Gründerfallen
Tappen Sie nicht in diese Fallen

Es ist besonders wichtig, mindestens 40% Ihres Gewinns für Steuerzahlungen anzusparen – am besten auf einem separaten Ansparkonto.

Generell gilt: Ausgaben und Investitionen stets gut überdenken.

Gründertipp: Im Idealfall sind Ihre persönlichen Reserven so hoch, dass sie Ihre Fixkosten im ersten Geschäftsjahr decken – falls die Geschäfte nicht gleich anlaufen.

Angenommen, Sie brauchen monatlich 1.300 Euro zum Leben. Dann sollten Sie 15.600 Euro auf der hohen Kante haben. Hinzu kommen Steuervorauszahlungen sowie Sozialversicherungsbeiträge von rund 1.600 Euro im ersten Jahr, wobei ab dem dritten Jahr Beitragserhöhungen und Nachzahlungen in die Pensionsversicherung auf Sie zukommen.

Gründertipp: Um auf die verkaufbaren Stunden zu kommen, ziehen Sie die Jahreswochen heran und ziehen davon Urlaub, Feiertage und Fehlzeiten (z. B. insgesamt 6 Nicht-Leistungswochen pro Jahr) ab. So kommen Sie auf die verkaufbaren Stunden für Sie als Unternehmer.

Gründertipp: Schicken Sie die Rechnungen an Ihre Kunden immer zeitnah per E-Mail – am besten inkl. QR-Codes mit Ihren Kontodaten. Um die Liquidität zu sichern, installieren Sie ein strukturiertes Fakturierungssystem samt Mahnwesen. Mit ProSaldo.net – der Online-Plattform für Fakturierung und Buchhaltung – geht das ganz einfach!

Gründertipp: Studien zeigen ganz klar: Gründungen mit Businessplan verlaufen erfolgreicher.

Ein strukturierter Businessplan lässt schnell erkennen, wie ausgereift die Idee wirklich ist und ob man an alles gedacht hat um schon loszulegen. Damit entsteht ein Fahrplan, der durch die chaotische Gründungs- oder Übernahmephase führt und ein Steuerungsinstrument für die Zeit danach ist.

Unser Tipp für Sie: i2b – ideas to business.
Auf www.i2b.at erfahren Sie alles, was Sie über Businesspläne wissen müssen.

Gründertipp: Der Liquiditätsplanung sollte man große Bedeutung zukommen lassen. Speziell in den ersten Monaten müssen Sie meist mehr Rechnungen bezahlen, als Sie selbst an KundInnen ausstellen können.

Tipp: Erstellen Sie eine Planungsrechnung für 12 Monate. Diese zeigt Ihnen, welche Einnahmen und Ausgaben im jeweiligen Monat auf Ihr Geschäftskonto zu erwarten sind.

Gründertipp: Für jede Branche gilt: Finden Sie zuerst den üblichen Marktpreis für Ihre Leistung heraus. Dann kalkulieren Sie Ihre eigenen Herstellungskosten – oder eben, wie hoch der Preis sein muss, um Ihren Wunschumsatz zu erreichen.

Liegen beide Werte nahe beieinander, sollte es nicht schwer sein, Ihren Preis zu ?finden. Liegt der Preis hingegen deutlich über dem Marktniveau, sollten Sie Ihre Leistungen billiger erbringen oder Ihre Wunschumsatz-Erwartungen überdenken. Außer Sie fahren eine klare Qualitätsstrategie und können Ihren KundInnen erklären, warum diese einen höheren Preis in Kauf nehmen sollten. Dann kann auch eine Positionierung über dem Marktniveau gut funktionieren.

Gründertipp: Teilen Sie den Markt mittels einer Marktsegmentierung in Gruppen ein.

Sie können Ihre Käufer nach PrivatkundInnen und Firmenkunden einteilen, nach Einkommen, Wohnort, Familiengröße, Vorlieben – oder nach Firmengröße, Branche und Ausrichtung. Ein wichtiges Kriterium sind auch Kaufmotive: Manche wollen vor allem Zeit sparen, andere Geld, wieder andere Personal. Oder es geht um Prestigegewinn, Sicherheit oder Innovation.

Als Nächstes filtern Sie die attraktivsten Gruppen heraus: Welche Art von KundInnen …

  • findet Ihr Produkt besonders begehrenswert?
  • ist Ihnen besonders vertraut?
  • ist für Sie besonders leicht erreichbar?

Je besser Sie den Markt kennen, desto besser werden Ihre Geschäfte laufen.

Gründertipp: Die Rechtsform ist stets eine individuelle Entscheidung, die zu Ihrer Geschäftsidee, Ihren finanziellen Zielen und Ihrer persönlichen Situation passen muss. Wählen Sie eine Rechtsform, die für die ersten Jahre hält. Denn es wird teuer, schon nach einem Jahr die Rechtsform zu wechseln.

Eine Orientierungshilfe:

  • Gründe ich alleine oder mit PartnerInnen?
  • Wie hoch ist mein verfügbares Kapital?
  • Welche Haftungsbeschränkung möchte ich haben?

Für detailliertere Infos nutzen Sie den Online-Ratgeber zur Rechtsformentscheidung unter www.gruenderservice.at/ratgeber

Gründertipp: Viele GründerInnen neigen dazu, mögliche Risiken auszublenden. Verschaffen Sie sich also eine ausgewogene und klare Sicht auf Chancen und Risiken.

Analysieren Sie vom Start weg ein paar typische Fehler und Risiken:

  • Planungsmängel (Planung fehlt oft ganz oder ist sehr lückenhaft)
  • Umsatz wurde zu hoch oder Ausgaben wurden zu niedrig angesetzt
  • Wissensmangel über den Markt
  • Freizeitmangel in der Gründungssituation und damit verbundenes Gesundheitsrisiko
  • Harter Wettbewerb führt zu niedrigen Preisen und Absatzmengen
  • Fluktuation und Mangel an geeigneten Arbeitskräften in der näheren Umgebung
  • Zahlungsausfälle bzw. schlechte Zahlungsmoral bei KundInnen

 

Gründertipp: Die Frage nach dem idealen Standort für Ihr Unternehmen ist essenziell.

Hinterfragen Sie deshalb Ihren Standort kritisch nach:

  • Erreichbarkeit für Sie und Ihre KundInnen (Zufahrt, Parkplätze, Lademöglichkeiten)
  • Miete bzw. Grundstückspreis
  • räumlichen Ausbaumöglichkeiten
  • Kundenfrequenz und -kaufkraft
  • Konkurrenzsituation
  • quali?zierten Arbeitskräften in der Nähe

Nicht jeder Standort kann alle Punkte zur Gänze erfüllen. Wägen Sie daher ab, welche Punkte für Ihre Geschäftsidee am wichtigsten sind.

Noch ein Tipp: Handelt es sich nicht bloß um einen Bürobetrieb, kann es sein, dass Sie eine Betriebsanlagengenehmigung beantragen müssen. Erkundigen Sie sich früh genug bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde. Näheres dazu ?nden Sie unter www.gruenderservice.at

Gründertipp: Viele Gründer sind anfangs bei Büro, Maschinen und Auto zu verschwenderisch. Nehmen Sie z. B. Ihren alten Laptop, Drucker und Schreibtisch in die Selbstständigkeit mit.

Außerdem haben sich Gegengeschäfte à la „Entwirf mir ein Logo, dafür programmiere ich deine Website“ für GründerInnen bewährt.
Einige weitere Tipps:

  • Wegen zeitlicher Bindung lohnt sich der Preisvergleich bei Telefon und Internet besonders
  • Und vor Festanstellungen neuer MitarbeiterInnen bieten sich fl?exible Varianten – Werkvertrag oder Praktikum – an.
  • Eine günstige Alternative zum eigenen Büro ist die Einmietung in eine Bürogemeinschaft oder ein Gründungszentrum. Die Erste Bank bietet in der Startrampe in Wolkersdorf Arbeitsplätze um 66,81 Euro pro Monat an.
    Nähere Infos dazu unter: www.gruender.at/wien

 

Tappen Sie nicht in die Falle!

Wir besprechen mit Ihnen gerne weitere Gründerfallen und sagen Ihnen, wie Sie diese vermeiden können.