Europäische Stahlindustrie
im Umbruch

voestalpine trotzt der Krise

Ausgerechnet die Luftfahrtbranche, die zuletzt infolge der Eskalationen im Nahen Osten unter starken Druck geraten ist1, sorgt beim österreichischen Stahl- und Technologiekonzern voestalpine für volle Auftragsbücher. So vermeldete das Unternehmen im April, dass man sich Bestellungen mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro über die nächsten fünf Jahre gesichert habe – ein Rekordauftrag, der unter anderem auf das Konto des Flugzeugherstellers Airbus geht, der Schmiedeteile für Trieb- und Fahrwerke ebenso wie Logistikleistungen nachfragt.2

EU-Schutzmaßnahmen

Und auch in der Division Verarbeitung, die neben der Stahlproduktion, den Hochleistungswerkstoffen und den Bahnsystemen eines der vier Geschäftsfelder ausmacht, gibt es einen Rekord zu verkünden. So wird für rund 41 Millionen Euro für einen türkischen Logistikdienstleister ein moderner Logistikhub für Sportartikel in Istanbul entstehen – für voestalpine gleichbedeutend mit dem größten Auftrag im Bereich der Hochregallagersysteme.3 Ferner dürfte voestalpine von strengeren Schutzmaßnahmen der EU profitieren, welche die europäische Stahlindustrie vor globalen Überkapazitäten bewahren möchte. So werden ab Mitte 2026 die zollfreien Importmengen auf 18,3 Millionen Tonnen jährlich gesenkt, während bei Überschreitung Zölle von 50 Prozent fällig werden.4 Vorstandschef Herbert Eibensteiner hatte dies bereits in der Vergangenheit gefordert und darin einen „wichtigen Schritt zur Eindämmung der über die vergangenen Jahre verstärkten Importschwemme und zur Sicherung der europäischen Stahlindustrie" gesehen.5 Gleichzeitig verschaffen neue EU-CO₂-Zölle auf Stahlimporte voestalpine Rückenwind bei ihrem 1,5 Milliarden Euro schweren Dekarbonisierungsprogramm „greentec steel“.6  

Strukturiertes Stahl-Investment

Problematisch gestalten sich für voestalpine weiterhin die hohen US-Zölle von bis zu 50 Prozent auf Spezialrohre, sogenannte Tubulars.7 Auch globale Unsicherheiten, steigende Energiekosten sowie die hohe zyklische Abhängigkeit vom europäischen Automobil- und Industriesektor, der zuletzt mit Schwächen zu kämpfen hatte, dürfen nicht unterschätzt werden.

Wer bei voestalpine daher vorsichtiger agieren möchte, könnte einen Blick auf die neue Memory Express Anleihe von Erste Bank werfen. Das Papier schützt vor Kursverlusten der voestalpine-Aktie bis zu 35 Prozent und bietet gleichzeitig die Chance auf einen jährlichen Zinskupon von 8,5 Prozent p.a. Eine vorzeitige Rückzahlung erfolgt, wenn die Aktie an einem der jährlichen Bewertungstage auf oder über ihrem Startwert (Ausübungspreis) notiert. Liegt die Aktie darunter, aber auf oder über der Kupon-Barriere, wird der Zinskupon gezahlt und die Laufzeit verlängert sich um ein weiteres Jahr. Bei noch tieferen Kursen entfällt der Kupon zunächst, kann aber nachgereicht werden, wenn an einem der folgenden Stichtage die Bedingungen wieder erfüllt sind (Memory-Effekt). Am finalen Bewertungstag entscheidet die Finale-Rückzahlungs-Barriere ob die Anleihe zum Nennbetrag inklusive aller ausstehenden Zinsen zurückgezahlt wird oder voestalpine-Aktien zum Ausübungspreis geliefert werden. Im letzteren Fall bekommt man Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kapitalverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

1 Quelle: ZDFheute; Stand: 21. April 2026
2 Quelle: ORF.at; Stand: 8. April 2026
3 Quelle: voestalpine; Stand: 15. Jänner 2026
4 Quelle: Europäischer Rat; Stand: 24. April 2026
5 Quelle: Marketscreener; Stand: 8. Oktober 2026
6 Quelle: Trading-Treff; Stand: 21. März 2026
7 Quelle: boerse-express; Stand: 25. April 2026

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Stand: Mai 2026