Studie: Wie spart Niederösterreich in Zeiten von Niedrigzinsen?

  • Durchschnittlicher Sparbetrag bei 184 Euro
  • Drei Spartypen in Österreich: 44% sparen „traditionell“
  • Nur Diversifikation schützt vor Inflation und Niedrigzinsen

Sind Sie mit Ihrem Sparbetrag zufrieden? Jeder Zweite in Niederösterreich beantwortet diese Frage der IMAS-Sparstudie 2015 im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen mit Ja. In Niederösterreich liegt der durchschnittliche Sparbetrag bei 184 Euro im Monat - allerdings ist die Zufriedenheit mit der Sparleistung am gleichen Niveau wie vor 5 Jahren gering gestiegen. Die Bedeutung von Sparen ist dafür an ihrem Tiefpunkt seit zehn Jahren angelangt: Erstmals sagen 42% der Niederösterreicher, Sparen ist für sie nicht wichtig.

Sparbuch leidet unter den Niedrigzinsen

Die Zinslandschaft macht es den niederösterreichischen Sparerinnen und Sparern aktuell nicht leicht. Die Reaktionen auf die Niedrigzinsen fallen aber ganz unterschiedlich aus. 21% beachten diesen Umstand gar nicht und lassen das Ersparte einfach am Girokonto liegen. Ein Drittel hat das Geld entweder an Verwandte weiter geschenkt – ein weiteres Drittel Immobilien, Wertpapiere bzw. Gold gekauft. Das Sparbuch bleibt zwar mit 82% die beliebteste Sparform, musste aber in den letzten zehn Jahren an Beliebtheit einbüßen. Ein Dauerbrenner bleibt das Bausparen mit 63%, das genauso wie Wertpapiere, Fonds und Anleihen (25%) im letzten Jahrzehnt an Beliebtheit gewonnen hat.

Und die beliebtesten Sparziele der  Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher? Der Notgroschen steht nach wie vor mit 82% an oberster Stelle. In den letzten 10 Jahren hat das Sparen für Renovierungen aber an Beliebtheit gewonnen: Der Wert liegt bei beachtlichen 44% und damit höher als in Gesamt-Österreich. „Renoviert wird häufig dann, wenn man Geld übrig hat und es z.B. nicht längerfristig veranlagen möchte. Die niedrigen Zinsen haben hier sicher eine Art Renovierungsturbo gezündet“, so Mag. Helge Haslinger, MBA, Vorstandsdirektor der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG.

Österreich spart weiter: Die drei Spartypen des Landes
Die Österreicherinnen und Österreicher lassen sich in drei Spartypen einteilen:

  • Die Traditionellen sparen rund 174 Euro im Monat und möchten für das Alter vorsorgen. Sie sind skeptisch gegenüber Wertpapieren und setzen auf die klassischen Produkte wie das Sparbuch, den Bausparer oder die Lebensversicherung. Als Reaktion auf das niedrige Zinsniveau lassen sie das Geld einfach am Girokonto liegen oder schließen langfristige Produkte wie z.B. eine Lebensversicherung ab.
  • Die Wenigsparer legen im Durchschnitt 156 Euro pro Monat zur Seite – ein Drittel von ihnen gibt an, nicht genug Geld zum Sparen übrig zu haben. In dieser Gruppe ist das Sparbuch bzw. der Bausparer das Sparprodukt Nummer 1, jeder Fünfte besitzt aber gar kein Produkt. Jeder Vierte interessiert sich für das Thema Geld und Sparen, weißt aber nicht so recht wie er sein Geld anlegen soll.
  • Die Vielseitigen sehen die frühzeitige Altersvorsorge als Muss. Mit 297 Euro erreichen sie den höchsten monatlichen Sparbetrag. Jeder Fünfte ist risikobereit bei der Geldanlage und jeder Zweite denkt oft darüber nach, was die beste Anlageform wäre. Drei von Vier haben ihrer Meinung nach für sich auch die beste Anlageform gefunden.

Gibt’s eine Alternative zum Sparbuch?
Sparbuch und Bausparer sind für das kurz- und mittelfristige Ansparen die richtigen Produkte. Denkt man aber in Richtung Pension, an die Ausbildung der Kinder oder ganz generell an langfristigen Vermögensaufbau, dann sollte man sich mit Diversifikation auseinandersetzen. „Besonders augenscheinlich wird das Thema für viele leider erst immer, wenn die Sparzinsen im Keller sind“, meint Prokurist Franz Kerndl, Leiter Privatkunden in der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG. In den letzten 5 Jahren (2010-2014) gingen in Österreich bei der Verzinsung von Einlagen rund 24 Milliarden Euro an Zinsen „verloren“, verglichen mit den fünf Jahren vor der Finanzkrise (2005-2009). Das Research von Erste Bank und Sparkasse geht davon aus, dass die Zinsen frühestens ab 2017 steigen könnten. „Unabhängig vom Zinsniveau muss man sich einfach Gedanken über seine Sparziele und Veranlagungshorizont machen“, sagt Vorstandsdirektor Helge Haslinger. Mit einem gemischten Portfolio steht man Turbulenzen und Krisen finanziell am besten durch.

Das s Anlage Management, die Vermögensverwaltung der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG, ist eine Art, sein Geld langfristig je nach Ziel und Risiko diversifiziert anzulegen. Beim s Anlagemanage-ment kann aus drei verschiedenen Risikoausprägungen (Portfolio Start, Portfolio Smart und Portfolio Sport) gewählt werden. Die Gewichtung der Anlageklassen wird unter Beachtung der vereinbarten Anlagegrenzen und der jeweiligen Marktsituation angepasst. Die Anlagestrategie zielt auf eine ausgewogene Gewichtung der Anlageklassen Anleihen, Aktien (ausgenommen SAM Portfolio Start), offene Immobilienfonds und Alternative Investments aus. Es erfolgt in den Portfolios keine starre Indexorientierung.

Die Transparenz ist bei einer Vermögensverwaltung natürlich von besonderer Bedeutung. Daher erhalten unsere Kunden regelmäßige und übersichtliche Anlageberichte, mit Informationen über die aktuellen Depotpositionen, Gesamtdepotrendite, Grafiken zur Vermögensaufteilung und –entwicklung und das auf Wunsch auch ganz bequem in elektronischer Form.

Der Einstieg ist bei den drei Portfolios ab 10.000 Euro möglich.

Insgesamt hat sich die Einstellung gegenüber Geldanlagen laut Studie positiv verändert: Waren 2010 nur 21% positiv gegenüber Wertpapieren gestimmt, sind es heute bereits 27%.

  • Prok. Franz Kerndl, Leiter Privatkunden und Vorstandsdirektor Mag. Helge Haslinger, MBA, MA, bei der Präsentation der Studie

Direktionsrat Peter Lafite

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