Die Fabrik hinter den Fabriken

ASML – das Nadelöhr der globalen Chipindustrie

„Die wichtigste Maschine der Welt“ – klingt nach Fiktion und Jules Verne, wurde aber erstaunlich treffend im Jahr 2024 von der Süddeutschen Zeitung für das EUV-Lithografiesystem des niederländischen Unternehmens ASML ausgelobt.1 Dass das Industriemagazin im Februar 2026 zu der gleichen Einschätzung gelangte, nämlich dass zeitgemäße Chipproduktion, KI-Rechenzentren und High-Performance-Computing ohne ASML kaum möglich sei,2 beweist vor allem eines: Die Monopolstellung von ASML bei der Extrem-Ultraviolett-Technologie (EUV) zur Herstellung von Chips der modernsten Generation ist weiterhin ungebrochen, was sie für globale Unternehmen wie Apple, Nvidia oder TSMC unersetzbar macht.3

Größter Einzelauftrag der Firmengeschichte

Dies macht sich auch operativ bemerkbar. Konzernchef Christophe Fouquet konnte im ersten Quartal 2026 einen Umsatzanstieg um 13 Prozent auf 8,77 Milliarden Euro verzeichnen, der Reingewinn legte dabei um mehr als 17 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro zu.4 „Die Chip-Nachfrage übersteigt das Angebot“, so Fouquet, der zeitgleich die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von zuvor 34 bis 39 Milliarden Euro auf 36 bis 40 Milliarden Euro angehoben hat.5 Für Aufsehen sorgte in diesem Zusammenhang der im März bekanntgegebene Auftrag, demzufolge SK Hynix für 7,9 Milliarden US-Dollar EUV-Lithographiesysteme von ASML orderte. Dabei handelt es sich um den größten jemals von einem Kunden offengelegten Einzelauftrag für ASML – die Abwicklung soll bis Ende 2027 erfolgen.6 In der Zwischenzeit führt ASML sein im Jänner 2026 begonnenes Aktienrückkaufprogramm unbeirrt fort – und dies, obwohl die Aktie auf einem deutlich höheren Niveau notiert als noch im Vorjahr.7

Hohe Erwartungen

Trotz der überzeugenden Marktstellung von ASML sollten Anleger:innen die hohen Erwartungen an die weitere Entwicklung des KI-Marktes nicht außer Acht lassen. Enttäuschungen bei der Nachfrage nach KI-Anwendungen oder eine geringere Investitionsbereitschaft großer Chiphersteller könnten sich auch auf die Geschäftsentwicklung von ASML auswirken. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten und Exportbeschränkungen.

Für Anleger:innen, die an das langfristige Potenzial von ASML glauben, dabei aber einen zusätzlichen Sicherheitspuffer bevorzugen, kann die 9,00 % Erste Bank Fix Kupon Express Anleihe auf ASML Holding N.V. eine interessante Alternative sein. Sie bietet einen fixen Zinsertrag von 9,00 Prozent p.a. und wird zum Nennbetrag zurückgezahlt, sofern die Aktie am finalen Bewertungstag mindestens 50 Prozent ihres Startwerts (Ausübungspreis) erreicht. Dank der Expressfunktion kann die Anleihe auch vorzeitig fällig werden, wenn die Aktie an einem jährlichen Bewertungstag auf oder über dem Startwert notiert. Bleibt eine vorzeitige Rückzahlung aus und fällt die Aktie bis zum Laufzeitende um mehr als 50 Prozent, werden ASML-Aktien zum Ausübungspreis geliefert. Das bedeutet: Man bekommt Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kapitalverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

Quelle: SZ; Stand: 6. Dezember 2024
2 Quelle: INDUSTRIEMAGAZIN; Stand: 3. Februar 2026
Quelle: CNBC; Stand: 29. Jänner 2026
Quelle: Wirtschaftswoche; Stand: 15. April 2026 
5 Quelle: ad-hoc-news; Stand: 22. Juni 2026
6 Quelle: Reuters; Stand: 24. März 2026
7 Quelle: Boersennews; Stand: 24. Juni 2026

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Stand: Juli 2026