
ERSTE STOCK EM GLOBAL
Schwellenländer als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio
Nach Jahren mit unterdurchschnittlichen Renditen haben sich die Aktienmärkte der Schwellenländer (Emerging Markets) im Jahr 2025 zurückgemeldet. Insgesamt werden dieser Kategorie 24 Länder zugerechnet. In Euro gerechnet legten sie deutlich stärker zu als die Aktienmärkte der Industrienationen. Dafür sprechen vor allem strukturelle Gründe wie die besseren Wachstumsaussichten für Emerging Markets. Schließlich machten sie in den vergangenen zehn Jahren die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung aus und sorgten für 65 Prozent des weltweiten Wachstums.1 Die meisten westlichen Wirtschaftsnationen wachsen dagegen kaum noch. Langfristig könnten in den Emerging Markets also die Unternehmensgewinne steigen, was eine positive Kapitalmarktentwicklung bedeuten würde. Gleichzeitig weisen Schwellenländer aber im Vergleich zu Industrieländern auch höhere Risiken auf. Diese zeigen sich etwa in stärkeren Kursschwankungen, möglichen abrupten Kapitalabflüssen in Krisenzeiten sowie einer teils geringeren Marktliquidität.
Ein weiterer struktureller Faktor ist die Demografie. In den Emerging Markets leben über 4,3 Milliarden Menschen mit einem aktuellen Durchschnittsalter von 34 Jahren und einer mittleren Lebenserwartung von 75 Jahren.1 Das eröffnet Potenziale, wenn es etwa um die Verfügbarkeit motivierter Arbeitskräfte oder um Innovationskraft geht. Zugleich stellt die junge Bevölkerung viele zukünftige Kund:innen dar. Doch auch die Demografie hat ihre Herausforderungen. So könnte das niedrige Durchschnittsalter einen Mangel an erfahrenen Arbeiter:innen und qualifizierten Führungskräften bedeuten. Eine zu hohe Geburtenrate könnte langfristig sogar zu einer Überbevölkerung und damit verbundenen Problemen etwa bei der Infrastruktur und den Ressourcen führen.
Moderne Schwellenländer
Interessant ist, dass sich die meisten Schwellenländer mit der Zeit verändert haben. Heute sind nicht mehr die Rohstoff- und Rohmaterialproduzenten die größten Wirtschaftstreiber, sondern die Sektoren IT, Finanzen und Konsum. Zusammen hatten sie im MSCI Emerging Markets Index zuletzt einen Anteil von 64 Prozent. Dabei machte allein der IT-Sektor ein Drittel des Index aus.2 Viele Schwellenländer sind also auf zukunftsträchtige Technologien ausgerichtet. Ein Beispiel ist China. Dort produzieren viele Unternehmen nicht mehr nur für den Rest der Welt. Weniger als 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entfallen heute auf den Export.3 Der übrige asiatisch-pazifische Raum außerhalb Japans wächst ebenfalls überdurchschnittlich und setzt vor allem auf Digitalisierung und Industrialisierung. Die Schwellenländer in Südamerika profitieren dagegen weiter von ihrem Rohstoffreichtum und gewinnen auch durch die neue Sicherheitsstrategie der USA an Bedeutung.4 Hinzu kommen vergleichsweise niedrige Bewertungen von Emerging Markets als Ganzes im Vergleich zu den Industrieländern.2 Das spiegelt auch die höheren Risiken dieser Märkte wider. Ein aktuelles Risiko für die Wirtschaftsentwicklung in einigen Schwellenländern stellt der Iran-Krieg dar. Doch der damit verbundene, starke Anstieg der Öl-, Gas- und Transportpreise trifft die einzelnen Länder unterschiedlich. Während etwa Brasilien als Ölproduzent sogar profitiert, leiden energieabhängige Nationen wie Indien darunter.5 Auf andere Länder wie China, die relativ neutral aufgestellt sind, hat der Krieg bislang kaum direkte Auswirkungen. Dies verdeutlicht die Bedeutung externer Einflüsse für die Entwicklung einzelner Schwellenländer. Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen dabei auch politische Eingriffe, Sanktionen oder Handelskonflikte eine Rolle, die in diesen Ländern die Kapitalmärkte stark beeinflussen können.
Interessante Fondslösung
Vor diesem Hintergrund könnte es für Anleger:innen interessant sein, auf einen Fonds wie den ERSTE STOCK EM GLOBAL zu setzen, bei dem die Positionen im Zeitablauf aktiv gesteuert werden. Dadurch können bestimmte Länder, Sektoren oder Einzeltitel bewusst anders gewichtet oder vermieden werden. Angesichts der hohen Ölpreise waren im Fonds zuletzt Brasilien und Malaysia deutlich höher und Indien deutlich niedriger gewichtet. Die Positionen in Saudi-Arabien wurden aufgrund des regionalen Risikos durch die Nähe zum Iran deutlich abgebaut. In China wurde die Gewichtung von A-Aktien dagegen erheblich erhöht, um die dortigen Themen rund um KI stärker abzubilden. Schließlich spiegelt der neue 5-Jahres-Plan der Zentralregierung weiter den Übergang vom rein quantitativen hin zum mehr qualitativen Wachstum mit Fokus auf Innovation und technologische Stärke wider. „KI ist kein neues Thema, aber im aktuellen Plan noch einmal deutlich stärker verankert“, sagt Gabriela Tinti, Fondsmanagerin des ERSTE STOCK EM GLOBAL. Dabei dürfte sich der Krieg im Iran ihrer Einschätzung nach im Vergleich zu anderen Ländern weniger stark auf die Wirtschaft in China auswirken, da die Energieversorgung breit diversifiziert ist. Ein Sorgenkind bleibt aber der private Konsum. Dieser liegt trotz steigender Einkommen immer noch unter 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und damit deutlich unter dem Niveau vieler westlicher Volkswirtschaften.3 In Taiwan und Südkorea war die Positionierung zuletzt ebenfalls auf Wachstumsaktien ausgelegt. In Brasilien wurden dagegen Value-Aktien aus den Bereichen Energie, Industrie und E-Banking favorisiert.
Anleger:innen sollten bei ihrer Entscheidung für oder gegen ein Investment in Emerging Markets auch beachten, dass diese Märkte in Weltportfolios für Industrieländer, die sich am MSCI World Index orientieren, nicht enthalten sind. Eine breitere Aufstellung bietet der MSCI All Country World Index. Darin lag der Anteil an Aktien aus Schwellenländern zuletzt bei 12 Prozent.6 Dieser Wert kann Anleger:innen als Orientierung dienen, die über eine Beimischung von Emerging Markets nachdenken, um die Diversifikation ihres Portfolios zu verbessern. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Emerging Markets ein höheres Risikopotenzial beinhalten als entwickelte Märkte. Zudem kann der Anteilswert in Euro aufgrund der Anlage in Fremdwährungen durch Änderungen der Wechselkurse positiv oder negativ beeinflusst werden.
Hinweis: Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken.

Hinweis: Im Rahmen des aktiven Managements und in Folge von Marktbewegungen können sich die genannten Portfoliopositionierungen ändern.
1 Quelle: World Economics; Stand: März 2026
2 Quelle: MSCI; Stand: 27. Februar 2026
3 Quelle: Erste Asset Management; Stand: 20. März 2026
4 Quelle: Das Investment; Stand: 10. Februar 2026
5 Quelle: Reuters; Stand: 12. März 2026
6 Quelle: justETF.com; Stand: 27. Februar 2026
Interessiert an weiteren Themen im Investment Newsletter?
Newsletter abonnieren - Termin vereinbaren
News Abonnement
Wir sind für Sie da
Wichtige rechtliche Hinweise
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Anlageberatung.
Anleihen und Strukturierte Anleihen werden in Österreich öffentlich angeboten. Die Rechtsgrundlage dafür und daher ausschließlich verbindlich sind die Endgültigen Bedingungen sowie der (Basis-)Prospekt sowie allfällige Nachträge. Verschiedene Verordnungen der Europäischen Union und das österreichische Kapitalmarktgesetz schreiben für diese Produkte einen Prospekt vor: siehe Prospektverordnung (EU) 2017/1129 bzw. Delegierte Verordnungen der Kommission (EU) 2019/980 und (EU) 2019/979. Die Emittentin hat diesen Prospekt erstellt, die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaates hat ihn genehmigt (gebilligt). Dies bedeutet aber nicht, dass diese Behörde das konkrete Wertpapier auch empfiehlt. Für bestimmte, sogenannte „verpackte Anlageprodukte“ im Sinne der PRIIPs-Verordnung ist darüber hinaus ein Basisinformationsblatt („BIB“) gesetzlich vorgeschrieben. In diesem werden die wichtigsten Merkmale des entsprechenden Finanzprodukts dargestellt.
Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Wir dürfen dieses Finanzprodukt weder direkt noch indirekt natürlichen bzw. juristischen Personen anbieten, verkaufen, weiterverkaufen oder liefern, die ihren Wohnsitz bzw. Unternehmenssitz in einem Land haben, in dem dies gesetzlich verboten ist. Wir dürfen in diesem Fall auch keine Produktinformationen anbieten. Dies gilt besonders für die USA sowie "US-Personen" wie sie die Regulation S unter dem Securities Act 1933 in der gültigen Fassung definiert.
Hinweis: Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das schwer zu verstehen sein kann. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, empfehlen wir Ihnen, die vollständigen Informationen zum jeweiligen Finanzprodukt zu lesen:
- den (Basis-)Prospekt
- die Endgültigen Bedingungen
- allfällige Nachträge sowie gegebenenfalls
- das Basisinformationsblatt (BIB) und
- die „Informationen für Anleger:innen gemäß § 21 Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz (AIFMG)“
Diese Unterlagen erhalten Sie kostenlos hier:
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien
Anleihen der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG:
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien
Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen: https://www.sparkasse.at/erstebank/rechtliche-dokumente/erste-bank-emissionen/prospekte/anleihen oder https://www.sparkasse.at/erstebank/rechtliche-dokumente/erste-bank-emissionen
Fonds der EAM:
Erste Asset Management GmbH, Am Belvedere 1, 1100 Wien
Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen www.erste-am.at - Pflichtveröffentlichungen
Anleihen von Morgan Stanley Europe SE:
Morgan Stanley Europe SE, Große Gallusstraße 18, 60312 Frankfurt am Main
Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen: https://sp.morganstanley.com/EU/Documents
Beachten Sie auch unsere Kundeninformation „Informationen über uns und unsere Wertpapierdienstleistungen“.
Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die persönlichen Merkmale unserer Anleger:innen hinsichtlich der Erfahrungen und Kenntnisse, des Anlageziels, der finanziellen Verhältnisse, der Verlusttragfähigkeit oder Risikotoleranz.
Interessenkonflikte:
Die Erste Group Bank AG ist mit der Erste Bank und den österreichischen Sparkassen verbunden.
Die Erste Bank Oesterreich ist mit der Erste Group Bank AG und den österreichischen Sparkassen verbunden.
Die Erste Asset Management GmbH ist mit der Erste Bank und den österreichischen Sparkassen verbunden.
Stand: April 2026