Große Kauflaune bei jungen Österreichern
Spar- und Kreditprognose 4. Quartal/2017
Zwar planen 84% der Österreicherinnen und Österreicher in den kommenden 12 Monaten eine Geldanlage, gleichzeitig sollen heuer aber „nur“ durchschnittlich 4.700 Euro zur Seite gelegt werden – 1.000 Euro weniger als noch im Jahr zuvor (-18%). Das ergab die regelmäßig durchführte Spar- und Kreditprognose für das
4. Quartal 2017. Die aktuelle Umfrage zeigt auch, dass man in Österreich lieber Apps der etablierten Banken für seine Geldgeschäfte nutzt.
Wertpapiere und Immobilien immer beliebter
Haushalte mit einem Nettoeinkommen von über 2.000 Euro erweisen sich in der Befragung als besonders sparfreudig, denn hier wollen sogar 9 von 10 im heurigen Jahr Geld anlegen (92%). Als Top drei-Anlageformen werden nach wie vor das Sparbuch (62%), der Bausparvertrag (50%) sowie die Lebensversicherung (39%) genannt. Während diese klassischen Sparprodukte ein stabiles Niveau halten, ziehen immer mehr Österreicherinnen und Österreicher auch eine Investition in Immobilen (19%, +5) und Wertpapiere (28%, +4) in Erwägung. „Wir sehen in diesem Trend eine positive Entwicklung. Nur wer sein Vermögen ausgewogen auf die verschiedenen Anlageklassen verteilt und auch Wertpapiere in den persönlichen Anlagemix integriert, kann langfristig ein Finanzpolster aufbauen. Das ist ganz besonders in der aktuell anhaltenden Niedrigzinsphase sinnvoll“, betont Mag. Martin Jäger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bregenz. Besonderes Interesse verzeichnen in der Umfrage Aktien: Jeder Siebte zieht ein Aktieninvestment in Erwägung. Vor genau einem Jahr war es nur jeder Neunte.
Dass in der Alpenrepublik aktuell weniger gespart wird, zeigt sich bei der Planung einer größeren Anschaffung. Diese steht bei 4 von 10 Österreicherinnen und Österreichern auf der Agenda (37%, +7). Vor allem junge Menschen im Alter zwischen 14 bis 29 Jahren liebäugeln mit Auto, Wohnung & Co. (44%). Knapp 90% der Befragten möchten diese Investitionen über eigene Ersparnisse finanzieren. Bei 9% greifen Freunde und Verwandte finanziell unter die Arme. Bankkredite kommen bei einer größeren Anschaffung für 8% in Frage. Dabei wird an eine durchschnittliche Summe von 78.800 Euro gedacht (+17%).
Beim Digitalen setzt man auf Bewährtes
Die neue europäische Richtlinie PSD2 verpflichtet Banken seit 2018, anderen Zahlungsdiensten oder Finanztechno-logieunternehmen Daten auf Kundenwunsch weiterzuleiten, damit sie von den Finanz-Apps der Drittanbieter genutzt werden können. Gefragt, ob sie diese Finanz-Apps von Drittanbietern auch nutzen wollen, bekunden nur 10% der Österreicherinnen und Österreicher Interesse. "Die User unserer Online-Banking-Plattform George müssen sich nicht auf andere Apps oder Plattformen einlassen. Ihnen steht eine österreichweit einzigartige digitale Servicepalette zur Verfügung", so Martin Jäger. Denn George wurde bereits vor drei Jahren in Hinblick auf die Entwicklungen rund um PSD2 konzipiert und vereint alle innovativen Elemente, die in Zeiten von Digitalisierung an modernes und mobiles Banking gestellt werden.
Darüber hinaus ist die Plattform so gebaut, dass künftig auch Drittanbieter in George andocken und die User auf diese Dienste zugreifen können, ohne George verlassen zu müssen. Aktuell wird gemeinsam mit einem Start-up der Launch eines neuen, einzigartigen George-Services vorbereitet. Damit wird man bald den Einfluss von möglichen zukünftigen Lebensereignissen – beispielsweise ein Autokauf oder der Verlust eines Jobs – auf die eigene finanzielle Situation simulieren können. Damit wird man in der Lage sein, vorausschauend die richtigen Weichen zu stellen.