Gewinnfreibetrag nutzen und Steuer sparen

UnternehmerInnen und FreiberuflerInnen können einen Teil ihres Gewinns steuerfrei stellen, wenn sie in ausgewählte Wertpapiere investieren.

Der Gewinnfreibetrag beträgt bis zu 13 % des Unternehmensgewinns.

Wichtig: Seit Geschäftsjahresende 1. Juli 2014 kann der gewinnabhängige Investitionsbeitrag nur mehr mit Wohnbauwandelschuldverschreibungen genützt werden.

- Grundfreibetrag
Bis zu 30.000 Euro Gewinn werden 13 % Grundfreibetrag auch ohne Investitionserfordernis zuerkannt.

- Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag
Übersteigt der Gewinn 30.000 Euro, steht der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag zu.

Seit 2013 wird der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag mit steigender Bemessungsgrundlage (BMGL) gestaffelt:

- für die ersten 175.000 Euro der BMGL: 13 % Gewinnfreibetrag
- für die nächsten 175.000 Euro der BMGL: 7 % Gewinnfreibetrag
- für die nächsten 230.000 Euro der BMGL: 4,5 % Gewinnfreibetrag

Insgesamt beträgt der Gewinnfreibetrag aufgrund der Staffelung daher höchstens 45.350 Euro im Veranlagungsjahr.

- Natürliche Personen, die Einkünfte aus einer betrieblichen Tätigkeit erzielen:

- Einkünfte aus Gewerbebetrieb
- Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
- Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

- Bei Personengesellschaften (Mitunternehmerschaften) – etwa OG oder KG – können GesellschafterInnen den Gewinnfreibetrag in Höhe ihrer jeweiligen Gewinnbeteiligung nutzen.

- Der Gewinn fließt einer natürlichen Person zu
- Der Gewinn stammt aus einer betrieblichen Einkunftsart:

- Einkünfte aus Gewerbebetrieb
- Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
- Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

- Der Gewinn wird durch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanzierung ermittelt

- Seit 1. Juli 2014 können im Wertpapierbereich zur Ausnutzung der steuerlichen Begünstigung nur mehr Wohnbauwandelschuldverschreibungen (Wohnbauanleihen) genutzt werden. Diese müssen dem Anlagevermögen mindestens 4 Jahre gewidmet werden. Dementsprechend ist auf eine 4-jährige Mindestrestlaufzeit Bedacht zu nehmen.

Unser aktuelles Angebot: KMU s Wohnbauanleihe 2016-2027/6

Bitte beachten Sie:
Scheiden Sie Wertpapiere vor dem Ablauf von 4 Jahren aus, kann eine Nachversteuerung nur dann unterbleiben, wenn Sie im Jahr des Ausscheidens geeignete körperliche Anlagegüter anschaffen.

- Die Anschaffung von ungebrauchten, abnutzbaren, körperlichen Anlagegütern mit mindestens 4-jähriger Nutzungsdauer:

- Maschinen und Geräte
- Betriebs- und Geschäftsausstattung, EDV-Anlagen
- Fiskal-LKWs etc.

Die normale Absetzung für Abnutzung (AfA) können Sie zusätzlich geltend machen. Von der Förderung ausgeschlossen sind u.a. PKWs sowie geringwertige und gebrauchte Wirtschaftsgüter.

Gewinnfreibetrag nutzen und Steuer sparen