England als Titelfavorit13 – womit adidas immerhin zweimal im Rennen wäre. Betrachtet man jüngste Wettquoten (Stichtag: 6. Juni 2026), die ein gutes weltweites Stimmungsbarometer abgeben, darf sich auch Portugal berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg machen.14 Oder überrascht am Ende ein völliger Außenseiter?
Investment-Varianten
Unabhängig vom sportlichen Ausgang zählen adidas und Puma seit Jahrzehnten zu den global führenden Sportartikelherstellern. Ihre etablierten Marken und die starke Marktstellung wirken dabei weit über einzelne Turniere hinaus. Anleger:innen, die vorsichtiger auf die beiden deutschen Unternehmen setzen möchten, können neben einer Direktinvestition in die beiden Aktien auch einen Blick auf die neue Erste Bank Multi Fix Kupon Express Anleihe WM-Ausrüster werfen. Das Wertpapier zahlt unabhängig von der Kursentwicklung der beiden Aktien einen fixen jährlichen Zinskupon in Höhe von 8,50 Prozent pro Laufzeitjahr. Die Anleihe wird überdies am Ende der Laufzeit bereits dann zum Nennbetrag getilgt, wenn beide Aktien am finalen Bewertungstag auf oder über der finalen Rückzahlungsbarriere von 50 Prozent notieren. Dank der Expressfunktion kann die Anleihe zudem vorzeitig fällig werden. Dazu müssen beide Aktien an einem der jährlichen Bewertungstage auf oder über ihrem Ausübungspreis notieren. Kommt es jedoch nicht zu einer vorzeitigen Rückzahlung und weist der Kurs einer der beiden Aktien am Laufzeitende ein Minus von mehr als 50 Prozent auf, erfolgt die Tilgung der Anleihe durch Lieferung der Aktie mit der schlechteren Wertentwicklung. Wodurch ein Verlust bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals entstehen kann. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.
1Quelle: Der Standard; Stand: 6. Juni 2026
2Quelle: Focus; Stand: 5. Juni 2026
3Quelle: Welt; Stand: 22. Mai 2026
4Quelle: FIFA; Stand: 29. Dezember 2025
5Quelle: ESPN; Stand: 14. Dezember 2023
6Quelle: Boerse Global; Stand: 28. Mai 2026
7Quelle: Zeit; Stand: 29. April 2026
8Quelle: Schuhkurier; Stand: 2. Juni 2026
9Quelle: Trading-Treff; Stand: 7. April 2026
10Quelle: Marketscreener; Stand: 30. April 2026
11Quelle: Puma; Stand: 26. Februar 2026
12Quelle: Sportler; Stand: 31. Jänner 2023
13Quelle: ExtraETF; Stand: 2. Juni 2026
14Quelle: Tipico; Stand: 6. Juni 2026
Wichtige rechtliche Hinweise
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Anlageberatung.
Dieses Finanzprodukt wird in Form einer Daueremission ausgegeben und in Österreich öffentlich angeboten. Die Rechtsgrundlage dafür und daher ausschließlich verbindlich sind die bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) hinterlegten Endgültigen Bedingungen sowie der Basisprospekt sowie allfällige Nachträge. Verschiedene Verordnungen der Europäischen Union und das österreichische Kapitalmarktgesetz schreiben für dieses Produkt einen Basisprospekt vor: siehe Art. 8 der Prospektverordnung (EU) 2017/1129 bzw. der Delegierten Verordnungen der Kommission (EU) 2019/980 und (EU) 2019/979. Die Emittentin hat diesen Basisprospekt erstellt, die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat ihn genehmigt (gebilligt). Dies bedeutet aber nicht, dass die FMA das konkrete Wertpapier auch empfiehlt. Für bestimmte, sogenannte „verpackte Anlageprodukte“ im Sinne der PRIIPs-Verordnung ist darüber hinaus ein Basisinformationsblatt („BIB“) gesetzlich vorgeschrieben. In diesem werden die wichtigsten Merkmale des entsprechenden Finanzprodukts dargestellt.
Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Wir dürfen dieses Finanzprodukt weder direkt noch indirekt natürlichen bzw. juristischen Personen anbieten, verkaufen, weiterverkaufen oder liefern, die ihren Wohnsitz bzw. Unternehmenssitz in einem Land haben, in dem dies gesetzlich verboten ist. Wir dürfen in diesem Fall auch keine Produktinformationen anbieten. Dies gilt besonders für die USA sowie "US-Personen" wie sie die Regulation S unter dem Securities Act 1933 in der gültigen Fassung definiert.
Hinweis: Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das schwer zu verstehen sein kann. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, empfehlen wir Ihnen, die vollständigen Informationen zum jeweiligen Finanzprodukt zu lesen:
- den (Basis-)Prospekt
- die Endgültigen Bedingungen
- allfällige Nachträge sowie gegebenenfalls
- das Basisinformationsblatt (BIB)
Diese Unterlagen erhalten Sie kostenlos hier:
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien
- Anleihen der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG:
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien
Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen: https://erstebank.at/prospekte/srp oder https://www.sparkasse.at/erstebank/rechtliche-dokumente/erste-bank-emissionen
Beachten Sie auch unsere Kundeninformation „Informationen über uns und unsere Wertpapierdienstleistungen“.
Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die persönlichen Merkmale unserer Anleger:innen hinsichtlich der Erfahrungen und Kenntnisse, des Anlageziels, der finanziellen Verhältnisse, der Verlusttragfähigkeit oder Risikotoleranz.
Interessenkonflikte:
Die Erste Bank Oesterreich ist mit der Erste Group Bank AG und den österreichischen Sparkassen verbunden.
Stand: Juni 2026