Hydropower als Wachstumsmotor

Volle Auftragsbücher bei Andritz

Dass saubere Energie und Rentabilität keine Gegensätze darstellen, sondern sich durchaus komplementär ergänzen können, beweist ein Blick auf die Zahlen der Andritz-Gruppe. So konnte der österreichische Anlagen- und Maschinenbauer dank des boomenden Geschäftsbereichs Hydropower im ersten Quartal 2026 einen Rekordwert bei den Auftragseingängen vermelden. Diese erhöhten sich um über 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert auf rund 3,6 Milliarden Euro.1 Bedenkt man, dass Andritz im Jahr 2025 Gesamtaufträge von 8,9 Milliarden Euro verzeichnete und dies den zweithöchsten Stand der Unternehmensgeschichte markierte,2 wird deutlich, wie gut der Start ins Geschäftsjahr 2026 geglückt ist.

Globale Nachfrage

Unter Hydropower subsumiert Andritz all seine elektromechanischen Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke. Zu den bedeutendsten Aufträgen der jüngsten Vergangenheit zählt das Pumpspeicherprojekt Saidongar in Indien,3 das nach Fertigstellung mit einer Leistung von 3.000 MW das größte Pumpspeicherkraftwerk des Landes sein wird, ebenso wie das 720-MW-Wasserkraftwerk Srinagarind in Thailand oder das 1.500-MW-Pumpspeicherkraftwerk Tarali in Indien.4 Ende Mai wurde zudem bekannt gegeben, dass der brasilianische Energieversorger COPEL zwei Großaufträge im „mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich“ für Wasserkraftwerke im brasilianischen Bundesstaat Paraná erteilt hat,5 wobei dieser Auftrag bereits in den Zahlen für das erste Quartal 2026 eingeflossen ist.

Gemischtes Bild

Auch der Geschäftsbereich Pulp & Paper, der die weltweite Erzeugung von Zellstoff, Papier, Karton und Tissue im Fokus hat, konnte bei den Auftragseingängen einen – wenn auch moderaten – Anstieg von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Schwächer entwickelte sich aufgrund der angespannten Lage in der Automobilindustrie hingegen der Geschäftsbereich Metals mit einem Minus von 2,4 Prozent und der Geschäftsbereich Environment & Energy, der mit einem Minus von 14,7 Prozent deutlich Federn lassen musste. Dies ist primär auf ein zögerliches Investitionsklima für die Energiewende zurückzuführen, da aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten viele Kund:innen – speziell im Bereich der industriellen Umwelttechnologien – Investitionsentscheidungen aufgeschoben haben.6 Ein klares Indiz, dass auch für Andritz saubere Energie und Rentabilität kein Selbstläufer sind.

Investmentidee

Wer daher etwas vorsichtiger agieren möchte, könnte einen Blick auf eine neue Protect Pro Anleihe der Erste Bank auf die Andritz AG werfen. Das Wertpapier bietet einen fixen Kupon von 8,00 Prozent p.a. sowie einen 20-prozentigen Puffer als Teilschutz bis zur Barriere wobei diese ausschließlich am Laufzeitende betrachtet wird. Notiert am Bewertungstag die Andritz-Aktie auf oder über der Barriere, wird die Anleihe zum Nennbetrag zurückgezahlt. Liegt der Aktienkurs darunter, werden Andritz-Aktien zum Ausübungspreis geliefert. Das bedeutet: Man bekommt Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kursverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

1 Quelle: Andritz; Stand: 29. April 2026
2 Quelle: Andritz; Stand: 5. März 2026
3 Quelle: boerse-social.com; Stand: 14. April 2026
4 Quelle: Steiermark ORF; Stand: 4. September 2025
5 Quelle: Marketscreener; Stand: 27. Mai 2026
6 Quelle: Andritz; Stand: 29. April 2026

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Stand: Juni 2026