Stiftungs-Award CIVITAS 2011

In feierlichem Ambiente und bereits zum dritten Mal wurde am 17. November der CIVITAS-Award an die Sparkassenstiftungen verliehen. Der Preis, der besonders nachhaltige und originelle Projekte vor den Vorhang holen soll, sorgte auch heuer wieder für zahlreiche Einreichungen und ein spannendes Finale. Letztlich konnten sich bei der festlichen Preisverleihung drei Stiftungen, Mittersill, Lienz und Kärnten, gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und sich die begehrte Trophäe sichern. Bewertet wurden die einzelnen Projekte durch eine unabhängige Expertenjury.
Das Ziel des 2009 ins Leben gerufenen Awards ist es, die Werte und den Gründungsgedanken der Sparkassen hochzuhalten. Die Sparkassen sind seit ihrer Gründung im Jahr 1819 dem Gemeinwohl verpflichtet und stehen ebenso wie ihre Stiftungen für die Förderung, Unterstützung und Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Region. Michael Ikrath, Generalsekretär des Österreichischen Sparkassenverbandes, bringt es auf den Punkt: „Die Projekte der Sparkassenstiftungen sind weit mehr als Sponsoring oder Imagepolitur. Die Erfüllung des Gemeinwohlauftrags ist der wichtigste Teil unserer Identität und Grundlage der Sparkassenidee.“

Die prämierten Projekte:
Es waren insgesamt 12 Projekte eingereicht worden, die von einer fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Univ. Prof. Dr. Christian Friesl von der Industriellenvereinigung bewertet wurden. Weitere Mitglieder der Jury waren Vorstandsdirektor i. R. KR Leopold Breitfellner, Dr. Christine Domforth, Generalsekretär Mag. Michael Ikrath und Vorstandsdirektor i. R. Mag. Reinhard Ortner.

Die Privatstiftung Sparkasse Mittersill  (http://www.sparkasse.at/mittersill/Stiftungen/privatstiftung-sparkasse-mittersill) holte sich mit der Aktion „KOMM – BLEIB“ den Sieg.
Mit dem Projekt soll der Abwanderung von qualifizierten Arbeitskräften in die Ballungszentren entgegengewirkt und gleichzeitig bereits abgewanderten Fachkräften der Weg zurück in ihre Heimatregion ermöglicht und schmackhaft gemacht werden. Mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit, Zusammenarbeit mit den regionalen Unternehmen und Schulen, dem Schaffen von Anreizen (z. B. begünstigter Wohnraum) und der Bildung von Netzwerken sollen diese Ziele verwirklicht werden. Roman Oberlechner, Vorsitzender des Mittersiller Stiftungsvorstands: „Wir haben nicht das Glück, eine Region zu sein, die sich im Speckgürtel einer großen Stadt befindet. Selbst alle Autobahnen wurden im Umkreis von ca. 150 km um uns herum gebaut. Deshalb ist es so wichtig, in der Regionalförderung an einem Strang zu ziehen.“

Den zweiten Platz machte ein Projekt aus Lienz, das die ursprüngliche Sparkassenidee ins 21. Jahrhundert trägt. Die Sparkassen wurden gegründet, um auch den ärmeren Bevölkerungsschichten den sicheren Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen; um zu helfen, Wohlstand zu schaffen und zu sichern.
Privatstiftung Lienzer Sparkasse: SoLaLi – Sozialladen Lienz: Brücke zwischen Not und Unterstützung
Träger vom SoLaLi-Sozialladen ist der „Verein Lienzer Sozialmarkt“, in dem neben Caritas, Stadt Lienz und Arbeiterkammer auch die Stiftung der Lienzer Sparkasse (http://www.sparkasse.at/lienz/Stiftungen) als Gründungsmitglied engagiert ist. Als Maßstab für die Berechtigung zum begünstigten Einkauf gilt die offizielle Armutsgrenze. Die Waren werden vor allem von Supermarktketten kostenlos zur Verfügung gestellt. Örtliche Bäcker und Landwirte liefern Brot und regionale Produkte – aber keine abgelaufene Ware.

Ebenfalls ein Platz am Stockerl ging an die Privatstiftung Kärntner Sparkasse (https://www.sparkasse.at/kaernten/Privatstiftung) für das Projekt Naturwissenschaftlicher Lerngarten.
Die Pädagogische Hochschule Klagenfurt startete eine österreichweit einzigartige Initiative zur Aus- und Weiterbildung von Lehrern aller Schultypen im Bereich der Naturwissenschaften. Entstanden sind dabei einerseits fachdidaktische Konzepte und Unterrichtsmaterialien und andererseits regionale Forschungs- und Entwicklungskonzepte. Ziel ist die Förderung selbstbestimmten Lernens durch praktische Experimente.