Einlagensicherung und Anlegerentschädigung –
so ist Ihr Geld gesichert

Im August 2015 ist das neue Gesetz zu Einlagensicherung und Anlegerentschä-digung (ESAEG) in Kraft getreten. 

Kundeneinlagen sind wie bisher bis 100.000 Euro pro KundIn und Bank gesichert. In manchen Fällen sogar bis 500.000 Euro.

Was hat sich geändert? Wir haben die wesentlichen Punkte und Neuerungen für Sie zusammengefasst.

  • Wie bisher sind Einlagen bis 100.000 Euro pro KundIn und Bank gesichert. Dieser Betrag gilt grundsätzlich auch bei Gemeinschaftskonten je KundIn.
  • Neu: In Sonderfällen gilt für maximal 12 Monate eine erhöhte Einlagensicherung von bis zu 500.000 Euro – etwa bei Abfertigungsauszahlung oder bei privaten Immobilienkäufen.
  • Neu: Auch Einlagen in allen Fremdwährungen sind gesichert.
  • Wie bisher sind Einlagen von allen KundInnen gesichert.
  • Neu: Bei Kommerzkunden sind künftig auch Einlagen von großen Kapitalgesellschaften gesichert (gemäß § 221 Absatz 3 UGB).

Wie bisher gilt die Einlagensicherung für

  • Sparkonten und Sparbücher
  • Zahlungsverkehrskonten
  • Wertpapier-Verrechnungskonten
  • Bausparkonten

Nicht gesichert sind wie bisher

  • Wertpapier-Depots: siehe „Sind meine Wertpapiere im Sicherungsfall gesichert?  Die gesetzliche Anlegerentschädigung“
  • Einlagen von institutionellen Kunden, wie z.B. Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften, Pensions- und Rentenfonds
  • Einlagen von Bund, Ländern und Gemeinden

Die Einlagensicherung schützt Sie, wenn Ihr Erspartes von der Bank nicht ausbezahlt wird, weil: 

  • über das Geldinstitut der Konkurs eröffnet wurde,
  • die Geschäftsaufsicht verhängt wurde,
  • eine Zahlungseinstellung verfügt wurde oder
  • die Finanzmarktaufsicht festgestellt hat, dass ein Geldinstitut aus finanziellen Gründen nicht in der Lage ist, die fälligen Einlagen zurückzuzahlen, und gegenwärtig keine Aussicht besteht, dass das Institut dazu künftig in der Lage sein wird.
  • Die Entschädigungszahlung erfolgt, ohne dass sie beantragt werden muss.
  • Für die Auszahlung stehen künftig zusätzlich auch Fonds zur Verfügung.
  • Die Banken zahlen in diese Fonds schrittweise bis 2024 ein.
  • Die bisherige geteilte Haftung für die Einlagensicherung entfällt (je zur Hälfte die Republik Österreich und die jeweilige Bank). Durch die vielfältigen Finanzierungs-Instrumente ergibt sich insgesamt eine Stärkung des Systems.
  • Die Auszahlungsfrist wird bis 2024 schrittweise von 20 auf 7 Arbeitstage verkürzt.

Ja, den Haftungsverbund gibt es wie bisher zusätzlich zur Einlagensicherung. Die Erste Bank und Sparkassen garantieren eine zusätzliche Absicherung für ihre KundInnen, die über die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro hinausgeht. 

Im Haftungsverbund der österreichischen Sparkassen ist zudem ein Frühwarnsystem verankert, um rasch auf wirtschaftliche Schwierigkeiten einer Sparkasse reagieren zu können.

Grundsätzlich werden Wertpapiere, die auf einem Kundendepot liegen, von der Bank nur verwahrt. Sie sind Ihr Eigentum und müssen Ihnen jederzeit ausgezahlt oder auf ein anderes Depot übertragen werden – auch im Sicherungsfall.

Sollte das wider Erwarten nicht möglich sein, so kommt die  Anlegerentschädigung zu tragen. Dabei sind die betroffenen Wertpapiere bis zu maximal 20.000 Euro gesichert. Als juristische Personen erhalten Sie 90 % der Forderungen – aber ebenfalls höchstens 20.000 Euro. 

Guthaben, die sich auf Ihren Konten befinden, werden durch die Einlagensicherung abgedeckt, z. B. Guthaben von Ausschüttungen auf Wertpapier-Verrechnungskonten.

Stand: Dezember 2015

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