Auf dem Weg in die digitale Zukunft

Siemens verbindet Digitalisierung mit industrieller Kompetenz

Als Werner von Siemens 1847 in einem Berliner Hinterhof gemeinsam mit Johann Halske die „Telegraphen Bauanstalt von Siemens & Halske“ gründete,1 hätte er wohl kaum in Erwägung gezogen, dass sich das unscheinbare 10-Mann-Unternehmen zu einem weltweit operierenden Technologiekonzern entwickeln würde. Ganz zu schweigen vom übergeordneten Ziel, „die reale Welt der Industrie, Energie und Infrastruktur mit der digitalen Welt der Software und Künstlichen Intelligenz (KI) zu verbinden“2 – damit hätte er schlichtweg nichts anfangen können. Gleichwohl ist die Siemens AG diesem Vorhaben ein gutes Stück nähergekommen, wie der Blick ins aktuelle Zahlenwerk verrät.

Fokus wird weiter geschärft

Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte Siemens im zweiten Quartal 2026 die Umsatzerlöse um sechs Prozent auf 19,8 Milliarden Euro steigern. Zeitgleich wuchs der Auftragseingang im betrachteten Zeitraum um 18 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro an, wobei der Auftragsbestand mit 124 Milliarden Euro zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2026 sogar einen neuen Höchstwert erreichte.3 Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, verweist insbesondere auf die „starke Positionierung“ in wichtigen Wachstumsmärkten und nennt speziell die beiden Geschäftsfelder „Digital Industries“ und „Smart Infrastructure“, die eine „beeindruckende Leistung“ gezeigt hätten und klarer Beleg für den profitablen Wachstumskurs seien.3 Im Zuge der Fokussierung auf Kerngeschäftsfelder wurde im April 2026 auch der Zeitplan für das weitere Vorgehen bei der medizintechnischen Sparte Siemens Healthineers festgezurrt. So soll im Rahmen der Siemens Hauptversammlung im Februar 2027 eine Abstimmung durch die Aktionäre über die Direktabspaltung von Siemens Healthineers-Aktien abgehalten werden. Damit würde Siemens einen entscheidenden Schritt weg vom klassischen Mischkonzern hin zu einer klaren Ausrichtung auf Industrieautomation, Software und Infrastruktur gehen.4

Alternative zum Direktinvestment

Grundlegende Konjunkturabschwächung, Wechselkursrisiken, Handelskonflikte oder geopolitische Spannungen – Siemens kann sich als führender Technologiekonzern diesen Spannungsfeldern natürlich nicht entziehen. Wer in diesem Kontext bei der Siemens AG vorsichtiger agieren möchte, könnte einen Blick auf die neue Memory Express Anleihe von Erste Bank werfen. Das Papier schützt vor Kursverlusten der Siemens-Aktie bis zu 35 Prozent und bietet gleichzeitig die Chance auf einen jährlichen Zinskupon von 8,8 Prozent p.a. Eine vorzeitige Rückzahlung erfolgt, wenn die Aktie an einem der jährlichen Bewertungstage auf oder über ihrem Startwert (Ausübungspreis) notiert. Liegt die Aktie darunter, aber auf oder über der Kupon-Barriere, wird der Zinskupon gezahlt und die Laufzeit verlängert sich um ein weiteres Jahr. Bei noch tieferen Kursen entfällt der Kupon zunächst, kann aber nachgereicht werden, wenn an einem der folgenden Stichtage die Bedingungen wieder erfüllt sind (Memory-Effekt). Am finalen Bewertungstag entscheidet die Finale-Rückzahlungs-Barriere, ob die Anleihe zum Nennbetrag inklusive aller ausstehenden Zinsen zurückgezahlt wird oder Siemens-Aktien zum Ausübungspreis geliefert werden. Im letzteren Fall bekommt man Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kapitalverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

1 Quelle: Siemens; Stand: 26. Juni 2026
2 Quelle: Siemens; Stand: 26. Juni 2026
3 Quelle: Siemens; Stand: 13. Mai 2026
4 Quelle: Atreus; Stand: 12. November 2025

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Stand: Juli 2026