Wie KI die Medizintechnik revolutionieren könnte

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Jeder Mensch möchte gern gesund sein. Deshalb ist die Nachfrage nach medizinischen Leistungen weitgehend unabhängig von der Konjunktur. Es überrascht also kaum, dass der Gesundheitssektor einen robusten, defensiven Charakter hat. Schließlich kommen ihm die steigenden Gesundheitsausgaben zugute. Dazu tragen langfristige, strukturelle Trends wie die alternde Weltbevölkerung, eine Zunahme chronischer Krankheiten und kontinuierliche Innovationen zum Beispiel in der Biotechnologie oder durch Künstliche Intelligenz (KI) bei.1

Medizintechnik mit Potenzial

Innerhalb des Gesundheitssektors gibt es einzelne Branchen, die besonders interessant sein könnten. Dazu zählt die Medizintechnik. Sie verzeichnete im Jahr 2025 zum siebten Mal in Folge ein Umsatzwachstum, zuletzt auf 584 Milliarden US-Dollar. Robuste Investitionen und Fortschritte bei KI und Digitalisierung deuten darauf hin, dass weiteres Potenzial bestehen könnte.2 Dadurch dürfte eine bessere und gleichzeitig bezahlbare Versorgung ermöglicht und dem Fachkräftemangel durch Automatisierung entgegnet werden. Auch Krankheiten könnten mit KI-Unterstützung präziser und früher erkannt werden. Ein Risiko besteht dagegen in der Akzeptanz durch Patient:innen, die teils Behandlungsfehler oder einen Verlust ihrer Datenhoheit fürchten.3

Vielleicht wächst also im Schatten der großen Tech-Werte ein neuer Megatrend heran. Entsprechende Begriffe gibt es mit „MedTech“ und „HealthTech“ bereits. Darunter versteht man unter anderem die klinische Therapie mit modernsten Maschinen und Geräten.4 Dazu zählen bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT), die mit Scannern durchgeführt werden, sowie Assistenzsysteme für Operationen.

Fortschritt durch KI

Weltweit werden jedes Jahr Milliarden von bildgebenden Untersuchungen durchgeführt. Geräte für Röntgen und Ultraschall sind kostengünstig und weit verbreitet, sodass diese besonders häufig eingesetzt werden. Auch die Anzahl aufwändiger CT- und MRT-Scans steigt immer weiter an.5 Der globale Markt für medizinische Bildgebung umfasste 2025 einen Wert von 43,5 Milliarden US-Dollar. Branchenexpert:innen erwarten bis zum Jahr 2033 einen Anstieg auf 65 Milliarden US-Dollar. Dazu dürften auch die zunehmende Verbreitung chronischer Krankheiten, die steigende Nachfrage nach Instrumenten zur Früherkennung und Diagnose von Krankheiten sowie Produktinnovationen beitragen.6

Die Grafik zeigt ein gestapeltes Balkendiagramm zeigt das Wachstum des globalen Marktes für medizinische Bildgebung von 2023 bis zur Schätzung 2033. Das Marktvolumen steigt von rund 39 Mrd. US‑Dollar im Jahr 2023 auf etwa 64,7 Mrd. US‑Dollar im Jahr 2033. Die Balken sind nach fünf Verfahren unterteilt: Magnetresonanztomografie, Nuklearmedizin, Ultraschall, Computertomografie und Röntgen. Alle Segmente vergrößern sich leicht über die Zeit; MRT und CT stellen die größten Anteile dar.

Hinweis: Schätzungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen

Ein Blick auf die Branchenführer

Bei Siemens Healthineers macht die medizinische Bildgebung mehr als die Hälfte des Umsatzes aus. Gleichzeitig ist es mit einer Marge von über 20 Prozent der profitabelste Geschäftsbereich.10 Bei der KI-Einführung in diesem Segment gelten die Deutschen, die im Jahr 2015 vom Mutterkonzern Siemens ausgegliedert wurden und 2018 selbst an die Börse gingen, als führend. Auch insgesamt positioniert sich Siemens Healthineers als Premium-Anbieter. Gegenüber den beiden Konkurrenten werden regelmäßig um 15 bis 25 Prozent höhere Verkaufspreise veranschlagt.7 Das kommt der Gewinnmarge zugute, sorgt aber auch dafür, dass es sich nicht alle potenziellen Kund:innen leisten können. Schließlich stehen viele Krankenhäuser unter hohem finanziellen Druck.11

Auch bei GE HealthCare ist die medizinische Bildgebung der größte Umsatzbringer.12 Die Firma ging im Jänner 2023 als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen aus dem US-Konzern General Electric hervor und ist breit aufgestellt. Gemeinsam mit Google Health arbeitet man an einer mehrdimensionalen KI-Plattform, bei der die Bildgebung mit Bereichen wie Genomik oder Pathologie verknüpft wird, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Im Bereich KI-gestützter medizinischer Bildgebung führt GE HealthCare die Zahl der von der US‑Gesundheitsbehörde FDA freigegebenen bzw. autorisierten Lösungen mit 72 Einträgen an. Dabei decken die US-Amerikaner das gesamte Spektrum der Bildgebung ab. Allerdings liegen sie bei Umsetzungstempo und Support teilweise hinter den Konkurrenten zurück. Zum Vergleich: Siemens Healthineers verfügt über 47 und Philips über 38 Zulassungen.7

Die Niederländer können aber nicht mit der Breite von GE oder dem Innovationstempo von Siemens Healthineers mithalten. Sie zielen bei der medizinischen Bildgebung mit KI auf klinische Exzellenz in bestimmten Bereichen wie der Kardiologie ab, in denen sie historisch stark sind. Dabei arbeitet Philips zum Beispiel mit NVIDIA zusammen, um grundlegende KI-Modelle zu entwickeln, bevor sie für bestimmte Aufgaben spezialisiert werden. Durch das damit verbundene, langsamere Entwicklungstempo liegt Philips in bestimmten Bereichen hinter seinen Mitbewerbern zurück.7

Neben Chancen auch Risiken

Grundsätzlich ist die medizinische Bildgebung, insbesondere mit KI, ein Zukunftsmarkt. Doch schaut man sich die Aktienkurse der drei Branchenführer an, ist davon kaum etwas zu sehen. Das könnte daran liegen, dass die Wachstumserwartungen derzeit niedrig sind. So rechnet Siemens Healthineers für dieses Jahr nur mit einem Umsatzplus von 5 bis 6 Prozent.10 GE HealthCare erwartet 3 bis 4 Prozent,12 Philips 3 bis 4,5 Prozent.13 Konkrete Risiken, die etwa Siemens Healthineers nennt, sind der schwache US-Dollar, Zölle und Umwälzungen im chinesischen Gesundheitswesen.14 GE HealthCare klagt unter anderem über den Druck auf die Gewinnmargen durch Zölle sowie hohe Investitionskosten.15 Und Philips leidet ähnlich wie Siemens Healthineers unter US-Zöllen und der anhaltenden Schwäche im China-Geschäft.16 Hinzu kommen allgemeine Belastungsfaktoren für die Branche wie regulatorische Herausforderungen und geopolitische Risiken.17

Alternativ zum Direktinvestment könnte daher eine neue Protect Pro Anleihe der Société Générale auf die Aktien von Siemens Healthineers, GE HealthCare und Philips interessant sein. Das Wertpapier bietet einen fixen Kupon von 10,50 Prozent p.a. sowie einen 35-prozentigen Puffer als Teilschutz bis zur Barriere, die ausschließlich am Laufzeitende betrachtet wird. Notieren am Bewertungstag alle drei Aktien auf oder über der Barriere, wird die Anleihe zum Nennbetrag zurückgezahlt. Liegt jedoch nur eine Aktie darunter, erfolgt die Tilgung durch Lieferung der Aktie mit der schlechtesten Kursentwicklung ausgehend vom Ausübungspreis (Worst-of-Prinzip). In diesem Fall bekommt man Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kapitalverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin und Garantin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

1 Quelle: AllianceBernstein; Stand: 8. Juli 2025
2 Quelle: EY; Stand: 29. September 2025
3 Quelle: PwC; Stand: November 2025
4 Quelle: InstaCare; Stand: 21. Oktober 2025
5 Quelle: Dr. Anupam Datta Majumdar, Recor Medical; Stand: 24. Mai 2024
6 Quelle: Grand View Research; Stand: Februar 2026
7 Quelle: Axis Intelligence; Stand: 14. Oktober 2025
8 Quelle: Mordor Intelligence; Stand: Februar 2026

9 Quelle: Fierce Biotech; Stand: 1. Dezember 2025
10 Quelle: Siemens Healthineers; Stand: 5. Februar 2026
11 Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft; Stand: 17. November 2025
12 Quelle: GE HealthCare; Stand: 4. Februar 2026
13 Quelle: Philips; Stand: 19. Februar 2026
14 Quelle: Handelsblatt; Stand: 5. Februar 2026
15 Quelle: Investing; Stand: 4. Februar 2026
16 Quelle: onvista; Stand: 10. Februar 2026
17 Quelle: Aristo Group; Stand: 11. September 2025



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Stand: März 2026