
ERSTE GREEN INVEST
Das heimliche Comeback nachhaltiger Anlagen
Jahrzehntelang war das Geschäft mit Strom ziemlich langweilig. Der Verbrauch stieg um gerade einmal 1 bis 2 Prozent pro Jahr. Doch dann begann die KI-Revolution. Immer neue Rechenzentren werden aus dem Boden gestampft und noch viele mehr sollen folgen. Das führt zu einem historisch beispiellosen Anstieg der Stromnachfrage. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren von 485 Terawattstunden im Jahr 2025 auf 950 Terawattstunden im Jahr 2030 etwa verdoppelt.1 Selbst das könnte noch übertroffen werden, wenn man bedenkt, dass die KI in Zukunft vielleicht nie schläft. Damit ist die agentenbasierte KI gemeint. Gegenüber der einfachen, von Menschen bedienten KI weist sie eine dramatisch höhere Rechenintensität auf. Denn die Agenten lesen, planen, schreiben Code, fragen Daten ab und überprüfen ihre Arbeit. Diese Schritte können sie im gegenseitigen Austausch stundenlang aneinanderreihen. Die KI wird so zum fortlaufenden Prozess. Nvidia-Chef Jensen Huang zufolge könnten bald Milliarden digitale KI-Agenten mit Menschen zusammenarbeiten.2 Der damit verbundene Energiehunger wäre kaum zu stillen. So sagte Huang, dass der Energiebedarf etwa 1000-mal höher sein könnte als das, was wir derzeit zur Verfügung haben.3 Das würde den Energiesektor zu einem grundlegenden Ausbau der Infrastruktur zwingen.
Fokus auf erneuerbare Energien
Doch selbst die Hochrechnungen der Internationalen Energieagentur führen zu der Frage, woher so schnell so viel zusätzlicher Strom kommen soll. Schließlich dauert es mehrere Jahre, neue Gaskraftwerke zu errichten, ganz zu schweigen von neuen Atomkraftwerken. Erneuerbare Energien sind dagegen viel schneller verfügbar. Solaranlagen können in der Regel nach einem Jahr, Windkraftanlagen nach 18 Monaten in Betrieb genommen werden.4,5 Zudem sind erneuerbare Energien ökologisch vorteilhaft. Der steigende Strombedarf von KI könnte sonst den Klimawandel noch weiter beschleunigen. Auch deshalb haben sich große Rechenzentrumsbetreiber wie Amazon, Microsoft und Google verpflichtet, ihre Anlagen mit erneuerbaren Energien zu betreiben. In Europa fand das im Rahmen des „Climate Neutral Data Centre Pact“ statt. Darin verpflichteten sich über 100 Betreiber, spätestens 2030 ausschließlich Grünstrom zu nutzen, energieeffizienter zu kühlen, Abfälle zu reduzieren und Abwärme zu recyceln. Nun möchte die Europäische Kommission diese Selbstverpflichtung noch verbindlicher machen.6 Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass der Strombedarf stabil abgedeckt werden kann.
Neben einem robusten Energiemix stellen daher Batteriespeicher ein Bindeglied dar. Im Idealfall nehmen sie überschüssigen Wind- und Solarstrom auf, gleichen Preisunterschiede an der Strombörse aus und speisen bei Bedarf gezielt ein, um die Netze zu stabilisieren.7 Doch das Thema der Batterien bleibt umstritten. Kritiker bemängeln den schnellen Leistungsverfall, Nachhaltigkeitsprobleme und Sicherheitsrisiken.8 Befeuert wird die Energiefrage durch geopolitische Entwicklungen wie Russlands Krieg in der Ukraine oder den Iran-Konflikt. Das lenkt den Fokus vor allem in Europa, aber auch weltweit auf eine sichere und verlässliche Versorgung. Umwelt- und Energietechnologien rücken dadurch auch strategisch noch stärker ins Zentrum. Einige Expert:innen sehen die Energiewende sogar als eine Frage der nationalen Sicherheit.9 Insgesamt verdeutlichen diese Punkte den hohen Handlungs- und Investitionsbedarf. Das macht das Thema auch für Anleger:innen interessant. Nvidia-Chef Jensen Huang brachte es auf den Punkt. Er sagte, dass nun der beste Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit sei, um in nachhaltige Energie zu investieren.3 Anleger:innen sollten aber bedenken, dass diese Story zu großen Teilen an den Erfolg der KI geknüpft ist. Das Risiko besteht darin, dass sich die Entwicklung der Technologie verlangsamt oder der Durchbruch ausbleibt. Das könnte der exorbitanten Stromnachfrage sprichwörtlich den Stecker ziehen.
Nachhaltigkeit und Rendite
Doch Anleger:innen scheinen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Das geht aus dem Bericht „Sustainable Signals: Individual Investors 2026“ von Morgan Stanley hervor. 92 Prozent der befragten Privatanleger:innen aus Nordamerika, Europa und Asien geben an, dass sie an nachhaltigem Investieren interessiert sind. Erstaunlicherweise war der zentrale Treiber dafür nicht das ökologische Motiv, sondern die Renditeerwartung. Zudem möchten fast zwei Drittel der Befragten ihre Investments in diesem Bereich in den kommenden 12 Monaten ausbauen.10
Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich im aktuellen Umfeld also nicht aus. Das zeigt sich auch daran, dass nachhaltige Aktien in den letzten 12 Monaten stark performt haben. So legte der Morningstar Global Markets Renewable Energy Index in Euro gerechnet im Jahr 2025 um über 25 Prozent und im laufenden Jahr bis Ende Mai um 15 Prozent zu. Auf Sicht von fünf Jahren ergibt sich trotz zwischenzeitlich starker Rückschläge ein Plus von rund 48 Prozent.11 Das anfangs unscheinbare Comeback nachhaltiger Investments nimmt also zunehmend Fahrt auf.
Diese Entwicklung ist zum Beispiel mit dem ERSTE GREEN INVEST investierbar. Der Fonds setzt global auf mehrere Segmente entlang der Umwelttechnologie-Wertschöpfungskette, vor allem auf Energie. Auch die Bereiche Transformation, Abfall & Recycling und Wasser spielen eine Rolle. Dabei stammt knapp die Hälfte der im Portfolio vertretenen Firmen aus den USA, der Rest überwiegend aus Westeuropa. Neben dem Ziel einer möglichst guten Wertentwicklung steht bei den Anlageentscheidungen ein messbar positiver Impact auf Umwelt bzw. Gesellschaft im Vordergrund. Mögliche Risiken bestehen neben der KI-Abhängigkeit in einer inflationsbedingten, restriktiven Notenbankpolitik und damit verbundenen höheren Refinanzierungskosten der Unternehmen. Außerdem können politische Nebengeräusche kurzfristig die Volatilität erhöhen. Vor diesem Hintergrund könnte es für Anleger:innen auch interessant sein, monatlich über den s Fonds Plan mit kleineren Beträgen in den ERSTE GREEN INVEST zu investieren.
Hinweis: Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu. Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken.
Hinweis: Im Rahmen des aktiven Managements und in Folge von Marktbewegungen können sich die genannten Portfoliopositionierungen ändern.
1 Quelle: IEA; Stand: 16. April 2026
2 Quelle: 24/7 Wall St.; Stand: 16. Mai 2026
3 Quelle: Reddit; Stand: 15. Mai 2026
4 Quelle: HSB Renewable Energy; Stand: 10. Juni 2025
5 Quelle: Upwind International; Stand: 24. Oktober 2023
6 Quelle: Taylor Wessing; Stand: 30. März 2026
7 Quelle: neue energie; Stand: 20. April 2026
8 Quelle: National Center for Energy Analytics; Stand: 3. Dezember 2025
9 Quelle: neue energie; Stand: 9. Februar 2026
10 Quelle: ESG Today; Stand: 5. Mai 2026
11 Quelle: Morningstar; Stand: 21. Mai 2026
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Stand: Juni 2026