Fragen & Antworten

Nein, ins Kontenregister sind auch bereits geschlossene Konten einzumelden. Die Einmeldungen erfolgen rückwirkend mit Stand 1.3.2015.

Ja, bei Losungswortsparbüchern muss der (letzte) identifizierte Inhaber eingemeldet werden.

Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Adresse, Ansässigkeitsstaat des Letztidentifizierten, Sparbuchnummer, Datum Eröffnung, Bezeichnung des Kreditinstitutes.

Ja, es müssen alle Verfügungsberechtigten eines Kontos eingemeldet werden (Mitkontoinhaber, Zeichnungsberechtigte, gesetzliche Vertreter und zusätzlich wirtschaftliche Eigentümer und Treugeber).

Nein, eine Einsichtnahme ist in diesem Fall nur möglich, wenn Bedenken gegen die Richtigkeit der Abgabenerklärung bestehen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Der Abgabenpflichtige hat zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme.

Auskunftsverlangen an Kreditinstitute (über Kontobewegungen usw.) bedürfen der Genehmigung durch das Bundesfinanzgericht.

Ja, die Meldungen haben rückwirkend für Transaktionen ab dem 1.3.2015 zu erfolgen wenn der Behebungs-/Überweisungsbetrag gleich oder größer € 50.000,-- betragen hat, dies ungeachtet ob das Konto zwischenzeitlich geschlossen wurde.

Sofern die Betragsgrenze von € 50.000,-- bei nur einem dieser Überträge erreicht bzw. überschritten wird, sind auch Depotüberträge im Familienverband meldepflichtig.

Nein, Eigenüberträge werden nicht gemeldet wenn beide Konten im selben Institut geführt werden und idente Kontoverfügungsberechtigte aufweisen.

Dies ist eine individuell zu beantwortende Frage. Bitte kontaktieren Sie Ihren Steuerberater – Kreditinstituten ist es nicht gestattet steuerliche Auskünfte oder Empfehlungen zu erteilen.

Nein, die Meldegrenze beträgt € 50.000,-- pro Land, es kommt zu keiner Summierung von Zahlungen aus CH und FL.

Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Steuerberater, das Gesetz sieht die Meldung sämtlicher Kapitalzuflüsse vor, sofern ein meldepflichtiger Umsatz festgestellt wurde. Die Nachversteuerung von nur einem Teil der Umsätze/WP-Überträge hat zur Folge, dass verbleibende Umsätze/Überträge auch dann zu melden sind, wenn diese unter der Betragsgrenze von EUR 50.000,-- liegen. (Feststellung BMF vom Feb. 2016!)

Nein, Kontobelastungen aus dem Titel Nachversteuerung mit Abgeltungswirkung sind durch die Bank so zu buchen, dass dafür keine Kapitalabflussmeldung ausgelöst wird (dies ist nur möglich wenn Meldeinstitut und kontoführendes Institut ident sind).

Von der Bank nicht erkannte Zahlungen können für die Nachversteuerung mit Abgeltungswirkung durch den Kunden ergänzt werden und fallen damit unter die Abgeltungswirkung.

Sollten die Überträge nicht aus CH/FL erfolgt sein, übermitteln Sie uns bitte zum Nachweis die entsprechenden Unterlagen wie in der Kundenverständigung aufgelistet.

Bitte kontaktieren Sie Ihren Steuerberater – Kreditinstituten ist es nicht gestattet steuerliche Auskünfte oder Empfehlungen zu erteilen.

Der Common Reporting Standard (CRS) ist ein internationales Abkommen, das den zwischenstaatlichen Austausch steuerlich relevanter Informationen regelt. Hiermit soll die internationale Steuerehrlichkeit gefördert werden. Für Österreich ist der Standard im Gemeinsamen Meldestandard-Gesetz (GMSG) geregelt. Dieses regelt den automatischen Informationsaustausch über Daten von im Ausland Steuerpflichtigen natürlichen Personen und Rechtsträgern.

Das GMSG verpflichtet Finanzinstitute in Österreich ab 1.10.2016 bei der Eröffnung von relevanten Produkten (hierzu zählen ZV-Konten, Einlagen, WP-Depots) die Steueransässigkeit der Kunden zu erfragen, und ggfs. zu melden.

Für Privatpersonen ist die Steueransässigkeit grundsätzlich in jenem Land gegeben in dem der Wohnsitz liegt (bzw, normalerweise in jenem/n Land/Ländern in dem/denen das Einkommen und das Vermögen versteuert wird).

Da die Steueransässigkeit(en) stark von den landespezifischen Steuerregelungen abhängt, ist es ratsam, im Zweifel Kontakt mit einem Steuerberater aufzunehmen. Die Erste Bank und Sparkassen dürfen generell keine individuelle Beratung in steuerlichen Angelegenheiten durchführen.

Kunden, bei denen aufgrund der der Bank bekannten Daten ein sog. GMSG-Indiz erkannt wird (z.B. eine Adresse in einem GMSG-teilnehmenden Land) müssen mit einem Formular (= Selbstauskunft) bestätigen in welchem Land / welchen Ländern sie steueransässig sind (d.h. Steuerland u. Steuernummer)

In diesem Fall kann das Produkt (bei einem vorhandenen GMGS-Indiz) nicht eröffnet werden.

Nein – Kunden, die ausschließlich in Österreich steueransässig  sind, benötigen keine Steuernummer. Sie müssen allerdings ihr Steueransässigkeitsland bekannt geben und allfällige Änderungen in ihren persönlichen Daten unverzüglich der Bank mitteilen.

Finanzinstitute sind gesetzlich verpflichtet bei Vorliegen von Indizien betreffend mehrerer Steueransässigkeiten weitere steuerrelevante Dokumente einzufordern.

Die Daten werden an die österreichische Finanzverwaltung gemeldet, diese leitet die Daten an die jeweilige ausländische Finanzbehörde weiter. Betroffen sind sowohl natürliche Personen als auch Rechtsträger/Unternehmen.

Meldepflichtige Daten sind:

  • Name
  • Adresse
  • Ansässigkeitsstaat(en)
  • Steueridentifikationsnummer(n)
  • Geburtsdatum/-ort (bei natürlichen Personen)
  • Konto-/Depotnummer(n) – Einlagen, Giro- und Depotgeschäft
  • Kontosalden/ -werte zum Jahresende oder die Auflösung des Kontos

Kapitalerträge, andere Erträge aus den Vermögenswerten auf dem Konto und Veräußerungserlöse.

Nähere Details zu den landesspezifischen Steueransässigkeitsregelungen finden Sie auf der Seite der OECD. Generelle Informationen zum Common Reporting Standard finden sie auf dem Informationsportal der OECD.

Hinweise und Haftungsausschluss:

Diese unverbindliche Information bietet ausschließlich einen allgemeinen Überblick auf Basis der zum Erstellungszeitpunkt gültigen Rechtslage über für den Bankbereich relevante Themen und kann daher ohne weitergehende spezifische steuerliche und rechtliche Beratung nicht als Entscheidungsgrundlage für wirtschaftliche Dispositionen herangezogen werden. Die Inhalte dieses Informationsblattes stellen keine Empfehlung dar und können keinesfalls eine Beratung im Einzelfall durch einen Steuerberater oder Rechtsanwalt ersetzen.
Trotz sorgfältiger Erstellung kann eine Haftung oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität nicht übernommen werden; vielmehr wird eine allenfalls sonst bestehende Haftung ausgeschlossen. Bankmitarbeiter können und dürfen zur individuellen steuerlichen Situation von Bankkunden keine Beratung, Interpretation oder sonstigen Äußerungen vornehmen.

Es wird daher empfohlen, bezüglich der individuellen steuerlichen und rechtlichen Situation sowie der möglichen wirtschaftlichen Dispositionen bei Bedarf einen Steuerberater oder Rechtsanwalt zu konsultieren.