Nvidia im KI-Rausch

Doch die Erwartungen steigen


Während viele Tech-Unternehmen erst noch beweisen müssen, dass sich ihre KI-Investitionen irgendwann auszahlen, hat sich ein Konzern bereits als klarer KI-Gewinner etabliert: Nvidia. Für den US-Technologieriesen ist weniger entscheidend, ob KI erfolgreich ist, sondern vielmehr, dass überhaupt in KI investiert wird. Vor allem der Boom bei Rechenzentren spielt dem Konzern in die Karten. Als aktueller Marktführer im Bereich KI-Hardware liefert Nvidia nicht nur die Grafikprozessoren, sondern auch Speicher, Netzwerke, Software und Systeme, die diese Chips effizient verbinden.1

Umsatz- und Gewinnsprung

Die jüngsten Quartalszahlen sehen entsprechend aus: Der Umsatz kletterte um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 58,3 Milliarden Dollar. "Der Bau von KI-Rechenzentren, das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Menschheit, schreitet mit außerordentlicher Geschwindigkeit voran", sagte CEO Jensen Huang.2 Bei der Präsentation der Zahlen stellte Nvidia außerdem die neue Chip-Architektur „Vera Rubin“ vor. Das Design kombiniert 72 GPUs (Grafikprozessoren) und 36 CPUs (Hauptprozessoren) in sechs Chips und soll fünfmal mehr Rechenleistung bieten als die aktuelle Blackwell-Generation. Huang sieht darin den Einstieg in einen 200 Milliarden-Dollar-Markt für CPUs — für 2026 liegen bereits Bestellungen über 20 Milliarden Dollar vor.3

Zu groß, um noch zu begeistern?

Dass die Börse dennoch verhalten reagierte, hat mehrere Gründe. Einer davon liegt in der extrem hohen Erwartungshaltung. Hinzu kommen zunehmende Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Booms. Einige Investor:innen fragen sich, ob die gigantischen Ausgaben der großen Tech-Konzerne für KI-Infrastruktur dauerhaft aufrechterhalten werden können. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch spezialisierte KI-Chips, eigene Lösungen großer Cloudanbieter und alternative Architekturen jenseits klassischer GPUs.4

Analyst:innen verweisen zudem auf den sogenannten "Law of Large Numbers"-Effekt: Der Börsenwert des Unternehmens ist in den vergangenen fünf Jahren um mehr als das 15-Fache auf 5,2 Billionen Dollar gestiegen.5 Das ist nur etwas weniger als das geschätzte Bruttoinlandsprodukt Deutschlands für 2026 – 5,45 Billionen Dollar.6 Entsprechend viel Kapital ist mittlerweile notwendig, um die Aktie noch weiter nach oben zu treiben.4

Alternativ zum Direktinvestment könnte daher für Anleger:innen eine neue Bonus Pro Anleihe der Erste Bank auf Nvidia interessant sein. Voraussetzung für die Rückzahlung zu 153 Prozent des Nennbetrags ist, dass der Kurs der Nvidia-Aktie am Bewertungstag in zwei Jahren (26.06.2028) am bzw. über ihrem Ausübungspreis, dem Schlusskurs der Aktie am 30.06.2026, liegt. Damit eröffnet das Produkt die Chance auf eine deutliche Wertsteigerung auch in einem Umfeld, in dem die Aktie lediglich moderat steigt oder sich seitwärts entwickelt, ohne zwingend auf starke Kurssteigerungen der Aktie angewiesen zu sein. Ein Unterschreiten des Ausübungspreises am Bewertungstag, am Laufzeitende, hätte jedoch zur Folge, dass die Bonuszahlung entfällt und die Tilgung durch Lieferung von Nvidia-Aktien erfolgt. In diesem Fall bekommt man Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kursverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d.h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

1 Quelle: The Pioneer; Stand: 21. Mai 2026
2 Quelle: Tagesschau; Stand: 21. Mai 2026
3 Quelle: Kapitalmarktexperten; Stand: 27. Mai 2026
4 Quelle: Wallstreet Online; Stand: 21. Mai 2026
5 Quelle: Bloomberg; Stand: 27. Mai 2026
6 Quelle: Euronews; Stand 16. Mai 2026

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Stand: Juni 2026