Einlagensicherung und Anlegerentschädigung –
so ist Ihr Geld gesichert

Aufgrund des neuen Gesetzes zur Einlagensicherung ESAEG (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz) sind Einlagen wie bisher bis zu 100.000 Euro pro KundIn und Bank gesichert. In manchen Fällen sogar bis zu 500.000 Euro.

Wir haben die wesentlichen Punkte für Sie zusammengefasst:

  • Wie bisher sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro KundIn und Bank gesichert. Dieser Betrag gilt grundsätzlich auch bei Gemeinschaftskonten je KundIn.
  • Neu: In besonderen Fällen (z.B. bei Auszahlung einer Abfertigung oder bei privaten Immobilienkäufen) gibt es eine auf 12 Monate limitierte erhöhte Einlagensicherung von bis zu 500.000 Euro.
  • Neu: Es sind auch Einlagen in allen Fremdwährungen gesichert.
  • Wie bisher sind Einlagen von grundsätzlich allen KundInnen gesichert.
  • Neu: Bei Kommerzkunden sind künftig grundsätzlich auch Einlagen von großen Kapitalgesellschaften (gemäß § 221 Absatz 3 UGB) gesichert.

Die Einlagensicherung gilt wie bisher für

  • Sparkonten und Sparbücher
  • Zahlungsverkehrskonten
  • Wertpapier-Verrechnungskonten
  • Bausparkonten

Nicht gesichert sind wie bisher

  • Wertpapier-Depots (sind u.a. im Rahmen der Anlegerentschädigung bis zu 20.000 Euro besichert)
  • Einlagen von institutionellen Kunden, wie z.B. Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften, Pensions- und Rentenfonds
  • Einlagen von Bund, Ländern und Gemeinden

Die Einlagensicherung schützt Sie, wenn Ihr Erspartes von der Bank nicht mehr ausbezahlt wird, weil 

  • über das Geldinstitut der Konkurs eröffnet wurde,
  • die Geschäftsaufsicht verhängt wurde,
  • eine Zahlungseinstellung verfügt wurde oder
  • die FMA festgestellt hat, dass ein Geldinstitut aus finanziellen Gründen nicht in der Lage ist, die fälligen Einlagen zurückzuzahlen, und gegenwärtig keine Aussicht besteht, dass das Institut dazu zukünftig in der Lage sein wird.
  • Die Entschädigungszahlung erfolgt im Regelfall, ohne dass die Auszahlung beantragt werden muss.
  • Für die Auszahlung stehen künftig neben weiteren Finanzierungsinstrumenten Fonds zur Verfügung.
  • Die Banken zahlen in diese Fonds schrittweise bis 2024 ein.
  • Die bisherige geteilte Haftung für die Einlagensicherung (je zur Hälfte die Republik Österreich und die jeweilige Bank) fällt weg. Aufgrund der vielfältigen Finanzierungsinstrumente ergibt sich insgesamt dennoch eine Stärkung des Systems.
  • Die Frist für die Auszahlung wird schrittweise bis 2024 von 20 Arbeitstagen auf 7 Arbeitstage verkürzt.

Ja, den Haftungsverbund gibt es weiterhin unverändert zusätzlich zur Einlagensicherung. Erste Bank und Sparkassen garantieren im Rahmen von wechselseitigen Haftungsvereinbarungen für die Auszahlung der Kunden-Einlagen über die gesetzlich gesicherten Beträge hinaus.

Unsere KundInnen haben somit eine über die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro hinausgehende zusätzliche Absicherung.

In der Grundsatzvereinbarung zum Haftungsverbund, dem die österreichischen Sparkassen angehören, ist zudem ein Früherkennungssystem verankert, um rasch auf wirtschaftliche Schwierigkeiten einer Sparkasse reagieren zu können.

Stand der Information: Juli 2015

Diese Information basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss.

Die richtige Beratung

Sie haben weitere Fragen? Ihre Kundenbetreuerin, Ihr Kundenbetreuer in der Erste Bank oder Sparkasse informiert Sie gerne näher zur Einlagensicherung.