
ERSTE STOCK EM GLOBAL
Mehr als Rohstoffe: Wie KI und Technologie die Emerging Markets verändern
Emerging Markets werden oft noch mit Rohstoffen, günstiger Produktion und klassischen BRIC-Staaten verbunden. Tatsächlich hat sich das Gesicht vieler Schwellenländer in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Vor allem Taiwan, Südkorea und China haben an Bedeutung gewonnen – und mit ihnen Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter, Speicherchips, Cloud-Infrastruktur und künstliche Intelligenz.
Genau an dieser Entwicklung setzt der ERSTE STOCK EM GLOBAL an. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen, die vom technologischen Wandel und vom wachsenden Investitionsbedarf in digitale Infrastruktur profitieren können. Besonders sichtbar wird das derzeit in Taiwan und Südkorea. Dort sitzen einige der weltweit wichtigsten Hersteller von Hochleistungschips und Speicherlösungen, die für Rechenzentren und KI-Anwendungen benötigt werden. Auch chinesische Plattform- und Technologieunternehmen spielen wieder eine größere Rolle, nachdem der Markt dort in den vergangenen Jahren stark unter Regulierung, schwächerem Wachstum und Immobilienproblemen gelitten hatte.
Damit unterscheidet sich die aktuelle Emerging-Markets-Story deutlich von früheren Zyklen. Nicht mehr allein Rohstoffpreise oder die Industrialisierung Chinas geben den Takt vor. Heute beeinflussen Themen wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Stromversorgung für Rechenzentren oder die globale Halbleiterproduktion zunehmend die Gewinnentwicklung vieler Unternehmen.
Gleichzeitig entwickeln sich die einzelnen Schwellenländer sehr unterschiedlich. Während technologieorientierte Märkte von hohen Investitionen in digitale Infrastruktur profitieren können, stehen andere Regionen stärker unter dem Einfluss von Rohstoffpreisen, Zinsen oder der heimischen Konsumnachfrage. Für ein aktives Fondsmanagement eröffnet diese Vielfalt die Möglichkeit, Schwerpunkte gezielt zu setzen. Fehlentscheidungen bei der Länder- oder Titelauswahl können sich jedoch ebenso deutlich auf die Wertentwicklung auswirken.
Die Chancen gehen allerdings auch mit Risiken einher. Die hohe Bedeutung weniger asiatischer Märkte und Technologiesektoren erhöht die Abhängigkeit von einzelnen Konjunktur- und Investitionszyklen. Sollte sich der derzeit starke KI-Investitionsboom abschwächen, könnten gerade Halbleiter- und Technologiewerte unter Druck geraten. Hinzu kommen geopolitische Spannungen rund um Taiwan, Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie politische und regulatorische Risiken, die in Schwellenländern stärker ausgeprägt sein können.
Auch außerhalb Ostasiens bleiben Chancen relevant: Indien steht für hohes strukturelles Wachstum, Brasilien für Rohstoffe, Energie und einen großen Binnenmarkt. Der ERSTE STOCK EM GLOBAL bietet damit Zugang zu einer Anlageklasse, die sich strukturell stark verändert hat. Die aktuelle Dynamik ist attraktiv, sie ist aber keineswegs frei von Rückschlägen. Entscheidend bleibt daher die selektive Auswahl jener Unternehmen, die auch in einem anspruchsvolleren Umfeld über tragfähige Geschäftsmodelle und langfristige Wachstumsperspektiven verfügen.
Hinweis: Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken.
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Stand: September 2026