Verwendungszweck/Zahlungsreferenz

Seit 19.11.2011 gilt für den österreichischen Zahlungsverkehr eine SEPA-bedingte Änderung bei der Aufgabe und Weiterleitung von Zahlungsaufträgen!

  • Neuerungen gelten nur bei SEPA-Aufträgen (Überweisungen/Gutschriften/Lastschriften ausschließlich mit IBAN/BIC).
  • Die bestehende Möglichkeit, einen Zahlungsgrund an den Zahlungsempfänger weiterzuleiten, wird um das neue Feld „Auftraggeberreferenz“ erweitert.
  • Die „Zahlungsreferenz“ (ehem. Kundendaten) kann nicht mehr gemeinsam mit dem „Verwendungszweck“ zur Empfängerbank weitergeleitet werden – es muss in einem solchen Fall ein über 35-stelliger Verwendungszweck auf die ersten 35 Zeichen gekürzt und in der „Auftraggeberreferenz“ weitergeleitet werden.
  • Eine „Zahlungsreferenz“ wird immer vollständig übertragen. Ist keine Zahlungsreferenz angegeben, wird der Verwendungszweck ungekürzt übertragen.
  • Zahlungsaufträge (Überweisungen, Lastschriften, Einzugsermächtigungen) mit Angabe von Kontonummer und Bankleitzahl sind von diesen Neuerungen nicht betroffen.

Bisher war es Praxis, dass bei Zahlungsaufträgen ein vorhandener Verwendungszweck in voller Länge an den Zahlungsempfänger weitergeleitet wurde!

Nunmehr gelten folgende neue Weiterleitungsregeln bei Zahlungsaufträgen, die an Zahlungsempfänger gehen:

Diese Regeln haben Auswirkungen auf die von Ihnen genützten Erfassungssysteme, den beleghaften Zahlungsverkehr und den sogenannten „Retour-Datenträger“:

  • netbanking
    Bei Eingabe einer Zahlungsreferenz wird der Verwendungszweck ausgegraut (bzw. umgekehrt), es kann im jeweils ausgegrauten Feld nichts erfasst werden.

    Hinweis:
    Im netbanking wurde ein zusätzliches Feld „Auftraggeberreferenz“ geschaffen, dies ist eine bis zu 35 Zeichen lange, alphanumerische Referenz, die der Auftraggeber vergeben kann, um die Zahlung zuordnen zu können!

    Empfehlung:
    Bitte geben Sie – so vorhanden – bei der Auftragserteilung immer die Zahlungsreferenz an! Dadurch kann der Empfänger die Zahlung eindeutig zuordnen.
  • Beleghafte Überweisungen:
    Da auf der Zahlungsanweisung die Erfassung eines Verwendungszwecks nicht unterbunden werden kann, werden
    • falls eine Zahlungsreferenz angedruckt ist, die ersten 35 Zeichen des Verwendungszwecks an den Empfänger weitergeleitet,
    • falls keine Zahlungsreferenz angegeben ist, wie gewohnt bis maximal 140 Zeichen weitergeleitet.

      Empfehlung für Kunden, die Zahlungsanweisungen bedrucken:
      Drucken Sie Zahlungsreferenzen an, dann sollten die Verwendungszweckzeilen wie gewohnt mit dem allgemein üblichen Hinweistext zur Erfassung im Online-Banking beschrieben werden oder mit „Verwendungszweck wird nicht an Empfänger/in weitergeleitet“.

Wichtiger Hinweis:
Zahlungsaufträge (Überweisungen, Lastschriften, Einzugsermächtigungen) mit Angabe von Kontonummer und Bankleitzahl sind von diesen Neuerungen nicht betroffen.

Bisher:
Wenn ein SEPA Zahlungsauftrag mit IBAN und BIC erstellt wird, konnte bisher ein bis zu 140­stelliger Verwendungszweck und eine bis zu 35­stellige Zahlungsreferenz erfasst und an den Empfänger weiter geleitet werden.

Neu:
Per 19.11.2011 wurden diese Regeln für den Verwendungszweck europaweit neu definiert:

  • Eine „Zahlungsreferenz“ (ehem. Kundendaten) wird immer vollständig übertragen.
  • Ist keine „Zahlungsreferenz“ angegeben, wird der „Verwendungszweck“ (alle 140 Stellen) übertragen.
  • Ist die „Zahlungsreferenz“ angegeben, wird der Verwendungszweck nicht mehr zur Empfängerbank weitergeleitet und auf die ersten 35 Zeichen gekürzt. Diese 35 Zeichen werden in das Feld „Auftraggeberreferenz“ weitergeleitet.

Bei einer SEPA-Überweisung innerhalb der österreichischen Sparkassen (Auftraggeber und Empfänger haben ein Erste Bank/Sparkassen-Konto) bleiben auch weiterhin alle Verwendungszweckinformationen erhalten.

Nachfolgend finden Sie Beispiele für die Änderungen und Auswirkungen mit Erklärungen, Bildern  und detaillierten Feldbeschreibungen: