
ERSTE REAL ASSETS
Inflation und Unsicherheit: Warum reale Werte das Portfolio ergänzen können
Preissteigerungen sind ein Thema, das jeden betrifft. Sie bedeuten, dass für denselben Geldbetrag weniger Güter und Dienstleistungen gekauft werden können. In den USA lag die Inflation auf Sicht der letzten 12 Monate bei 3,5 Prozent.1 In der Eurozone waren es 2,8 Prozent.2 Diese Werte sind auf den ersten Blick moderat. Aber hochgerechnet auf 10 Jahre würden Konsument:innen dadurch 41 bzw. 32 Prozent an Kaufkraft verlieren. Doch das muss nicht sein. Schließlich kann angespartes, für lange Zeit nicht zum täglichen Leben benötigtes Geld investiert werden, statt es unverzinst auf einem Konto liegen zu lassen. Dabei sollte die Rendite, die ein solches Investment erwarten lässt, mindestens so hoch sein wie die Inflation, damit die Kaufkraft erhalten bleibt. Eine Möglichkeit, mit der das erreicht werden kann, sind Real Assets. Damit sind Vermögenswerte gemeint, die sich auf die reale wirtschaftliche Substanz fokussieren – auf Unternehmen, knappe Ressourcen und langlebige Wirtschaftsgüter. Einen garantierten Inflationsschutz bieten sie zwar nicht. Aber sie können einen Beitrag zur Diversifikation des Portfolios leisten. In der Vergangenheit haben sie sogar Renditen erzielt, die über der Inflationsrate lagen – also die Kaufkraft erhöht.3
Auf diese Anlageklassen kommt es an
Die für Anleger:innen wichtigsten Real Assets sind Aktien. Sie verbriefen Anteile an Firmen, die Produkte herstellen oder Dienstleistungen anbieten und so Umsätze und nach Möglichkeit Gewinne erzielen. Damit können sie an der positiven Wirtschaftsentwicklung partizipieren. Diese war zuletzt beachtlich. Der Internationale Währungsfonds erwartet im Jahr 2026 ein weltweites Wachstum von 3 Prozent und 2027 von 3,4 Prozent.4 Firmen mit entsprechender Preissetzungsmacht können zudem gestiegene Kosten für Material oder Löhne teilweise an Kund:innen weitergeben. Deshalb bieten viele Aktien wirtschaftlich erfolgreicher Unternehmen einen gewissen Inflationsausgleich. Das kann sich in einer positiven Aktienentwicklung widerspiegeln. Doch diesen Chancen stehen auch Risiken gegenüber. So kann ein Wirtschaftsabschwung die Geschäfte und damit die Profitabilität der Firmen belasten und zu Kursverlusten der Aktien führen.
Weitere Real Assets sind Gold sowie andere Rohstoffe, die nur begrenzt verfügbar sind. Gold spielt dabei in doppelter Hinsicht eine Rolle. Zum einen ermöglicht es eine gewisse Absicherung der Kaufkraft, da die Menge des Edelmetalls anders als die Geldmenge von Fiat-Währungen wie US-Dollar oder Euro nicht beliebig ausgeweitet werden kann. Das macht es zu einem gefragten Wertaufbewahrungsmittel. Zum anderen ist Gold auch ein wichtiger Baustein zur Diversifikation in Phasen erhöhter Unsicherheit. So wird es in wirtschaftlichen und politischen Krisen oft als „sicherer Hafen“ wahrgenommen. Auch Rohstoffe, die als Produktionsmittel oder Energieträger verwendet werden, sind als Real Assets relevant. Denn viele von ihnen werden zur Produktion von Gütern benötigt. Bei einer Angebotsknappheit oder geopolitischen Unsicherheiten können sie an Bedeutung gewinnen und im Preis steigen. Zugleich ist zu bedenken, dass die Kurse von Gold und Rohstoffen sehr volatil sein können und keine laufenden Erträge bieten. Außerdem haben sie sich langfristig schlechter entwickelt als Aktien.5
Auch Infrastruktur- und Immobilienwerte, die als besonders langlebig und wertstabil gelten, sind Real Assets. Dazu zählen vor allem Wirtschaftsgüter wie Verkehrs-, Energie- oder Kommunikationsnetze sowie Gebäude. Damit verbundene Einnahmen aus Mieten, Gebühren oder langfristigen Verträgen können an die Inflation angepasst werden. Das wirkt der Gefahr einer Geldentwertung entgegen und macht entsprechende Investments interessant. Mögliche Risiken sind dabei vor allem Änderungen der Regulierung, der Zinsen und konjunkturelle Schwankungen.
Mehrere reale Werte in Kombination
Die Idee des ERSTE REAL ASSETS ist es, Aktien, Gold, Rohstoffe sowie Infrastruktur- und Immobilienwerte in einem aktiv gemanagten Fonds zu kombinieren. Der Fonds ist also nicht von der Entwicklung einer einzigen Anlageklasse abhängig, sondern bildet unterschiedliche Renditequellen und wirtschaftliche Szenarien ab. Das Ziel ist es, durch Streuung über verschiedene reale Werte die Kaufkraft zu erhalten und einen langfristigen Kapitalzuwachs zu erzielen. Allerdings sind Real Assets kein Schutzschild gegen jede Marktphase. Sie reagieren nicht unbedingt einheitlich auf Inflation. Deshalb können einzelne Anlageklassen auch Verluste verzeichnen.
Besonders interessant ist ein Blick auf die Allokation des ERSTE REAL ASSETS. Die Schwerpunkte liegen mit Portfolioanteilen von zuletzt 49 bzw. 30 Prozent bei Aktien und Gold. Die hohe Gewichtung des gelben Edelmetalls unterscheidet ihn von vielen anderen Produkten. Rohstoff-ETCs sind mit 10 Prozent, Infrastrukturtitel sowie Immobilienaktien mit 9,5 Prozent beigemischt. Ein kleiner Anteil von 1,5 Prozent ist in Immobilienfonds veranlagt. Die Aufteilung ist aber eine Momentaufnahme. Die Fondsmanager:innen können die Gewichtungen je nach Marktentwicklung und Einschätzung anpassen.
Insgesamt ist der Fonds als langfristiger Portfoliobaustein für Anleger:innen interessant, die über klassische Aktien- und Anleihenanlagen hinaus diversifizieren möchten. Dabei sollten sie Schwankungen akzeptieren und mögliche Verluste finanziell tragen können sowie einen ausreichend langen Anlagehorizont mitbringen. Durch die Veranlagung in unterschiedliche Anlageklassen wird zwar das Risiko gestreut. Doch das kann je nach Marktentwicklung auf Kosten der Rendite gehen. Bisher war das aber nicht der Fall. So verzeichnete der Fonds seit Auflage im Mai 2021 zuletzt ein Plus von über 70 Prozent (Stand: 31. Juli 2026).
Hinweis: Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken.
Hinweis: Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. In der Wertentwicklung sind keinerlei Provisionen, Gebühren und andere Entgelte mit ertragsmindernder Auswirkung auf den Kursverlauf berücksichtigt.
1 Quelle: U.S. Bureau of Labor Statistics; Stand: 14. Juli 2026
2 Quelle: Eurostat; Stand: 17. Juli 2026
3 Quelle: Manulife Investment Management; Stand: 28. Oktober 2025
4 Quelle: International Monetary Fund; Stand: 8. Juli 2026
5 Quelle: Dimson, E. / Marsh, P. / Staunton, M. (2025), Global Investment Returns Yearbook 2025, UBS
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Stand: August 2026