Landschacher Volksschule freut sich über eigene Schulbibliothek

Eine großzügige Förderung der Knittelfelder Sparkassen-Privatstiftung in der Höhe von 18.000 Euro ermöglichte der Landschacher Volksschule in Knittelfeld eine schuleigene Bibliothek. Mit einem selbstgebastelten Bücherwurm wurde nun die Eröffnung gefeiert.

Befragt man die Mädchen und Buben der Landschacher Volksschule in Knittelfeld, was ihnen zum Thema „Bücher“ einfällt, fallen viele Antworten. Man kann es sich mit ihnen gemütlich machen, man kann über sie lachen, sich mit ihnen Durchblick oder Ablenkung verschaffen  Eine Antwort wurde am vergangenen Donnerstag jedoch häufig gegeben – und das nicht ohne Grund: Ausleihen. Das können die Kids jetzt nach Herzenslust.

Dass die wahren Abenteuer im Kopf sind, ist für die Landschacher Volksschüler nichts Neues. Sagen, Märchen, Tiergeschichten und Sachbücher hatten sie mit ihrer Direktorin Maria Högler schon vor längerer Zeit zusammengetragen und dabei erstmals den Wunsch nach einer eigenen Schulbibliothek zum Ausdruck gebracht. „Wir sind frisch an die Arbeit gegangen“, so die ambitionierte Schulleiterin, die auf dem Weg zur Umsetzung des Vorhabens an mehrere Türen klopfte. Für Bürgermeister Siegfried Schafarik war es selbstverständlich, einen Klassenraum im Schulgebäude dafür bereitzustellen, bei Eltern fand der Gedanke ebenso Unterstützung und schließlich galt es noch, den größten „Brocken“ aus dem Weg zu räumen – die Finanzierung. Erste Adresse war wieder einmal die Knittelfelder Sparkassen-Privatstiftung: „Ein tolles Projekt, das uns von Anfang an gut gefallen hat“, so Stiftungspräsident Herbert Aigelsperger, der mit Stiftungsrat Fritz Kaufmann und Bezirksschulinspektor Augustin Kargl einer der vielen Ehrengäste der Eröffnungsfeier war. Fast 18.000 Euro stellte die Stiftung bereit, um eine kindgerechte und zweckmäßige Einrichtung anzuschaffen und die vielen Regale mit Büchern unterschiedlichster Art zu füllen.

„Macht von diesem Angebot reichlich Gebrauch“, rief Bürgermeister Siegfried Schafarik den Landschacher Leseratten zu. Eine Aufforderung, die nicht wiederholt zu werden braucht: Seit Einführung des Probebetriebes vor drei Monaten wurden von den 150 Mädchen und Buben der Schule über 1000 Ausleihungen vorgenommen. „Tendenz steigend“, freute sich Schulleiterin Maria Högler, die auch auf die Kreativität ihrer Kids stolz sein kann: Nach Vorlagen der Schüler wurde die Gestaltung der Wände umgesetzt, um der neuen Bibliothek – bisher war es ein Tagesheimraum – ein jugendliches, frisches, aber auch heimeliges Ambiente zu geben. Auch der Bücherordnung drückten die Youngsters ihren Stempel auf: So wurden die Bücher nach Themenbereichen geordnet und gestempelt, kaputte Bücher wurden repariert, Fristenzettel eingeklebt und der gesamte Bestand – rund 2.000 Bände – mit einem eigenen Bibliotheksstempel versehen.