5 Jahre Sparkasse Imst Privatstiftung

2006 hat die Vereinsversammlung der Sparkasse Imst die Umwandlung in die Sparkasse Imst Privatstiftung sowie die Gründung der Sparkasse Imst AG beschlossen. Die Sparkassenstiftung hält 100 % der Aktien der Sparkasse Imst AG, ist somit deren Eigentümerin. Mit dieser Rechtsform wählte die Sparkasse ein Modell, das die Erfüllung des Gründungsauftrags der Sparkassen ideal unterstützt: „Man spricht heute vielfach von der Corporate Social Responsability. Diese gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft ist uns quasi per Gründungsauftrag seit bald 130 Jahren in unsere Unternehmens-DNA geschrieben“, so Meinhard Reich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Imst AG und Vorstand in der Sparkasse Imst Privatstiftung. „Die Grundidee der Sparkasse Imst besteht darin, dass wir einen Teil des Gewinns, den wir in der Region erwirtschaften, auch wieder an diese zurückgeben. Mit der Privatstiftung verfügen wir seit nunmehr fünf Jahren über die entsprechende Struktur, um dieser Förderung der Allgemeinheit möglichst effektiv nachzukommen.

375.000 Euro stellte die Sparkasse Imst Privatstiftung seit 2006 für verschiedenste gemeinnützige Zwecke zur Verfügung – nach Abzug der Kapitalertragssteuer, inklusive derer sich die Aufwendungen auf 500.000 Euro belaufen haben. 42,85 % gingen an das Gesundheits- und Fürsorgewesen, 31,88 % an Vereine, Heimatpflege und Brauchtum. Weitere 16,45 % wurden für Jugend, Kultur und Bildung zur Verfügung gestellt; 4,75 % für kirchliche Einrichtungen, 4,07 % für das sonstige Vereinswesen. Diese Verteilung fällt je nach Projekten und Schwerpunkten von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus. Im Sozialbereich sieht man seitens der Sparkasse auch in Zukunft einen bestimmenden Faktor: „Der Staat zieht sich bei der Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben zunehmend zurück. Gerade im Sozialwesen stehen wir aber vor vielen Herausforderungen. Einen Teil dieser Verantwortung wird deshalb auch in Zukunft die Sparkasse Imst Privatstiftung tragen“, so Johann Kröll, Vorstandsvorsitzender der Privatstiftung.

Zuletzt wurde das Betagtenheim am Imster Weinberg bei der Anschaffung eines VW-Transporters unterstützt. Der Wagen ist mit einer speziellen Vorrichtung ausgestattet, die es erlaubt, auch Personen im Rollstuhl zu transportieren. „Dieses Fahrzeug bringt für unsere Bewohner erhöhte Mobilität und somit auch mehr Lebensqualität mit sich. Wir sind der Sparkasse Imst dankbar, dass sie dieses Anliegen sehr großzügig unterstützt“, erklärt der Leiter des Betagtenheims Dr. Edgar Tangl.

Unterstützungsansuchen werden generell vom Regionalförderbeirat der Sparkasse Imst Privatstiftung behandelt. Dieser setzt sich aus sechs Personen zusammen. Derzeit gehören Ing. Franz Thurner (Vorsitzender Regionalförderbeirat), Dr. Ulrich Gstrein, Mag. Christian Linser, Maria-Luise Rampold, Niki Ganahl und Regina Heiß dem Gremium an. Für die Unterstützung eines Projekts ist das Erfüllen aller Fördervoraussetzungen nötig. Laut Stiftungserklärung müssen die Begünstigten dem Kreis gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Rechtsträger im Sinne der Bundesabgabenordnung entstammen: „Wir können beispielsweise keine Einzelpersonen unterstützen. Zudem beschränken wir uns auf Spendenempfänger, die im Wirkungsbereich der Sparkasse Imst tätig und beheimatet sind“, so Kröll. Als beispielhaft bezeichnet Kröll das Engagement der Privatstiftung für kulturelle Anliegen: „Die Privatwirtschaft hat bei ihren Sponsoraktivitäten allgemein eher eine Tendenz Richtung Sport, für den sich im Übrigen auch die Sparkasse Imst AG stark einsetzt. Wir sind aber ebenso bemüht, Kunst und Kultur und damit einen weiteren Eckpfeiler des sozialen Lebens zu pflegen.“ Positive Entscheidungen zugunsten von Förderprojekten bedürfen generell einer einstimmigen Beschlussfassung durch das Gremium des Regionalförderbeirats.