ERSTE STOCK GOLD

Warum bei Goldminen jetzt die Auswahl zählt

Für den Goldpreis begann das Jahr 2026 mit einem der dramatischsten Jahresstarts aller Zeiten.1 Mitte Jänner hatte sich der Preis für eine Feinunze in nur 18 Monaten verdoppelt. Dann zogen die Notierungen erneut an und erreichten ihr Allzeithoch bei rund 5.500 US-Dollar. Doch danach fielen die Kurse unter hohen Schwankungen zurück. Ende Juni wurde kurzzeitig die Marke von 4.000 US-Dollar unterschritten. Nach einer Stabilisierung im Juli kam es im August zu einer Gegenbewegung auf mehr als 4.600 US-Dollar. Damit blieb der Markt zwar deutlich unter dem Hoch vom 29. Jänner, aber auch über dem Tief des Frühsommers.

Aktuelle Treiber des Goldpreises

Um die Kursentwicklung zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen. Dazu zählen die Zinsen, die Nachfrage von Zentralbanken und Anleger:innen sowie die Geopolitik. Was die Zinsen angeht, war im jüngsten Protokoll der US-Notenbank Fed eine wachsende Bereitschaft zu weiteren Straffungen erkennbar.2 Dabei wirken höhere Zinsen in der Regel als Gegenwind für das gelbe Edelmetall. Denn im Vergleich zu den Anlageklassen Aktien und Anleihen wirft Gold keine laufenden Erträge ab. Umgekehrt würden sinkende Zinsen die Opportunitätskosten von Gold entsprechend verringern und damit einen Rückenwind darstellen. Daneben beeinflussen die weltweiten Zentralbanken den Goldpreis auch direkt, indem sie ihre Reserven aufstocken oder reduzieren. Seit 2022 haben sie durchschnittlich 1.000 Tonnen Gold pro Jahr gekauft und damit maßgeblich zur Wertentwicklung beigetragen.1 Im 1. Quartal 2026 hatten sich die Käufe zwar erheblich verlangsamt. Doch im 2. Quartal legten sie wieder deutlich zu. Insgesamt rechnen die Expert:innen des World Gold Council für die zweite Jahreshälfte mit einer weiter hohen Zentralbanknachfrage, die voraussichtlich aber unter dem sehr hohen Niveau von 2025 liegen dürfte. Im Vergleich dazu folgte die Goldnachfrage von Anleger:innen einem anderen Muster: Nach Zuflüssen im 1. Quartal verzeichneten Gold-ETFs im 2. Quartal Nettoabflüsse.3 Im Juli gab es aber erneut Zuflüsse.4 Das zeigt, wie schnell die Nachfrage von Investor:innen zurückkehren kann, wenn sich die Preise stabilisieren. Rasch auf die Tagesordnung zurückkehren können auch geopolitische Krisen. In dem Zusammenhang  wurde Gold in der Vergangenheit oft als „sicherer Hafen“ zur Diversifikation geschätzt. Auch die jüngsten Diskussionen um die Tragfähigkeit der Staatsschulden und die damit verbundene Unsicherheit an den Anleihemärkten sind unterstützende Argumente für das gelbe Edelmetall. Allerdings sollten Anleger:innen beachten, dass diese Faktoren nicht einseitig wirken. Sollte es zu geopolitischen oder fiskalischen Entspannungen kommen, könnte Gold durchaus unter Verkaufsdruck geraten.

Was Minenaktien interessant macht

Neben dem Edelmetall selbst könnten auch Aktien von Goldminenbetreibern interessant sein. Dabei sind drei Kategorien zu unterscheiden: etablierte Goldförderer (Produzenten), Minenentwickler auf dem Weg zum Produzenten (Entwickler) und spekulative Firmen, die Lagerstätten suchen oder bereits kennen (Explorer). Die Produzenten profitieren dabei am direktesten vom zuletzt hohen Goldpreis. Entscheidend ist aber, wie groß die Differenz zu den Produktionskosten ausfällt. Dazu zählen Energie, Löhne und Gewinnbeteiligungen an Minenfinanzierern (Royalty bzw. Streamer). Insgesamt sind diese Kosten zwar gestiegen. Doch in vielen Fällen liegen sie immer noch weit unter dem Goldpreis. So etwa bei den kanadischen Firmen Kinross Gold und Agnico Eagle. Kinross Gold berichtete für das 2. Quartal einen mittleren realisierten Goldpreis von 4.483 US-Dollar sowie Gesamtkosten von 1821 US-Dollar je Feinunze.5 Bei Agnico Eagle lag der realisierte Goldpreis ebenfalls bei 4.483 US-Dollar, während die Gesamtkosten 1.459 US-Dollar betrugen.6 Unterschiede in dieser Größenordnung sorgen für hohe positive Cashflows und Gewinnerwartungen. Aus diesem Grund reagieren Minenaktien oft überproportional auf Goldpreisbewegungen. Es ist allerdings zu beachten, dass dieser Hebel bei einem Rückgang des Goldpreises in die Gegenrichtung wirken kann. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Minenaktien unternehmensspezifischen Risiken wie steigenden Kosten, einer Abhängigkeit von Genehmigungen und politischen Risiken unterliegen.

Gezielte Investition in den Goldsektor

Insgesamt hat die Korrektur des Goldpreises seit Jänner die hohe Profitabilität guter Produzenten nicht grundsätzlich beseitigt. Gleichzeitig kommt es in dieser Marktphase darauf an, solide geführte, kosteneffiziente Firmen von operativ schwächeren Minen zu unterscheiden, in denen die Margen stärker unter Druck kommen könnten. An dieser Stelle kann die aktive Aktienselektion durch ein erfahrenes Team entscheidend sein, wie es beim ERSTE STOCK GOLD der Fall ist. Seit fast 19 Jahren verwalten Expert:innen der Impact Asset Management das Portfolio. Sie setzen auf eine aktive Auswahl von Edelmetallaktien weltweit mit Fokus auf mittelgroße Goldproduzenten, die über starkes Management, gute Wachstumsaussichten und solide Fundamentaldaten verfügen. Das Portfolio ist dabei eine Mischung aus Produzenten, Entwicklern und Explorern. Außerdem können Royalty- und Streaming-Geschäftsmodelle vertreten sein. Über die Hälfte des Portfolios ist dabei in Kanada veranlagt, gefolgt von Südafrika und Australien. Insgesamt könnte der ERSTE STOCK GOLD deshalb eine interessante Beimischung für bestehende Aktienportfolios sein. Es gibt aber keine Garantie, dass die Anlagestrategie zu positiven Renditen führt.

Hinweis: Die angeführten Unternehmen wurden beispielhaft ausgewählt und stellen keine Anlageempfehlung dar. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Ein Kapitalverlust bis hin zum Totalverlust ist möglich.

Hinweis: Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

1 Quelle: World Gold Council; Stand: 1. Juli 2026
2 Quelle: Board of Governors of the Federal Reserve System; Stand: 29. Juli 2026
3 Quelle: World Gold Council; Stand: 30. Juli 2026
4 Quelle: World Gold Council; Stand: 6. August 2026
5 Quelle: Kinross Gold; Stand: 29. Juli 2026
6 Quelle: Agnico Eagle Mines; Stand: 29. Juli 2026

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Stand: September 2026