Herz gewinnt: Die Sparkasse Imst lud zum inspirierenden Abend

„Persönlichkeit – Herz gewinnt!“ Der Titel des diesjährigen Kundenevents machte neugierig. Für zahlreiche Interessierte Grund genug, vergangenen Donnerstag der Einladung der Sparkasse Imst ins Trofana Tyrol zu folgen. Rund 400 Kundinnen und Kunden genossen einen unterhaltsamen und informativen Abend.  

Alljährlich lädt die Sparkasse Imst AG ihre Kunden zu einem Get-together ins Trofana Tyrol in Mils. Als Highlight präsentiert das Oberländer Geldinstitut immer Anfang Oktober ausgewählte Keynote-Speaker. In der Vergangenheit etwa herausragenden Persönlichkeiten wie den Kriminal-Psychologen Thomas Müller, Genetiker Markus Hengstschläger oder Paralympic-Sieger Thomas Geierspichler. 2019 war es nun an Oskar Kern mit einem Vortrag rund 400 Gäste in seinen Bann zu ziehen. Und das tat der oberösterreichische Industrie-Manager und gefragte Motivationsautor von der ersten Minute an.

V

Freuten sich über den zahlreichen Besuch der diesjährigen Kundenveranstaltung: Vorstand Mario Kometer mit Gastredner Oskar Kern, Vorstand Martin Haßlwanter sowie Jürgen Singer von der Erste Asset Management (sitzend).

Der Vortrag von Oskar Kern und seine "Kernaussagen" wurden mit Spannung verfolgt.

Von „First Movern“ und „eggs birds“

Kerns Ansatz: Dann aufstehen, wenn alle anderen abwarten. Welche Überwindungskraft dies mitunter erfordert, veranschaulichte er den Kundinnen und Kunden der Sparkasse Imst AG ganz praktisch. Seiner Aufforderung, jeweils zwei Menschen im Saal herzlich zu umarmen und zu drücken, kamen anfangs wenige, aber mit fortlaufender Dauer immer mehr Besucher unter großem Gaudium nach. Die Konklusio: Auch im realen Wirtschaftsleben werden die „First Mover“, die Pioniere ihrer Branche wie Apple anfangs verlacht für ihr unkonventionelles Denken und Handeln. Abwarten und Zögern sei meistens die Devise. Kein Experte hatte ein Mobiltelefon ohne Tasten auf dem Schirm. Kern verballhornt die zögerlichen Branchenkenner in seinem Mühlviertler Englisch liebevoll als „eggs birds“, also Eier-Vögel.  

Know-why statt Know-how

Die wahren Richtungsangaben für eine persönliche Entwicklung würden ohnehin nicht von Spezialisten beigesteuert werden. Diese kämen nach wie vor aus der eigenen, persönlichen Motivation. Deshalb ginge es darum, anstelle dem ständigen Know-how vielmehr das Know-why ins Bewusstsein zu rücken, also die Frage: Warum tue ich etwas? Kern veranschaulichte anhand einer Live-Online-Umfrage via Smartphone, dass die Anwesenden im Saal die großen gesellschaftlichen Zukunftsfragen mit zeitlosen Werten beantworten: Mut, Kreativität, Familie und Freundschaft seien gefordert. Genau diese fundamentale Beziehungsqualität gelte es zu pflegen, um eine Basis für schwere Zeiten zu etablieren. Und für die unvermeidlichen beruflichen Anforderungen der Zukunft sei es nötig, sich auf den Misserfolg einzulassen. Nur, wer etwas Neues beginne, was möglicherweise mit Scheitern einhergehe, könne sich auf kommende Wettbewerbs-Situationen vorbereiten. Erfolgsrezepte der Vergangenheit seien nicht mehr tragfähig. Auch Kinder würden ohne Management-Handbücher Laufen, Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Einfach, indem sie etwas zum ersten Mal ausprobieren.

Durch den Abend führte Günther Schimatzek (3. vl.) - im Bild mit Vorstand Martin Haßlwanter, "Briefträgerkind" Oskar Kern und Vorstand Mario Kometer.

Es ist wie es ist.

„Der Erfolg des vergangenen Geschäftsjahrs hilft Ihnen in der Zukunft nur bedingt.“ Wie man diese Haltung auf der Management-Ebene etablieren könne, veranschaulichte Kern abschließend anhand des berühmten Dirigenten Leonhard Bernstein. Dieser führte die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert ausschließlich durch sein Charisma. Er brauchte kein einziges Mal den Taktstock zu heben, in den Orchestergraben zu springen, selbst Hand anzulegen oder gar den Pauker zum Geiger zu machen, so Kerns Fazit. Es reichte die Bereitschaft, jeden Musiker am richtigen Ort einzusetzen und dem Orchester die Freiheit zu schenken, das Richtige zu tun und dabei zu bestärken. Denn, so Kern seine Großmutter zitierend, „es ist wie es ist.“  

Im Vorfeld begrüßten die Vorstände der Sparkasse Imst AG, Martin Haßlwanter und Mario Kometer, das Auditorium ehe der Veranlagungsexperte der Erste Sparinvest, Jürgen Singer, Einblicke in die Entwicklung der Aktienmärkte sowie auch Ausblicke in die Zukunft der Veranlagung gab. Durch den Abend führte gekonnt Günther Schimatzek. „Es freut uns, dass unser Kundenevent auch dieses Jahr einen so großen Anklang fand und wir mit der Veranstaltung einen fixen Treffpunkt im Tiroler Oberland etablieren konnten“, sind sich die beiden Vorstände, Martin Haßlwanter und Mario Kometer, einig.