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Mit einem Geschwader an Copiloten in die Zukunft

Den Begriff Copilot:innen kennen die meisten Menschen aus der zivilen Luftfahrt. Hier wird es angesichts höchster Sicherheitsstandards nicht nur den Kapitän:innen überlassen, die Reisenden sicher ans Ziel zu befördern. Die Pilot:innen können einige ihrer Aufgaben an die Copilot:innen übertragen. Verantwortlich für die sichere Durchführung des Fluges bleiben aber die Kapitän:innen.

Ganz ähnlich könnte es bald bei vielen Schreibtischjobs sein. Nur, dass die Copilot:innen keine Menschen sind, sondern eine Künstliche Intelligenz (KI). Diese Idee galt vor wenigen Jahren noch als Science Fiction. Bald könnte sie aber Realität sein. Denn seit dem Durchbruch von ChatGPT versuchen viele Unternehmen, KI in die Arbeitsabläufe zu integrieren. Erleichtert wird dieser Schritt durch Anwendungen, in die dieses Feature direkt eingebaut ist. So zum Beispiel bei Microsoft . Bekannte Office-Anwendungen wie Excel und Word wurden durch einen digitalen Copiloten ergänzt. Damit ist das Heraussuchen, Zusammenfassen und Analysieren von Dateien genauso im Handumdrehen möglich wie das Beantworten von Fragen zum Inhalt und das Erstellen von Präsentationen. Auch das Betriebssystem Windows und viele weitere Softwarelösungen des Konzerns erhielten ein KI-Upgrade.1

Copilot bei der Arbeit

Microsoft bezeichnet sein Geschwader an Copiloten als tägliche KI-Begleiter, die einfach und nahtlos in fast allen Anwendungen verfügbar sind.2 Auf diese Weise könnte die KI die Zukunft vieler Schreibtischjobs verändern. Und genau darauf setzt Microsoft. Man will die vorhandenen rund 1,2 Milliarden Microsoft-365- und rund 1,4 Milliarden Windows-Nutzer:innen mit in die Zukunft nehmen.3 Für damit verbundene Einsparpotenziale beim Personal wären Unternehmen wiederum bereit, viel Geld zu zahlen, so das Kalkül. Durch die Beteiligung an OpenAI, der Entwicklerfirma von ChatGPT, steht man mit einem First-Mover-Vorteil an vorderster Front, um modernste KI schneller als die Konkurrenz in eigene Produkte zu integrieren. Ein Beispiel dafür war die jüngste Meldung, dass der Copilot bald in der Lage sein wird, Antworten auf Grundlage des OpenAI GPT-4 Turbo-Modells zu generieren, mit dem sich auch komplexere Aufgaben bewältigen lassen.4 Ein Vorteil für Microsoft ist die breite Palette an Softwarelösungen, die durch eine zentrale KI gesteuert wird. Kund:innen müssen damit nicht erst einzelne Lösungen anderer Firmen kombinieren.3 Das bietet die Chance, den Entwicklungsvorsprung für die Zukunft zu zementieren. Genau das gelang Microsoft einst schon mit Windows. Auf die Zementierung könnte auch die Möglichkeit für externe Entwickler abzielen, über „Copilot Stack“ eigene Anwendungen für die Cloud-Computing-Plattform Azure zu erstellen. Wenn Firmen die dadurch erzeugte Infrastruktur verstärkt nutzen, würde es das Geschäft von Azure weiter befeuern.5

Konkurrenz & Co

Microsoft sieht sich am Anfang einer neuen KI-Ära.2 In den Medien wurde sogar schon darüber spekuliert, ob man künftig Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt ablösen kann.

Doch trotz aller Euphorie bestehen auch Risiken. Zum einen machen die Copiloten auf dem heutigen Stand noch einige inhaltliche Fehler. Zum anderen sind beträchtliche Investitionen erforderlich. Schätzungen zufolge gab Microsoft allein im zweiten Quartal rund 3 Milliarden US-Dollar für KI-Chips aus. Im nächsten Jahr will man 120 zusätzliche Rechenzentren in Betrieb nehmen, was Gesamtinvestitionen von rund 40 Milliarden US-Dollar bedeutet. Das ist auch für Tech-Riesen wie Microsoft keine Kleinigkeit. Zudem besteht eine Herausforderung darin, dass für das Training vieler KI-Modelle auch urheberrechtlich geschütztes Material verwendet wird, das Nutzer:innen versehentlich reproduzieren könnten. Daraus könnten rechtliche Probleme entstehen. Auch bei der Verwaltung der Daten gibt es Herausforderungen. So muss etwa sichergestellt sein, dass nur bestimmte Mitarbeiter Zugriff auf relevante Informationen erhalten.3

Last but not least könnte es zu dem Szenario kommen, dass Microsoft beschuldigt wird, seine Marktmacht zu missbrauchen. So geschah es einst schon bei Windows. Es sei denn, die ebenfalls zahlungskräftige Konkurrenz kann das verhindern, was natürlich auch keine gute Nachricht wäre. Insbesondere Alphabet hat es auf dieselben Märkte abgesehen. So zog Google bereits nach und integrierte seine „Duet KI“ in Google Docs, Sheets und Slides.6 Mit Bard hat man zudem einen veritablen Konkurrenten zu ChatGPT. Die übrige Tech-Branche schläft auch nicht, sondern entwickelt eigene KI-Anwendungen.3 Es ist also noch viel zu früh, hier einen großen Gewinner zu küren.

Insgesamt gilt Microsoft sicherlich als einer der Favoriten. Um dieser Rolle gerecht zu werden, muss es aber einen Balanceakt meistern: Schneller zu sein als die Konkurrenten, ohne Kund:innen oder Regulierungsbehörden zu verärgern und dabei noch möglichst große Gewinne für die Aktionär:innen einfahren.3 Diese Gratwanderung ist sicherlich kein Job für Copilot:innen. Hier müssen die Kapitän:innen des Konzerns noch selbst ans Steuer.

Schritt für Schritt in Aktien investieren

Über den s Aktien Plan von Erste Bank und Sparkasse haben Anleger:innen die Möglichkeit, sich ab 50 Euro im Monat an Microsoft zu beteiligen – und so bei einer positiven Entwicklung der Aktien von Kursgewinnen und Dividendenzahlungen zu profitieren. Ebenfalls gut zu wissen: Über die Aktien und Aktienbruchstücke können Anleger:innen jederzeit verfügen und sie während der Börsenhandelszeiten verkaufen. Zudem besteht die Möglichkeit, Einzahlungen jederzeit zu erhöhen, zu reduzieren oder sogar auszusetzen. Zu beachten gilt allerdings, dass bei negativen Kursentwicklungen Kapitalverluste möglich sind!

1Quelle: The Economist; Stand: 13. November 2023
2Quelle: Microsoft; Stand: 21. September 2023
3Quelle: The Economist; Stand: 27. September 2023
4Quelle: Computerwoche; Stand: 7. Dezember 2023
5Quelle: Microsoft; Stand: 27. Juni 2023
6Quelle: heise; Stand: 1. September 2023

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Stand: Dezember 2023

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