Die Sparkassen international

Der europäische Sparkassensektor ist mit 880 Mitgliedsbanken die größte Kreditinstitutsgruppe Europas. Diese Sparkassen betreiben 84.000 Filialen und beschäftigen 925.000 Menschen. Ihr Dachverband ist die 1963 gegründete Europäische Sparkassen-Vereinigung (ESV) in Brüssel. Die Bilanzsumme aller Mitglieder der ESV belief sich Anfang 2008 auf 6.062 Mrd. Euro, die Darlehen an Nichtbanken auf 1.685 Mrd. Euro.

National sind die Sparkassen von stark unterschiedlicher Bedeutung und weisen ebenso sehr verschiedene rechtliche Charakteristika auf. Sie haben aber gemeinsam, dass sie gemeinwohl- und kundenorientiert agieren sowie als wichtigste Zielgruppen mit privaten Haushalten, Klein- und Mittelbetrieben und Gemeinden zusammenarbeiten. In einigen Ländern wie Deutschland, Spanien, Norwegen oder Frankreich gibt es flächendeckende Netze von selbstständigen Sparkassen, in anderen Ländern ist nur ein, meist zweigstellenstarkes Institut Mitglied der ESV, wie die Česká spořitelna in der Tschechischen Republik, die Lloyds TSB in Großbritannien oder die Swedbank in Schweden. Die österreichische Sparkassengruppe inklusive der Erste Group Bank und ihren Tochterbanken in ihrem erweiterten zentral- und osteuropäischen Heimmarkt gehört mit einer Bilanzsumme von 169 Mrd. Euro zu den fünf größten Sparkassenorganisationen Europas.

Sparkassen gibt es aber nicht nur in Europa, sondern in 92 Staaten auf der ganzen Welt mit 2.000 Mitgliedsbanken und 191.000 Filialen. Dafür gibt es eine zweite Dachorganisation, das Weltinstitut der Sparkassen, das World Savings Banks Institute, das ebenfalls in Brüssel seinen Sitz hat. Entdecken Sie, wie vielfältig die Sparkassen in Europa und in den anderen Teilen der Welt sind!