Finanzielle Vorsorge für immer mehr Menschen relevant –
Familie, Pension und Unfall sind dabei die wichtigsten Vorsorgethemen

  • Finanzielle Vorsorge ist für 92% der Niederösterreicher von großer Bedeutung.
  • Beinahe jeder Befragte in Niederösterreich (96%) besitzt bereits Vorsorgeprodukte.
  • Aber: Erst 2% haben eine Pflegeversicherung abgeschlossen.

Finanzielle Vorsorge hat in Niederösterreich einen sehr hohen Stellenwert, und immer mehr Menschen erkennen die Bedeutung des Vorsorgepolsters. 92% der Menschen in Niederösterreich stufen diesen bereits als sehr/eher wichtig ein (Vergleich 2015: 79%). Höchste Priorität haben dabei die Vorsorge für die Familie (61%), für die Pension (59%) sowie die Gesundheitsvorsorge (54%). Wenn es darum geht, Geld für Vorsorgezwecke zu veranlagen, stehen für knapp jeden zweiten Befragten in Niederösterreich (48%) die Verständlichkeit des Produkts sowie die Sicherheit und möglichst wenig Risiko (47%) klar an erster Stelle, gefolgt von einer Kapitalgarantie (40%) und guter Beratung (39%). Hohe Rendite bzw. hohe Zinsen sind bei Vorsorge und Veranlagung im Vergleich dazu nur für knapp ein Viertel (22%) der Befragten ein wichtiges Kriterium.

„Die Studie bestätigt uns, worum es der Bevölkerung in Niederösterreich bei ihrer Vorsorge geht: die finanzielle Absicherung der Familie, persönliche Altersvorsorge sowie die Unfallvorsorge stehen klar im Fokus. Für uns als Marktführer in der Lebensversicherung ein eindeutiges Signal, den  wichtigsten Aspekt der Lebens- und Pensionsversicherung, nämlich die garantierte lebenslange Rente sowie die Absicherung der Familie, in der Beratung noch viel stärker in den Vordergrund zu rücken“, sagt Heinz Schuster, Generaldirektor der s Versicherung.

96% der befragten Niederösterreicher geben an, bereits Vorsorgeprodukte abgeschlossen zu haben, für die sie durchschnittlich 158 Euro pro Monat zur Seite legen. Männer liegen beim verfügbaren Vorsorgekapital mit 194 Euro pro Monat deutlich vor Frauen mit 129 Euro pro Monat. Mit steigendem Alter steigt auch der verfügbare Sparbetrag. Während 15- bis 29-Jährige in Niederösterreich 81 Euro (AT: 114 Euro) pro Monat der Vorsorge widmen, sind es bei den 40- bis 49-Jährigen bereits 152  Euro und bei den 50- bis 59-Jährigen 206 Euro. Entsprechend dem stark ausgeprägten Sicherheitsbewusstsein sind das Sparbuch mit 69% (AT: 67%) und der Bausparvertrag mit 57% nach wie vor die beliebtesten Vorsorgeprodukte. 46% geben an, eine private Unfallversicherung und/oder Immobilien zu besitzen und 36% haben eine klassische Lebensversicherung abgeschlossen. Erst 2% hingegen haben eine private Pflegeversicherung abgeschlossen, was klar zeigt, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Absicherung in diesem Bereich noch nicht ausgeprägt ist.

„Pflegevorsorge ist auch in Niederösterreich noch ein sehr wenig diskutiertes und mit Angst besetztes Thema. Das Risiko, im Alter ein Pflegefall zu werden, steigt aber parallel zur Lebenserwartung. Wir alle erreichen ein immer höheres Alter und wollen den Ruhestand genießen, das Thema Pflege passt nicht dazu und wird immer noch verdrängt“, meint dazu Mag. Helge Haslinger, MBA, MA, Vorstandsdirektor der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG.

Für acht von zehn Befragten im Land Niederösterreich, die regelmäßig sparen bzw. bereits einmal eine größere Summe beiseitegelegt haben, sind Altersvorsorge (83%) und Sparen für Notfälle (82%) die wichtigsten Vorsorgemotive. Nur 19% der Befragten nutzen hingegen die Chancen des Kapitalmarkts und legen ihr Geld in Aktien oder Fonds an. Sieht man sich das Anlageverhalten genauer an, hat für 93% der Niederösterreicher dabei die Sicherheit höchste Priorität. 41% der Befragten geben an, kein Geld zum Anlegen zu haben (AT: 43%). Dabei sind in jungen Jahren auch kleine Beträge geeignet, um langfristig vorzusorgen. Und: 40% geben zu, sich mit Geld und Anlagethemen nicht auszukennen. „Die finanzielle Vorsorge für den Lebensabend wird aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer wichtiger. Den Einstiegszeitpunkt möglichst früh zu wählen und die Beträge dem steigenden Einkommen anzupassen ist das Gebot der Stunde. Hier leistet die fundierte Beratung durch den Vorsorgeexperten in der Bank einen wichtigen Beitrag“, so Haslinger.

Wer sich über Vorsorgeprodukte informiert, sucht den persönlichen Kontakt. Für eine deutliche Mehrheit der Befragten in Niederösterreich (57%) ist der Bankberater dabei die erste Anlaufstelle. Während sich rund ein Viertel Männer wie Frauen gern auch Rat auf Vergleichsportalen (25%/24%) holen oder auf Website-Infos der Banken (17%/16%) zurückgreifen, verlassen sich mehr Männer (38%) als Frauen (29%) auf den Rat von Familie und Freunden. Auch beim Abschluss von Vorsorgeprodukten legen die Niederösterreicher großen Wert auf das persönliche Gespräch. Rund 44% wendet sich an den jeweiligen Bankberater und 39% halten sich an den Versicherungsberater des Vertrauens. Dennoch ist auch in Niederösterreich mit 6% ein gewisser Trend zur Nutzung von Online-Banking zum Abschluss von Vorsorgeprodukten erkennbar, wobei Männer dafür im Vergleich zu Frauen grundsätzlich offener sind.

Das zusätzlich verfügbare Geld aus der Lohnsteuersenkung zu Jahresbeginn wird von den Niederösterreichern unterschiedlich eingesetzt. Rund ein Viertel (27%) geben es einfach aus oder planen, es auszugeben, während 46% lieber sparen bzw. mehr Vorsorge planen. 27% zeigen sich hier ambivalent und haben noch keine Entscheidung getroffen. Als Wunsch-Netto-Pension, um sich seinen Lebensabend nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können, geben die befragten Niederösterreicher durchschnittlich 1.614 Euro pro Monat an, wobei Männer hier tendenziell einen höheren Wert nennen als Frauen. Im Vergleich zur derzeitigen tatsächlichen durchschnittlichen Pensionshöhe laut Statistik Austria von rund 1.100 Euro (Frauen 857 Euro und Männer 1.210 Euro), ergibt sich hier jedoch eine deutliche Lücke. Dennoch fühlen sich 33% der Befragten in Bezug auf ihr finanzielles Auskommen in der Pension gut abgesichert. Dies divergiert jedoch sehr stark nach Altersgruppen: bis 39-Jährige 18%, bis 49-Jährige 30%, bis 59-Jährige 56%, ab 60+ 41%. Und: 23% der Befragten schätzen ihre Situation so ein, dass die Summe aus gesetzlicher Pension und ihrer zusätzlichen privaten Vorsorge nicht ausreichen wird.

Zur Studie: s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut GfK mit einer Online-Befragung zu „Vorsorgebewusstsein und Vorsorgeverhalten“. Im Jahr 2016 beantworteten 1.000 Personen zwischen 15 und 65 Jahren Fragen zu den Themen finanzielle Vorsorge, Vorsorgeprodukte, Vorsorgeberatung, Vorsorgeziele und gewünschte Pensionshöhe. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15.

Direktionsrat Peter Lafite

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