
Europa als Ergänzung im Portfolio
Warum Diversifikation wieder wichtiger wird
Der US-Aktienmarkt ist in aller Munde. Das liegt vor allem an den hohen Renditen, die dort in den letzten Jahren möglich waren. Führende Tech-Aktien entwickelten sich dank KI-Boom besonders gut. Das führte zu einer historisch hohen Konzentration. Die größten 10 Firmen im S&P 500 machten zeitweise über 40 Prozent des Indexgewichts aus.1 Zwar hatten Big-Tech-Firmen wie Nvidia, Alphabet oder Amazon auch hohe Gewinnzuwächse, sodass man nicht von einer Blase sprechen kann. Doch der Markt hängt am Tropf weniger Aktien. Das gilt sogar für den globalen MSCI ACWI IMI, der mit fast 8200 Titeln aus 47 Ländern extrem breit gestreut ist. Die 10 größten Aktien, von denen außer TSMC alle US-Tech-Werte sind, stellen über 20 Prozent des Indexgewichts.2 Die Konzentration könnte dazu führen, dass sich Kursrückgänge von Nvidia & Co. stark negativ auf die Indexentwicklung auswirken.
Chancen und Risiken des alten Kontinents
Anleger:innen könnten daher überlegen, ihr Portfolio effektiver zu streuen. Das heißt aber nicht, gegen den US-Markt zu wetten, sondern andere Märkte zu ergänzen. Denn Diversifikation bedeutet nicht, aus erfolgreichen Bereichen auszusteigen, sondern zusätzliche Quellen für Chancen zu finden. Dazu könnte ausgerechnet Europa interessant sein. Denn hierzulande verstecken sich mögliche KI-Profiteure. Zwar hat der Kontinent keine dominanten KI-Plattformen wie OpenAI. Aber Europa kontrolliert zentrale Teile der industriellen KI-Wertschöpfung: ASML liefert Maschinen für modernste Chips, Infineon profitiert vom globalen Hunger nach Rechenleistung und Schneider Electric verdient am Ausbau von Stromnetzen, Rechenzentren und Energieinfrastruktur. Das kommt auch Indizes wie dem EURO STOXX 50 zugute, in dem die Unternehmen vertreten sind. Zudem möchte die EU unabhängiger von den USA werden und legt Milliardenprogramme für Halbleiter, Netze, Rechenzentren und strategische Technologien auf.3 KI ist für Firmen im Euroraum also wichtig. Eine Umfrage der EZB bestätigt das: Jedes zweite der befragten Unternehmen möchte in den nächsten 12 Monaten darin investieren.4 Das könnte auf fruchtbaren Boden fallen. Denn viele europäische Firmen haben nachhaltige Wettbewerbsvorteile, robuste Bilanzen und resiliente Geschäftsmodelle.5 Deshalb könnten Investor:innen zunehmend Gelder von teuren US-Märkten ins günstigere Europa umschichten.6 Doch die niedrigere Bewertung hat auch Gründe. So dominiert Europa zwar die industrielle Basis, aber nicht die digitalen Plattformen. Die Margen sitzen also weiter in den USA. Zudem hat Europa strukturelle Herausforderungen.3 Zu den Risikofaktoren zählen demografischer Druck, geopolitische Unsicherheiten und die wachsende Konkurrenz aus China.7
Alternative zum Direktinvestment
Wer eine regionale Diversifikation in Betracht zieht, aber lieber vorsichtig investieren möchte, könnte sich für die neue Fix-Kupon Express-Anleihe der Erste Bank auf den EURO STOXX 50 interessieren. Sie bietet einen fixen Zinsertrag von 4,85 Prozent p.a. und wird zum Nennbetrag zurückgezahlt, sofern der Index am finalen Bewertungstag mindestens 65 Prozent des Startwerts (Ausübungspreis) erreicht. Dank der Expressfunktion kann die Anleihe auch vorzeitig fällig werden, wenn der Index an einem jährlichen Bewertungstag auf oder über dem Startwert notiert. Bleibt eine vorzeitige Rückzahlung aus und fällt der Index bis zum Laufzeitende um mehr als 35 Prozent, werden ETF-Anteile zum Ausübungspreis geliefert und es erfolgt gegebenenfalls ein Barausgleich. Das heißt: Man bekommt einen geringeren Gegenwert als ursprünglich investiert wurde. Dadurch kann es zu Kursverlusten bis hin zum Totalverlust kommen.
1 Quelle: D. E. Shaw & Co; Stand: 31. Dezember 2025
2 Quelle: MSCI; Stand: 30. Juni 2026
3 Quelle: Frankfurter Rundschau; Stand: 22. Mai 2026
4 Quelle: Perspektiven am Morgen; Stand: 23. Juli 2026
5 Quelle: Holistic Capital; Stand: 12. Mai 2025
6 Quelle: Börse Inside; Stand: 24. März 2026
7 Quelle: extraETF; Stand: 12. März 2026
Interessiert an weiteren Themen im Investment Newsletter?
Newsletter abonnieren - Termin vereinbaren
News Abonnement
Wir sind für Sie da
Wichtige rechtliche Hinweise
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Anlageberatung.
Strukturierte Anleihen werden in Österreich öffentlich angeboten. Die Rechtsgrundlage dafür und daher ausschließlich verbindlich sind die Endgültigen Bedingungen sowie der (Basis-)Prospekt sowie allfällige Nachträge. Verschiedene Verordnungen der Europäischen Union und das österreichische Kapitalmarktgesetz schreiben für diese Produkte einen Prospekt vor: siehe Prospektverordnung (EU) 2017/1129 bzw. Delegierte Verordnungen der Kommission (EU) 2019/980 und (EU) 2019/979. Die Emittentin hat diesen Prospekt erstellt, die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaates hat ihn genehmigt (gebilligt). Dies bedeutet aber nicht, dass diese Behörde das konkrete Wertpapier auch empfiehlt. Für bestimmte, sogenannte „verpackte Anlageprodukte“ im Sinne der PRIIPs-Verordnung ist darüber hinaus ein Basisinformationsblatt („BIB“) gesetzlich vorgeschrieben. In diesem werden die wichtigsten Merkmale des entsprechenden Finanzprodukts dargestellt.
Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Wir dürfen dieses Finanzprodukt weder direkt noch indirekt natürlichen bzw. juristischen Personen anbieten, verkaufen, weiterverkaufen oder liefern, die ihren Wohnsitz bzw. Unternehmenssitz in einem Land haben, in dem dies gesetzlich verboten ist. Wir dürfen in diesem Fall auch keine Produktinformationen anbieten. Dies gilt besonders für die USA sowie "US-Personen" wie sie die Regulation S unter dem Securities Act 1933 in der gültigen Fassung definiert.
Hinweis: Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das schwer zu verstehen sein kann. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, empfehlen wir Ihnen, die vollständigen Informationen zum jeweiligen Finanzprodukt zu lesen:
- den (Basis-)Prospekt
- die Endgültigen Bedingungen
- allfällige Nachträge sowie gegebenenfalls
- das Basisinformationsblatt (BIB)
Diese Unterlagen erhalten Sie kostenlos hier:
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien
Anleihen der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG:
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien
Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen: https://erstebank.at/prospekte/srp oder https://www.sparkasse.at/erstebank/rechtliche-dokumente/erste-bank-emissionen
Beachten Sie auch unsere Kundeninformation „Informationen über uns und unsere Wertpapierdienstleistungen“.
Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die persönlichen Merkmale unserer Anleger:innen hinsichtlich der Erfahrungen und Kenntnisse, des Anlageziels, der finanziellen Verhältnisse, der Verlusttragfähigkeit oder Risikotoleranz.
Interessenkonflikte:
Die Erste Bank Oesterreich ist mit der Erste Group Bank AG und den österreichischen Sparkassen verbunden.
Stand: August 2026