Kontovollmacht nach Tod der Kontoinhaber:in

  • Wer verwaltet mein Geld im Notfall?
  • Was passiert mit meinen Konten, wenn ich sterbe?
  • Berechtigungen und Rollen an Vertrauenspersonen vergeben

“Ein erster Schritt kann sein, für sich selbst eine Liste mit allen Konten, Versicherungen und Depots zu machen. Das nennt man Vermögensverzeichnis. Zum einen bekommt man selbst einen guten Überblick über die eigenen Finanzen. Darüber hinaus gibt so ein Vermögensverzeichnis auch den Hinterbliebenen und nahestehenden Personen, mit denen wir die Liste teilen, Orientierung. Das Verzeichnis kann auch um digitale Konten, wie unterschiedliche Cloud-Speicher, und deren Zugangsdaten (Stichwort: Passwörter) ergänzt werden.”

“Ein erster Schritt kann sein, für sich selbst eine Liste mit allen Konten, Versicherungen und Depots zu machen. Das nennt man Vermögensverzeichnis. Zum einen bekommt man selbst einen guten Überblick über die eigenen Finanzen. Darüber hinaus gibt so ein Vermögensverzeichnis auch den Hinterbliebenen und nahestehenden Personen, mit denen wir die Liste teilen, Orientierung. Das Verzeichnis kann auch um digitale Konten, wie unterschiedliche Cloud-Speicher, und deren Zugangsdaten (Stichwort: Passwörter) ergänzt werden.”

Wer verwaltet mein Geld im Notfall? 

Als Kontoinhaber:in (auch Verfügungsberechtigte genannt) kann man bei den eigenen Konten folgende Rollen vergeben und sie somit mit unterschiedlichen Personen teilen:

  • Zeichnungsberechtigung
    Die oder der Zeichnungsberechtigte kann ebenfalls über das Bankkonto verfügen und zum Beispiel Geld beheben, Geld einzahlen und auch Daueraufträge eröffnen. Die Rechte der Zeichnungsberechtigung gelten aber nur zu Lebzeiten der Kontoinhaber:in und erlöschen bei einem Einzelkonto automatisch mit ihrem Tod.  

  • Mitinhaber:in
    Jede Kontoinhaber:in kann einzeln über das Konto verfügen. Geht es um Entscheidungen, die den Kontovertrag betreffen – also etwa Zeichnungsberechtigungen, Kontoschließung oder die Erweiterung des Kontorahmens z. B. – müssen alle Mitinhaber:innen (es kann nämlich mehr als zwei Inhaber:innen geben) gemeinsam entscheiden. Zu Lebzeiten der Kontoinhaber:innen haben alle die gleichen Rechte und Pflichten. Verstirbt eine der Kontoinhaber:innen, können die anderen Mitinhaber:innen weiterhin uneingeschränkt über das Konto verfügen. 

  • Vorsorgevollmacht 
    Mit einer Vorsorgevollmacht können volljährige und entscheidungsfähige Personen für den Fall eines späteren Verlusts ihrer Entscheidungsfähigkeit vorsorgen. Dazu bestimmt die Vollmachtgeber:in mithilfe der Vorsorgevollmacht eine oder mehrere Vertrauenspersonen wie zum Beispiel nahestehende Freund:innen oder Verwandte. Sollte der Vollmachtgeber:in dann etwas zustoßen oder sollte sie krank werden und nicht mehr selbstständig entscheiden können, ist sie geschäftsunfähig. In diesem Fall können die Vertrauenspersonen dann Entscheidungen für sie treffen. Zum Beispiel: Geschäfte in ihrem Namen durchführen, Immobilien und andere Vermögenswerte verwalten, über Konten, Depots, Sparbücher, Bausparguthaben, Safes, Schließfächer etc. verfügen. Die Vorsorgevollmacht ist zeitlich unbefristet bzw. gilt bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Person wieder selbst geschäftsfähig ist. Sie kann aber jederzeit widerrufen werden. Verstirbt die Kontoinhaber:in, erlischt auch die Vorsorgevollmacht. Die Errichtung der Vorsorgevollmacht erfolgt bei der Notar:in, der Rechtsanwält:in oder einem Erwachsenenschutzverein. Sie nehmen auch die zwingend erforderliche Registrierung im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis (ÖZVV) vor.

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