
ERSTE STOCK TECHNO
KI wird erwachsen: Die nächste Phase des Technologiebooms
Es gibt Tage, die so bedeutend für die Zukunft der Menschheit sind, dass sie in die Geschichte eingehen. Ein solches Datum war der 30. November 2022. An diesem Tag veröffentlichte das US-Startup OpenAI seine frei verfügbare Version von ChatGPT.1 Rund sieben Jahre hatte das Team um Firmenchef Sam Altman daran gearbeitet. Was anschließend geschah, dürfte aber selbst ihn überrascht haben: Mit einem Schlag wurde die KI zur am schnellsten verbreiteten Technologie aller Zeiten. Innerhalb von fünf Tagen hatte ChatGPT über eine Million aktive Nutzer:innen. Nach rund zwei Monaten waren es bereits mehr als 100 Millionen. Zum Vergleich: Instagram, das sich einst bereits rasend schnell verbreitet hatte, brauchte dafür 2,5 Jahre.2 Schätzungen zufolge wird ChatGPT heute weltweit von etwa 1,1 Milliarden Menschen mindestens einmal im Monat verwendet.3 Das verdeutlicht, dass die Verbreitung neuer Technologien, Anwendungen und Produkte immer rascher vorangeht. Unternehmen können also immer schneller auf eine große Anzahl von Konsument:innen zugreifen. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass Unternehmen dabei selbst einem hohen Innovationsdruck ausgesetzt sind.
Der KI-Boom verbreitert sich
Der Technologieboom der vergangenen Jahre wurde stark von generativer KI rund um ChatGPT & Co. sowie wenigen prominenten Halbleiterunternehmen geprägt. Zu letzteren zählt in erster Linie Nvidia. Der einst unter Gamern für performante Grafikkarten bekannte Nischenspezialist stieg durch den KI-Boom zum nach Marktkapitalisierung wertvollsten Unternehmen der Welt auf.4 Die Kalifornier konnten die Schätzungen der Analyst:innen zuletzt in sage und schreibe 15 Quartalen in Folge übertreffen.5 Das verdeutlicht, dass die Nachfrage nach Rechenleistung – und damit den Chips des bislang unangefochtenen Marktführers – exorbitant gestiegen ist. Bis auf weiteres dürfte die KI der wichtigste Technologietreiber dafür bleiben. Denn bis 2027 wird erwartet, dass Hyperscaler wie Alphabet, Microsoft und Amazon insgesamt mehr als 1,3 Billionen US-Dollar darin investiert haben.6 Neben den eigentlichen KI-Chips erfasst diese Welle zunehmend die gesamte Infrastruktur und Wertschöpfungskette. Das beinhaltet Speicher, Netzwerke und Halbleiterausrüstung. In diesen Geschäftsbereichen konnten Firmen wie AMD, Broadcom und ASML zuletzt deutliche Wachstumserfolge verzeichnen. Darüber hinaus rückt mit der wachsenden Bedeutung von KI-Agenten die Software-Ebene in den Fokus, mit der KI in reale Geschäftsprozesse integriert werden kann. Im gleichen Atemzug ist auch Cybersecurity zu nennen, um damit verbundene Angriffsrisiken zu vermeiden. Für Investor:innen bedeutet der verbreiterte KI-Boom, den Blick über einzelne Firmen hinaus zu erweitern, Infrastruktur als zentralen Treiber zu verstehen und Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu nutzen. Denn am Ende gilt: KI wird nicht nur durch Innovation getrieben, sondern auch durch die Kapazität, sie zu skalieren.7
Wo entstehen echte Umsätze und Gewinne?
Gleichzeitig wird der Markt differenzierter. Die entscheidende Frage der nächsten KI-Phase dürfte sein, welche Unternehmen daraus nachhaltig Umsatz, Gewinn und Rendite erwirtschaften können. Das beste Beispiel ist das Cloud-Geschäft. Schon im Gesamtjahr 2026 dürften die weltweiten Umsätze in diesem Bereich über 500 Milliarden US-Dollar betragen. Prozentual zweistellige jährliche Zuwachsraten verdeutlichen, wie enorm die Nachfrage tatsächlich ist. Der Platzhirsch bei Cloud-Dienstleistungen ist Amazon Web Services (AWS) mit einem Marktanteil von 28 Prozent. Im Jahr 2025 erzielte allein diese Sparte einen operativen Gewinn von 45,6 Milliarden US-Dollar, was fast 60 Prozent des gesamten Gewinns von Amazon ausmachte.8 Hohe Wachstumsraten bzw. Gewinnzuwächse stützen wiederum die oft hohen Bewertungsniveaus vieler Aktien aus diesem Bereich. Allerdings sollten Anleger:innen auch bedenken, dass immer höhere Erwartungen früher oder später enttäuscht werden können. Hinzu kommt, dass die KI für viele der damit verwurzelten Unternehmen unter dem Strich noch nicht profitabel ist.9 Aus dieser Perspektive stellen hohe Bewertungen ein ebenso hohes Risiko für Kursverluste dar. Es gilt also, genau abzuwägen, wie stark ein Portfolio in diesem Bereich investiert sein sollte.
Bewährte Fondslösung
Die zunehmende Verbreiterung des KI-Booms führt aber auch dazu, dass Firmen aus immer mehr Branchen zu den potenziellen Gewinnern und Verlierern zählen können. Für Anleger:innen kommt es in diesem dynamischen Umfeld auf die notwendige Expertise an, möglichst die „richtigen“ Aktien auszusuchen. Gleichzeitig werden in dem heranreifenden Markt das Timing und die Selektivität bei den einzelnen Titeln wichtiger. Hier kommt der ERSTE STOCK TECHNO ins Spiel: Ein aktiver Fonds, der entlang verschiedener Ebenen der Wertschöpfungskette investiert. Die erfahrenen Fondsmanager:innen setzen dabei nicht nur auf KI, sondern auf mehrere, daran angrenzende technologische Megatrends des 21. Jahrhunderts. Dazu zählen Themen wie Robotics, Soziale Netzwerke, das Internet der Dinge, autonomes Fahren und Online Payment. Die einzelnen Trends entwickeln sich unterschiedlich stark und schnell, sodass sie im Fonds im Zeitablauf entsprechend höher oder niedriger gewichtet werden. Daraus können sich sowohl Chancen als auch Risiken ergeben. Die meisten Aktien im Portfolio stammen dabei aus den USA. Deshalb spielen auch Wechselkursveränderungen zum Euro eine Rolle. Die größte Renditechance – und zugleich das größte Risiko – für Anleger:innen dürfte aber in der Natur der schnelllebigen und volatilen Technologiebranche selbst liegen. Schließlich hat sie bereits in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen gesorgt.
Hinweis: Die angeführten Unternehmen wurden beispielhaft ausgewählt und stellen keine Anlageempfehlung dar. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Ein Kapitalverlust bis hin zum Totalverlust ist möglich.
Hinweis: Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.
1 Quelle: X; Stand: 30. November 2022
2 Quelle: History.com; Stand: 25. November 2025
3 Quelle: Statista; Stand: 30. Juni 2026
4 Quelle: CompaniesMarketCap; Stand: 21. September 2026
5 Quelle: The Wall Street Journal; Stand: 26. August 2026
6 Quelle: S&P Global; Stand: 27. August 2026
7 Quelle: Erste Asset Management; Stand: 21. Mai 2026
8 Quelle: Statista; Stand: 5. Mai 2026
9 Quelle: IsAIProfitable.com; Stand: 24. September 2026
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Stand: Oktober 2026