Gelingt 2026 der Befreiungsschlag?

Bayer AG will schwierige Jahre hinter sich lassen

In ihrer 163-jährigen Firmengeschichte hat die deutsche Bayer AG schon einige Umbrüche, Meilensteine und Weichenstellungen erlebt. Von Farbstoffen als ehemals größten Geschäftsbereich über Medikamente – allen voran das Vorzeigeprodukt Aspirin, das erstmals im Jahr 1900 in Tablettenform auf den Markt kam – bis hin zum Agrargeschäft, das Bayer seit der Jahrtausendwende in der Sparte CropScience bündelt.1 Die folgenreichste Entscheidung dürfte aber die Übernahme von Monsanto aus dem Jahr 2018 gewesen sein, die das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (Roundup) in das Produktportfolio der Leverkusener brachte. „Ein guter Tag für Aktionäre, weil die Übernahme ein sehr hohes Wertschaffungspotenzial schafft“, ließ der damalige Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann verlauten.2 Acht Jahre später, in denen bereits rund 10 Milliarden US-Dollar an Vergleichszahlungen an amerikanische Kläger:innen geflossen sind,3 dürfte das Resümee verhaltener ausfallen. Gleichwohl bahnt sich in naher Zukunft Rechtssicherheit an, wenn der Oberste Gerichtshof der USA im Juni sein Urteil fällt, das den Bayer-Konzern „auf einen Schlag von der Klagewelle weitgehend befreien könnte“.4
 

Pharmageschäft gibt Rückendeckung

Im 3. Quartal 2025 erzielte Bayer einen leichten Anstieg des Konzernumsatzes von 0,9 Prozent auf 9,66 Milliarden Euro, das EBITDA konnte dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,8 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro gesteigert werden. Besonders im Bereich der Pharmasparte schlummern Wachstumspotenziale. So mussten das Augenmedikament Eylea™ und der Gerinnungshemmer Xarelto™ zwar Umsatzeinbußen hinnehmen, gleichzeitig sorgten aber das Krebsmedikament Nubeqa™ und Kerendia™, das bei chronischen Nierenerkrankungen zum Einsatz kommt, für massive Umsatzzuwächse.5 Pharmasparten-Chef Stefan Oelrich rechnet zudem für die kommenden Jahre mit einem „extrem guten Wachstum“, getrieben vor allem von den fünf großen Blockbuster-Kandidaten Nubeqa™, Kerendia™, Asundexian™, Elinzanetant™ und Fidaxomicin™. Spätestens 2027 will Bayer sein Pharmageschäft wieder auf einen Wachstumskurs im mittleren einstelligen Prozentbereich bringen.6 Gleichzeitig dreht Bayer mit seinem „Dynamic Shared Ownership“-Programm an der Kostenschraube und plant durch Umstrukturierungen jährlich zwei Milliarden Euro innerhalb der Organisation einzusparen.7
 

Behutsamer Umbruch

Bayer-CEO Bill Anderson bezeichnete 2025 als „zweites Jahr des Turnarounds“ und im Hinblick auf die Geschäftszahlen als das „wohl schwierigste Jahr“.8 Für das laufende Geschäftsjahr könnte allerdings eine juristische Grundsatzentscheidung und Fortschritte im Pharmageschäft für die lang erwartete Wende sorgen.9 Trotz der Fortschritte bleibt Bayer aber mit erheblichen Rechts- und Reputationsrisiken konfrontiert, die weiter für Unsicherheit sorgen können. Wer Bayer bei seinem Umbruch begleiten, gleichzeitig aber etwas vorsichtiger agieren möchte, könnte einen Blick auf eine neue Protect Pro Anleihe der Erste Bank auf die Bayer AG werfen. Das Wertpapier bietet einen fixen Kupon von 10,50 Prozent p.a. sowie einen 20-prozentigen Puffer als Teilschutz bis zur Barriere wobei diese ausschließlich am Laufzeitende betrachtet wird. Notiert am Bewertungstag die Bayer-Aktie auf oder über der Barriere, wird die Anleihe zum Nennbetrag zurückgezahlt. Liegt der Aktienkurs darunter, werden Bayer-Aktien zum Ausübungspreis geliefert. Das bedeutet: Man bekommt Aktien, die am Markt weniger wert sind, als man ursprünglich investiert hat. Dadurch besteht die Möglichkeit eines Kursverlusts. Anleger:innen tragen außerdem das Bonitätsrisiko der Emittentin, d. h. das Risiko von Änderungen in der Kreditwürdigkeit oder einer Zahlungsunfähigkeit.

Quelle: Bayer AG; Stand: 30. Jänner 2026
Quelle: Bayer AG; Stand: 7. Juni 2018
Quelle: Agrarheute; Stand: 24. März 2025
Quelle: Handelsblatt; Stand: 16. Jänner 2026
Quelle: Bayer; Stand: 30. September 2025
6 Quelle: Tagesschau; Stand: 14. Jänner 2026

Quelle: Handelsblatt; Stand: 20. März 2025
Quelle: Bayer AG; Stand: 5. März 2025
Quelle: Welt; Stand: 7. Jänner 2026

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Stand: Februar 2026